#9 Florian Ploberger
Shownotes
Florian Ploberger war sich schon sehr früh in seiner Kindheit seiner Endlichkeit bewusst. Später als Mediziner setzte er seinen Fokus auf traditionelle chinesische bzw. tibetische Medizin, da er dort mehr Antworten für sich finden konnte. Er erlebt den Tod als eine Art Sparring Partner bzw. als hilfreiche Referenz in seinem Alltag und bringt eine Neugierde mit für besondere Bewusstseinszustände und Grenzerfahrungen, wo für ihn auch den Tod inkludiert ist. Florian betreibt auch einen eigenen Podcast, wo es ebenfalls viel um Tod und Sterben geht und er erzählt von Gesprächen - viele davon mit Mediziner*innen, die er in diesem Rahmen geführt hat. Er teilt außerdem seine Sichtweise zum assistierten Suizid und spricht über den Tod bzw. den Sterbeprozess aus tibetischer Sicht, unter anderem etwa über die tibetische Tukdam Praxis, wo Verstorbene auch nach dem eigentlichen Eintritt des Todes noch für einige Tage oder sogar Wochen in Meditationshaltung sitzen bleiben. Florian Ploberger ist TCM-Arzt, Tibetologe, Buchautor, Podcaster, Universitätslektor und Übersetzer eines tibetischen medizinischen Textes.
Hier gehts zu seinem Podcast: https://change-inspiration.podigee.io
Transkript anzeigen
00:00:06: Herzlich willkommen zum Podcast Memento Moare, Gespräche über den Tod und das Leben davor.
00:00:13: Ich bin Caroline Kirschbaumer und ich spreche mit unterschiedlichen Menschen über den Tot, über das Sterben, über Vergänglichkeit – und damit natürlich auch übers
00:00:24: Leben!
00:00:26: Also war wie wenn ich nicht existieren würde und als ich wieder aufgewacht bin, war es total schön.
00:00:33: Ich ohne mich selber, das ist toll für einen.
00:00:36: Das hat sich gut angefühlt und ich glaube nach dem Tod könnte es ähnlich sein.
00:00:43: Der Toten ist als Sparringpartner, als Mentor, als Motivation, als Gegenpulver oder um den Moment zu genießen, um dankbar zu sein.
00:00:57: Also deswegen mag ich den Tod als Referenz.
00:01:12: Vielen Dank!
00:01:13: Lieber Florian Bloberger, dass du heute mit mir dieses Gespräch fühlst.
00:01:17: Du bist TCM-Arzt, Tibetologe, Buchautor, Podcaster zu sehr ähnlichen Themen wie auch das Thema über das wir heute sprechen.
00:01:28: Du bist außerdem Universitätslektor und Übersetzer eines tibetischen medizinischen Textes.
00:01:34: Herzlich willkommen!
00:01:36: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:01:37: ich freue mich schon auf unser Gespräch.
00:01:40: Ich mich auch danke.
00:01:42: Ich fange ja meistens an mit der Frage, ob du gerne über Themen sprichst wie Tod, Endlichkeit sterben und diese Frage möchte ich aber dir ein bisschen anders stellen.
00:01:55: Weil ich glaube, ich kann sie ein Stück weit selbst beantworten.
00:01:58: Ja, du sprichest offenbar gerne darüber weil du tust es ja auch also eben auch in deinem Podcast fängst du hier oft an mit die Frage Wie möchtest du sterben?
00:02:10: Du hast auch ein Buch dazu geschrieben, das heißt endlich leben eben zu genau diesen Thema.
00:02:14: Also zum Thema Endlichkeit.
00:02:16: und meine Frage ist jetzt mehr woher kommt dieses Interesse?
00:02:21: Und
00:02:22: ja was spricht ich an diesem Thema?
00:02:25: Ja danke für die Frage!
00:02:26: Das ist jetzt wahrscheinlich gar nicht in einem Satz so zu beantworten weil es natürlich ein Prozess ist.
00:02:35: Soll ich die lange oder kurze Version jetzt antworten?
00:02:38: Gerne,
00:02:39: die lange Version.
00:02:40: Dann fangen wir wirklich an in der Kindheit.
00:02:42: Ich bin in Salzburg aufgewachsen mehr oder weniger in den Bergen und einer meiner Schulkollegen, den ich gerade besucht habe, da war dann nur das Gespräch dass die Oma gestorben wäre und dass die zu Hause aufgebahnt worden ist.
00:02:57: Und ich war am Ende der Volksschule und hab sie nicht immer gesehen, nur gehört.
00:03:02: Dann ist mir so bewusst geworden, dass wir einfach vergänglich sind und das das Leben irgendwann aussehen wird.
00:03:08: Und habe dann wirklich in diesen jungen Jahren wirklich wochenlang über dieses Thema nachgedacht.
00:03:15: Warum leben wir?
00:03:17: Was soll ich jetzt tun?
00:03:18: Meine Eltern werden sterben!
00:03:19: Ich werde sterben... Also was ist überhaupt der Sinn an diesem Leben?
00:03:25: Wie können wir die gute Zeit nützen?
00:03:26: Und da warst du noch mal wie alt?
00:03:29: Ich weiß es nicht mehr genau.
00:03:30: Ich kann's nicht nachorientieren, aber das muss sagen wir mal mit neun gewesen sein und ich hab wirklich wochenlang drüber nachgedacht und bin dann auch nicht Fußballspielen gegangen oder so weil jetzt gehe ich in dieses Thema rein und denke das ein bisschen durch für mich Genau!
00:03:47: Und später dann... Gut, jetzt habe ich Medizin studiert.
00:03:55: der Tod oder die Vergänglichkeit auch augenscheinlich, weil es immer wieder geschieht.
00:04:00: Und war dann auch relativ erlüchtert darüber als junger Mediziner zu arbeiten mit den Methoden der chinesischen Medizin wo ich eh gute Lehre hatte und theoretisch gut ausgebildet war.
00:04:12: und trotzdem kann ich so häufig wirklich nicht helfen.
00:04:17: Nicht nur dass die Geilensteine nicht weggehen, die wir die Patienten haben sondern noch das der Lungenkrebs halt Irgendwann manchmal gewinnt und die Menschen verstärben.
00:04:24: Und das ist schon hart, als Mediziner damit umzugehen.
00:04:29: Da bin ich mehr in Richtung Tibetische Medizin gegangen, wo die Antworten auf viele von diesen Fragen haben.
00:04:35: In der Zwischenzeit ist er tot.
00:04:37: Also gar nicht so, dass ich gerne darüber ... also natürlich redig drüber, aber darüber nachzudenken und zu reflektieren... Das ist wirklich schon fast eine Quelle von ganz vielen wichtigen Dingen für mich.
00:04:49: Also der Tod mir so als Sparring-Partner, als Mentor, als Motivation oder auch als Gegenpol um den Moment zu genießen und dankbar sein und all diese Dinge.
00:05:04: also deswegen mag ich den Tod als Referenz.
00:05:10: Also spielt mehr oder weniger sieht sich durch in verschiedensten Ebenen immer wieder eine wesentliche Rolle in meiner Denke vor allem.
00:05:20: Vielen Dank, Totalsreferenz habe ich mir jetzt gemerkt.
00:05:24: ja!
00:05:24: Ich würde gerne noch einmal kurz zurückgehen jetzt nochmal in dieser Kindheit.
00:05:29: eben du sagst so war es jetzt circa neun Jahre alt und hast dich da einfach schon wirklich bewusst Zeit genommen um dieses Thema zu reflektieren.
00:05:39: wie war das für Dich?
00:05:40: Also War das für dich etwas Normales?
00:05:44: Schwer.
00:05:46: Wie hat sich das angefühlt?
00:05:47: Also gab es da auch dann so ein Ergebnis oder einen Zeitpunkt, wo du gesagt hast gut jetzt kann ich damit oder war das auch ein Kampf für dich?
00:05:58: Ein Kampf war gar nicht aber es war halt okay.
00:06:00: Da wurde mir bewusst dass ich halt endlich bin und dass ich da jetzt nicht unendlich lang leben würde.
00:06:08: Also es war nicht ein Kampf, aber es hat einfach Zeit gebraucht um für mich da durchzugehen und dann zum Schluss zu kommen.
00:06:14: Dass man halt die Zeit, die wir haben möglichst gut nützen sollten das war so ein bisschen das Ergebnis für mich was ich nicht erzählt habe dass ich noch... also ich hatte kein Nahtoderlebnis aber eine Vorahnung davon mal und das waren extrem Wohltouren des Erlebnisses weil in der Phase, wo ich da so ein bisschen über mir geschwebt bin.
00:06:40: Es mir halt fantastisch gut gegangen ist, körperlich und geistig.
00:06:43: also insofern habe ich wirklich null Kommo Null Angst vor dem Tod.
00:06:48: Entschuldigung
00:06:49: darf ich nur kurz nachfangen.
00:06:50: das war auch als Kind
00:06:51: dieses Erlebnis oder?
00:06:52: Das war später, das war mit während des Turnes.
00:06:55: es also das war zwei Jahrzehnte später Und ich hatte dann noch eine für mich lustige Erfahrung.
00:07:02: Ich bin jetzt ja im Miniskus jubriert worden, weil der Miniskuss ein bisschen eingerissen wurde und da habe ich eine volle Kose bekommen.
00:07:10: Und auf die war ich irgendwie schon ein bisschen neugierig, weil das halt ein neuer Bewusstseinszustand ist wenn man so möchte in der Kose.
00:07:19: Weil ich mag verschiedene Bewusstseinzustände.
00:07:23: Ich weiß nicht, ich kenne Trance-Zustände im Radfahren und beim Schwimmen und ich kenn den Schlaf und ich kenn die Meditation und verschiedene Phasen.
00:07:35: Aber die Vollnerkose war irgendwie anders, weil ich wirklich das Gefühl gehabt habe dass in der Narkose mein Bewusstsein irgendwie wirklich ausgeschaltet wird.
00:07:44: Also es war nicht so wie wenn ich meditieren würde und ich mache dieses Schiene, dieses stille Verweilen sehr gerne wo du eh nicht an Gedanken anhängst und dein Geist ruhig verweilt und im schlaf denkt man ja auch nicht immer aktiv oder Ich arbeite doch immer irgendwas und auch in Trance zuständen.
00:08:03: Also ich hab gedacht, dass mein Geist immer ein bisschen was tut... Und in dieser vollen Akkuse war ich wirklich wie wenn ich ausgeschaltet gewesen wäre.
00:08:12: Also es war wie wenn nicht existieren würde und als ich wieder aufgewacht bin, war das total schön!
00:08:18: Also ich ohne mich selber, das ist toll fein.
00:08:21: also das hat sich gut angefühlt und ich glaube nach dem Tod könnte das ähnlich sein.
00:08:28: Aber darf ich kurz, um es besser zu verstehen.
00:08:33: Diese Bewusstheit über diesen Zustand in der Vollnerkose ist er aber erst danach gekommen?
00:08:42: Diesmal nachher gekommen und da hat man natürlich noch... Ich weiß nicht welche Präparate mir der Anesthesist gegeben hat.
00:08:48: Es waren auf jeden Fall gute Präprate.
00:08:51: Aber es war nicht nur, dass ich irgendwie so sediert gewesen wäre und wie ein Immorphirm halt schmerzfrei.
00:08:58: Ich weiß wirklich nicht, was er mir gegeben hat.
00:09:00: Aber der Geist ist vollkommen klar gar nicht müde.
00:09:05: Und ich habe wirklich keine Erinnerung an die Zeit, in der Kruse war.
00:09:11: Ich kann mich noch erinnern, natürlich sagte er jetzt zehn bis zehn und das war interessant für mich.
00:09:21: gehe ich in Meditation?
00:09:23: oder wie soll es sich die Menschen, die mir nahestehen.
00:09:26: Also alles parallel so ungefähr und dann war ich aber schon weg und ich kam mich dann wirklich nicht dran nach hinten.
00:09:33: also da war wirklich... Da war ich irgendwie ausgeschaltet mein Kopf nicht wie es denken und das tut doch in weit sonst die ganze Zeit.
00:09:41: Ich finde man denkt dauernd als Mensch und wenn wir meditieren vielleicht denken wir mal drei Sekunden nicht oder fünf, ja aber selbst wenn man vierzehn Minuten in Ruhe sitzt also der Geist produziert dauernd irgendwas auch wenn wir nicht daran anhaften an die Gedanken.
00:09:56: Aber in dieser Kose war das irgendwie eine andere Geschichte und das habe ich als durchaus wohltuend und angenehm empfunden.
00:10:08: Und das ist quasi auch tatsächlich etwas wo du dir sagst so könntest du dir vorstellen?
00:10:14: der Tod sein.
00:10:15: Das weiß
00:10:15: ich natürlich nicht, aber ein bisschen würde ich genauso im Bild habe ich zur Zeit.
00:10:21: Und wäre das auch die Antwort wenn ich dich frage was ist der Tod für dich?
00:10:27: Ja da habe ich in Wahrheit gar keine gar keine Antwort darüber.
00:10:33: also der Tod ist schon wie gesagt vor Referenz und Motivation.
00:10:38: Also schon fast ein Freund weil ohne dem Tod würden wir ja Also die Debatte sagen, wenn wir auf die Welt kommen.
00:10:47: Ich habe es sehr mit der tibetischen Medizin, weil sie einfach durch den Buddhismus ganz viele Antworten hat auf Fragen nicht relevant finde und die Debater gehen davon aus, wenn ihr auf die welt kommen und Glück haben werden wir alt sonst wird man pechert, wird man gar nicht alt, man wird krank und man stirbt.
00:11:04: also sozusagen das ist nicht zu trennen von uns um drüber nachzudenken macht schon Sinn.
00:11:14: Konsequenz ist es dann halt mit Gefühl, mit anderen Lebewesen zu entwickeln weil es eh uns allen so geht.
00:11:21: Also ich finde den Tod noch immer sozusagen einen sparing Partner gedanklich hochgradig.
00:11:27: Es ist schon fast schön dass es ihn gibt.
00:11:31: was nachher ist mache ich mir gar nicht zu viele Gedanken.
00:11:36: Denken wir aber das wird gut werden.
00:11:40: Du sprichst ja auch sehr positiv und hast doch vorhin explizit gesagt, eine Angst vor dem Tod.
00:11:46: Hast du nicht oder kennst du nicht?
00:11:48: Ich weiß nicht, ob es früher mal anders war... ...auch
00:11:52: nicht!
00:11:53: Eigentlich nicht, ja.
00:11:54: Das eine ist so ein... Tod und dann dieses Tod sein.
00:11:58: Und aber dieser Prozess des Loslassen, also wie ist das für dich?
00:12:02: Angst versetzt dieses... Dann ich weiß nicht ob du Kinder hast oder andere Menschen die dir wichtig sind und was halt sonst hier alles so los ist.
00:12:11: Das ist ja da nochmal
00:12:12: weg.
00:12:14: Genau.
00:12:14: Ich habe eine Frau, ich habe eine Tochter, die mir natürlich hochgradig nahesteht, genau deswegen.
00:12:19: Also wenn ich jetzt sterben müsste, müsste das Wort wäre ich hochgradiger unglücklich Erstens wegen, also den Menschen immer nahestehen.
00:12:29: Und zweitens weil ich das Gefühl habe, ich bin noch nicht durch... Also es gibt noch viel zu viele Dinge die ich erfahren möchte.
00:12:37: Es gibt auch viel zuviele Dinge, die ich irgendwie erleben und tun möchte.
00:12:41: Ich bin noch gar nicht bei dem Punkt aber ich hoffe ich komme da mal hin.
00:12:45: Zwei Damen in meiner Verwandtschaft oder Freundeskreis waren über neunzig und beide Damen sind mir nachgestanden.
00:12:54: ein halbes Jahr ungefähr bevor sie gestorben sind, haben sie gesagt Florian ich bin durch ist es gut und die Sinne beider auch sehr friedlich entschlafen.
00:13:05: Und das würde ich mir ein bisschen wünschen wenn ich es mehr für mich wünscht könnte.
00:13:09: da bin ich noch nicht.
00:13:10: also wenn ich jetzt... Also es wäre noch zu früh für mich subjektiv.
00:13:15: Ich bin jetzt sein fünfzig und da würde ich noch kämpfen.
00:13:21: Wenn ich jetzt eine tödliche Diagnose bekommen würde, würde es mir nicht leicht fallen.
00:13:27: Aber
00:13:27: trotzdem hast du keine Angst davor, dass das passiert?
00:13:29: Nein, weil das andere ist... Das andere ist, dass ich schon fast neugierig bin wie das da in sein wird.
00:13:36: Weil das ja doch eine extreme Grenzerfahrung ist und ich finde Grenzerfahrungen immer interessant Und im... Ich glaube, du bist dem theoretischen Buddhismus eher ein bisschen nahe Aber wir machen ja oft in der Meditation so verschiedene Phasen durch, wo man sich disolisiert als auch immer und dann löst man sich wieder auf.
00:13:59: Also eigentlich macht man diesen Auflösungs-Sterbeprozess regelmäßig in der meditation.
00:14:06: also ich will nicht sagen dass ich das tausende Mal gemacht habe aber hunderte Male locker.
00:14:10: Ich habe mich da hintrainiert, ungefähr.
00:14:15: Und bin dann schon fast ein bisschen neugierig, wie es dann sein wird.
00:14:19: und das ist wieder ein Themensprung.
00:14:21: aber es gibt so eine Weisheitsforscherin die Frau Prof.
00:14:25: Glück heißt.
00:14:25: sie glaube ich, Kärnten und die definiert weise Menschen als Menschen.
00:14:31: also gibt's fünf Punkte dabei.
00:14:32: einer ist Unkontrollierbarkeit auszuhalten, also Situationen die man nicht gewohnt ist.
00:14:45: Deswegen begebe ich mich manchmal schon fast absichtlich in Situationen, die halt neu sind.
00:14:50: Um zu schauen wie geht es dir damit?
00:14:54: Und der Tod wird auch so eine Situation sein.
00:14:56: also ich bin durchaus neugierig wie das dann sein wird.
00:15:05: Das heißt obwohl du einerseits sagst Ich bin noch nicht soweit und andererseits auch alle Krankheiten in Allienausfrägungen sehr gut kennst kommst du quasi für dich zum Ergebnis Unkontrollierbarkeit aushalten und nicht, oh Gott ich bin noch nicht so weit aber ich weiß es könnte das und dass alles passieren obwohl ich erst zweiundfünfzig bin kann ja trotzdem.
00:15:29: Aber das macht mit dir nicht, das zieht dich nicht in die Angst hinein sondern...
00:15:33: Nein gar nicht!
00:15:34: Es zieht mich eher in die komplette Dankbarkeit.
00:15:38: also jetzt steigts zb gerade Wie schön ist das?
00:15:45: Es gibt so viele Dinge, die man so so schön wahrnehmen kann.
00:15:49: Also egal ob man jetzt in Glaswasser nimmt oder wenn ich in den Römertherme reingehe und ich liebe Chlorwas und dann riecht es nach Chlorwass oder... Ich war gerade in der Ramsleil-Nordindien wegen meiner Übersetzung und bin da im Waldrad gefahren.
00:16:01: Und da war ... Kann ich fast erzählen, ich bin da ... Im Waldrat gefahren.
00:16:08: und dann kam ein älterer Herr, der wirklich Also finanziell hochgradig arm war und da ist er gegangen mit einem Sacker.
00:16:17: Und da war irgendwie eine alte Hütte, unter der Plane der Hütthe hat einen Polster versteckt gehabt und dann hatte diesen Polster rausgenommen und sich auf eine Lichtung gesetzt.
00:16:28: und dann war noch so ein streunender Hund.
00:16:31: In der rechten Hand hat er dann irgendwie gelöffelt oder es zum Essen mitgehabt hat.
00:16:34: Die linke Hand hat da runtergestreckt gehabt und den Hund gestreichelt, und ins Tal geschaut.
00:16:39: Es war ein Moment der totalen Glücksseeligkeit einfacher für den Herr.
00:16:43: Und ich habe ihn beobachtet und bin auch gleich glückselig geworden.
00:16:48: Solche Momente hat man glaube ich schon auch wegen des Todes weil wenn das unendlich wäre und wir kein Ende in Sicht hätten dann würden wir das wahrscheinlich nicht so... Oder ich würde das nicht zu intensiv wahrnehmen können.
00:17:04: Und noch bin ich halt im Sammeln dieser Momente ein bisschen und bis dann genug gesammelt wurde, so ungefähr?
00:17:16: Gehst du davon aus dass jeder Mensch also wenn er nicht irgendwie verfrüht jetzt mit irgendeiner blöden Krankheit konfrontiert wird aber jeder Mensch der quasi alt wird, alt werden kann das der irgendwann diesen Zeitpunkt hat, also dass das alle Menschen wenn sie genug Zeit hätten dahin kommen könnten.
00:17:38: Also wenn Sie nicht sagen wir werden können wo man dann sagt so und jetzt ist gut oder was glaubst du anders gefragt?
00:17:46: Ist der Unterschied zwischen diesen Damen von denen Du erzählt hast dieses Erlebnis hatten also die das für sich gefühlt haben und anderen Menschen die vielleicht gleich alt sind die aber extrem ängstlich sind und vielleicht gar nichts abschließen können?
00:18:05: Ich glaube, da gibt's wirklich ... Also fast würde ich es allen wünschen.
00:18:10: Dass es so wäre, dass es vielen so geht wie den zwei Eltern und Damen, die dann zu einem Punkt kommen, wo sie dann wirklich durch sind mit dem Leben und das nächste machen können.
00:18:20: Ich glaub, dass das Sterben unter Tod so individuell ist als das Leben.
00:18:25: Und da gibt´s auch verschiedene.
00:18:28: Phasen.
00:18:30: Das ist übrigens eine tolle interessante Frage, finde ich wie lang braucht das Sterbeprozess?
00:18:37: Also wann fängt da an?
00:18:38: Wann hört er auf?
00:18:40: Allein physisch der Stärbeprozess.
00:18:42: Geistige sind nochmal in einer anderen Geschichte.
00:18:44: aber das ist so multifaktoriell und jetzt natürlich auch schulmedizinisch wird es ja auch noch mal zusammen beeinflusst durch die verschiedenen Präparate, die man bekommen kann.
00:18:57: Also ob du jetzt ein Morpheln bekommst oder nicht macht glaube ich auch nochmal das mit dem Geist.
00:19:01: aber ich glaube dass da gibt es kein Ziel.
00:19:07: Ich glaube jeder darf so... also jeder dann recht zu sterben wird und wie das für ihn am besten ist.
00:19:16: Manche Menschen begleite ich schon, wenn sie Musbis und so weiter sind.
00:19:20: Aber ich sehe sie eher vorher, wenn Sie schwere Krankheitsbilder haben.
00:19:25: Wenn ich sie begleiten darf... Und da gibt es schon von bis eine Riesenpalette.
00:19:29: aber ...wenn die Menschen gute Ressourcen haben und gut gelebt haben dann gehen die häufig auch mit so wirklich hochgradig schweren Krankheitsbildung halt hervorragend um.
00:19:41: und das sind die Menschen nicht schon fast Verehre.
00:19:43: Das sind die menschenlich mit denen ich gerne Zeit verbringe, was wenn jemand kommt und nur mehr zwei drei Monate zu leben hat.
00:19:50: Und trotzdem in die Orde kommt und mal weiß er nicht den Raum wahrnimmt und mir zählt wie schön die Blumen sind und wirklich in einen Dialog geht und mich fragt wie es mir geht, was er ja wirklich nicht mehr müsste weil es geht um ihn und wirklich interessiert ist?
00:20:09: das ist halt Unendlich schön solche Menschen.
00:20:12: Ich habe ein paar Menschen, die wirklich schwere Krankheitsbild haben und manche gehen mit einem derartigen Schönheit damit um.
00:20:21: Die werden wahrscheinlich nämlich auch immer gut sterben mehr.
00:20:24: Und wenn du voll die ganze Zeit kämpfst und unzufrieden bist dann kann der Tod auch gibt natürlich immer die Möglichkeit das sich ändert.
00:20:34: aber es gibt diesen Spruch dass man so stirbt wie man gelebt hat.
00:20:40: Das muss natürlich auch nicht immer sein, aber das wird schon häufig zutreffen.
00:20:47: Ich habe einen Bekannten der hat das Leben immer voll gelebt und sich reingeschmissen.
00:20:54: Der war dann wirklich in Afghanistan mit Motorrad und ist gegen ein Lastwagen gefahren.
00:20:57: Also das war ein Tod, der zu ihm gepasst hatte bis zum letzten Moment sozusagen intensiv gelebt.
00:21:05: Es war jetzt keine Überraschung so ungefähr dass er es so gemacht hat.
00:21:09: Nein, ich glaube es ist total individuell.
00:21:11: Aber ich glaube man kann sich vorbereiten indem man halt wirklich sich auseinandersetzt mit ein paar wesentlichen Fragen.
00:21:20: Und diese sind oder wie schaut bei dir dieser Vorbereitung aus?
00:21:25: Ja also
00:21:27: ich
00:21:28: denke wirklich viel nach über die Vergänglichkeit und über alt werden, krank werden und was Gesundheit und Krankheit ist.
00:21:35: Es gibt diesen Spruch den ich in das Buch auch angegeben habe von Thomas von der Quink gesunden, das ist kein Zustand sondern eine Geisteshaltung.
00:21:43: Also auch ich finde dass da wo der Körper sowieso vergänglich ist kann der Geist doch relativ lange also brillantes sein ja?
00:21:55: Also wie immer man mit uns nennst sozusagen Christendom anders als Buddhismus aber den Geist wirklich in einem schönen Zustand zu halten wenn man nicht pechert und dement oder ähnliches wird Das würde ich schon als ... das kann schon gelingen.
00:22:15: Ich
00:22:16: wollte jetzt noch mal, weil du hast vorhin eben diese Frage aufgeworfen, wenn es ist auch sicher eine sehr komplexe Frage wie lang dauert der Sterbhofrusses?
00:22:24: Jetzt
00:22:25: möchte ich dich natürlich stellen aus deiner Sicht.
00:22:29: Danke, dass du so aufgegriffen hast!
00:22:31: Ich habe überhaupt keine Antwort.
00:22:32: mit Eva Katharina Maasl durfte ich einen Podcast halten.
00:22:39: Ich schätze die Serie.
00:22:40: Die ist die Leiter der Palativstationen im AKH, Uni-Professorein, stellvertretende Ärztliche Direktorin des AKHs.
00:22:51: Hat ein Buch geschrieben und während das Podcast habe ich sieben gefragt, wann das Sterberwurzelt anfangen würde?
00:22:59: Und ich glaube es hat gesagt zum Zeitpunkt der Geburt.
00:23:03: Das ist irgendwie wahrscheinlich richtig!
00:23:06: Weil in Tibetischen Medizin so auch den Text in die Übersetze gibt es ein eigenes Kapitel über Todeszeichen, also Vorzeichen wie sich das ankündigt und wie sich die fünf Elemente auflösen.
00:23:19: Das ist extrem detailliert.
00:23:21: Also die spätischen Medizin gibt's fünf Elementen und lösen sich halt einer nach dem anderen auch Und das auch interessant, da könnte man noch ein Rektor reden ist.
00:23:30: Die vierte Statem ist dort wo wir schulmedizinisch den Tod feststellen würden weil im Krankenhaus schreiben wir dann zu einer Nullinien EKG also wir machen ja nicht viele.
00:23:40: Also atmet er doch geht das Herz nach und dann okay irgendwann ist es aus und dann sagen wieder Patienten verstorben.
00:23:47: für die Diabetes würde dann noch ein Prozess fehlen nämlich dass die Diabete nennen das Bewusstsein Sam die sage ich zähle sondern bewusst sein Das Bewusstsein sollte den Körper noch verlassen.
00:23:58: Und das ist dann der Zeitpunkt des wirklichen Todes und es kann verschniegen schnell gehen, dass das Bewusstseinskörper verlässt.
00:24:05: aber wie schnell sich diese fünf Elemente auflösen da gibt es in dem Text auch keine Antwort.
00:24:12: oder natürlich sind Unterschiede.
00:24:13: ob ich jetzt mit dem Radfahrt vom Nastwagen überfahren werde Dann sterbe ich natürlich plötzlich während wenn ich an das natürlichen Todesterbe Katzinom verstärben, dann gehe ich diese Phase natürlich schon irgendwie ... Ich sage in aller Gemütlichkeit durch.
00:24:30: Aber dann gehe die durch und es dauert wahrscheinlich Wochen bis Monate.
00:24:35: Ich habe einmal erlebt dass ein Arzt des Dalenama zum Dalenamer ging und gefragt hat welche Medizinsübungen machen sollte weil er das Gefühl hätte zu sterben.
00:24:44: Und das war dann wirklich eineinhalb Jahre vor seinem Tod schon.
00:24:48: aber das war klar dass er in dem Prozess jetzt eintritt und hat dann wirklich gewisse Mann drin bekommen, Medizinsübungen um sich auf den Sterberprozess vorzuweiten.
00:24:57: Und das waren eineinhalb Jahre.
00:24:59: aber trotzdem war es ein Punkt, in dem die Tibetern festgestellt hätten.
00:25:05: Was macht aus deren Sicht diese Vorbereitung?
00:25:09: Auf was bereite ich mich vor?
00:25:12: Um loszulassen oder um diese Zeit bis dahin noch bei besserer Gesundheit zu sein...
00:25:18: Bei den Tibetern geht's darum dass du die Natur deines Geistes sozusagen bewusst wird.
00:25:25: Insofern kümmern die sich zwar schon herum den Körper, weil der Körper heißt auf tibetisch Milieu Rinpoche die Kostbarkeit des Juwel, des menschlichen Körpers.
00:25:35: Weil der Körper natürlich das Vehikel für den Geist ist und wenn der Körper nicht da ist dann ist es für den geist schwierig.
00:25:41: insofern macht es Sinn dass wir halt unsere richtigen Sachen zu uns nehmen und uns bewegen also den Körper auch richtig um den Geiste eine Heimat zu geben.
00:25:51: aber irgendwann verfehlt der Körper und dann hast du nicht mehr die Möglichkeit an deinem Geist zu arbeiten.
00:25:59: Aber was sie dann machen ist, sich sehr auf den Geist konzentrieren unterhalb möglicher Hindernissem-Geist zu beseitigen.
00:26:09: Und das ist wieder individuell, weil da schauen Sie Video... Das ist fast wie Medizin bevor Du als Mediziner eine Therapie gibst solltest du eine Diagnose machen und die Medizin dann im Idealfall individuell anpassen.
00:26:21: Und so ist es bei den Tibetern mit den Motivationsübungen auch, also wenn du hundert Menschen hast gibt's hundert Formen der Praxis weil die Menschen überall oder jeweils woanders stehen.
00:26:32: natürlich gibt Sachen wie Achtsamkeit oder so.
00:26:34: die gibt Dinge für viele Menschen.
00:26:37: Mut passen aber auch spirituelle Praxis könnte im Idealfall angepasst werden.
00:26:45: Es gibt einen Punkt, den ich interessant finde.
00:26:48: Den hab' ich auch ein bisschen von der Professor Maasl gehört.
00:26:52: zum ersten Mal die sagen ist... Wie heißt dieser Spruch?
00:26:57: Wir
00:26:57: sterben nicht weil wir nicht essen sondern wir essen nicht... Meint!
00:27:05: Genau, wir sterben jetzt nicht, weil wir nichts essen Sondern wir essen nichts Weil wir sterb'n.
00:27:09: So ist der Sprucher Und ich find das so an einem interessanten Punkt, weil irgendwann Also zur Zeit, wir sind beide jung.
00:27:15: Wir sind beide fit.
00:27:16: Wenn wir was essen dann geht das in unser System rein und wir bauen Muskeln auch oder immer.
00:27:20: Das hält unser System aufrecht.
00:27:22: Irgendwann kommt deinem Punkt wo du jetzt deinen Haferbrei essen kannst und deine Kräuter bekommen kannst?
00:27:30: Oder als Schulmediziner Infusion an den Patienten gibts?
00:27:33: Und es trägt das System nicht mehr!
00:27:34: Es bringt einfach nichts mehr.
00:27:36: also dass der Sterbaputz schon weit fortgeschritten ist.
00:27:40: Aber das ist irgendwie, das ist ein markanter Punkt in unserem Leben.
00:27:43: Weil bis dahin machst du noch was Konstruktives und es macht Sinn.
00:27:47: Es macht total Sinn sozusagen sein Zübchen zu kochen damit wir den aufrecht halten und irgendwann irgendwann der Körper schon so sozusagen in den letzten Phasen dass das nichts mehr bringt.
00:27:57: Und das findet unten natürlich als Angehörige bemührend, denn trotzdem ja für die Oma jetzt bitte doch ist doch noch mal trellöffel und bringt gar nichts mehr.
00:28:05: Weil der Körper schon eine ganz andere... Also ich finde das eine wichtige Info irgendwie auch in der Betreuung von Menschen, die halt da diese letzten Schritte gehen, dass man okay, der Körper konzentriert sich auf anderen Dinge und wir müssen ihn nicht mehr von außen füttern es bringt einfach nichts
00:28:21: mehr.".
00:28:24: Und das Ende des Sterbeprozesses?
00:28:28: Wo...?
00:28:29: Kann das liegen?
00:28:31: Im Bezug auch vorauf.
00:28:33: Na ja, es war jetzt also der Anfang... Also wie
00:28:34: langs da aus?
00:28:35: Ja genau!
00:28:35: Das war jetzt quasi mehr über den Anfang gesprochen.
00:28:38: und jetzt frage ich mich, wie lange dauert's?
00:28:40: Weil in der Schulmedizin ist das ja auch relativ einfach.
00:28:43: Jetzt ist man tot und damit ist es aus.
00:28:45: aber da gibt es ja auch...
00:28:47: Da gibt es verschiedene Dinge und deswegen auch damals in Salzburg zum Beginn unseres Gesprächs zurück die haben ja früher auch die Verstorbenen irgendwie drei Tage noch zu Hause auf ... gebahrt, vielleicht auch um sozusagen dem Bewusstsein der Seele noch irgendwie Platz zu geben und dann halt das Fenster aufgemacht damit sie rausgehen kann all diese Dinge.
00:29:07: Bei den Tebetern geht man davon aus, dass kann schon eine Zeit lang dauern... Und dann gibt es diese Spezialgeschichte Tuktampraxis.
00:29:17: Dann erzähl ich kurz drüber, weil das ist irgendwie ne interessante Geschichte.
00:29:22: Das ist eine Praxis, die man machen kann im tibetischen Bodismus um den Geist stabil zu halten während des Todesprozesses und die gehen davon aus.
00:29:32: Und das ist natürlich... Die Frage ist ob das überhaupt Sinn macht oder notwendig ist.
00:29:36: aber das geschieht halt immer wieder.
00:29:41: Man geht als praktizierende bewusst durch den Sterbeprozess durch Schulmedizinisch der Tod eingetroffen ist.
00:29:51: Also das Herz schlägt nicht mehr, die Lunge geht nicht mehr.
00:29:54: Du hast EG, Nullinien-EG.
00:29:59: können manche Praktizierende das Bewusstsein noch im Körper bewahren mit dem Ergebnis dass sie sitzen meistens aufrecht, dass die auch jetzt sitzen bleiben und nicht zu Verwesen anfangen keine leichen Starre bekommen, keine toten Flecken.
00:30:17: also die bleiben wirklich in dieser Position, bis halt dann irgendwann das Bewusstsein im Körper verlässt und es kann mehrere Tage bis zu wenige Wochen sogar dauern.
00:30:33: Ist das notwendig?
00:30:34: Glaube ich nicht!
00:30:36: Aber es zeigt halt für die Beta was alles möglich ist wenn man praktiziert.
00:30:42: Und ich erzähle auch deswegen ein bisschen weil jetzt gibt's so eine Tuktammforschung wirklich wissenschaftlich jetzt auch betrieben wird und eine wissenschaftliche Kollegin, ein Anthropologin die theoretisch mitziehen gemacht hat.
00:31:00: Darf das jetzt ein bisschen leiten?
00:31:02: Jetzt höre ich da immer so ein paar Geschichten und habe auch mal selber im Delic Hospital in der Ramsela und da war gerade... Das war im Juli also im Julius dort warm und feucht.
00:31:13: dann müsste man relativ schnell mal Geruchsveränderungen zu wahrnehmen, war ich am zwölften Tag dort und da war sozusagen der ist noch immer aufrecht gesessen.
00:31:24: Das ist irgendwie eindrucksvoll.
00:31:26: einfach um zu zeigen was das menschliche Bewusstsein machen kann auch wenn das jetzt weiß nicht was es sonst für Bewandnisse hat aber allein um zu zeigen was mögliches... Und die machen jetzt wirkliche Forschung darüber weil im Anfang war die Schwierigkeit dass Die Beta gehen davon aus, das Bewusstsein sollte im Idealfall oben den Körper verlassen.
00:31:50: Das ist so eine Geschichte.
00:31:51: aber wenn du den Körper irgendwo anders angreifst dann geht das bewusst in dorthin wo die Berührung stattfindet.
00:31:56: jetzt solltest du halt die Verstorben möglichst wenig anfassen.
00:32:00: und wenn aber diese Messungen gemacht werden weil natürlich willst du dann irgendwie Sauerstoffmessungen machen und EGI schreiben, EKG dann würde das sozusagen die praktizieren theoretisch stören.
00:32:10: können Die Kollegen, die die Forschung machen dann wirklich jahrelang schon durch Indien gereist.
00:32:19: Und da der Dame fossiert das um sozusagen bei den Lebenden schon Informationen zu geben und sozusagen vorzubreiten.
00:32:27: Am Anfang war es so dass halt irgendwo die praktizierende verstorben waren.
00:32:30: Und die Geräte nicht da waren und die Wissenschaftler und umgekehrt oder der Wissenschaftler war da.
00:32:34: Das war gerade niemanden, der Tuktam praktiziert hat.
00:32:38: aber jetzt sammeln sich doch sozusagen die Gefallzahlen.
00:32:43: Interessanterweise wird jetzt gerade dran geforscht, dass ich das Mikrobiom, also die Darmflora... Das ist mir glaube ich noch eine Arbeitssympathese.
00:32:52: Aber die Arbeitssypathese ist es, dass sie aufrecht bleibt bis zu dem Moment wo das Bewusstsein in den Körper verlassen würde.
00:32:59: und ich meine wie arg ist das eigentlich?
00:33:03: Wir bestehen ja immer... Also Ich Floran Ploverge besteht aus mehr Fremden Leberwesen als ich selber, also da sind ja ganz viele Mikroorganismen, Viren und Praktären.
00:33:13: Aber die Wissen scheinbar auch.
00:33:15: oder dass die Arbeitshypothese, wenn dann mein Bewusstsein den Körper verlässt, dann ändert sich das Mikrofon möglicherweise innerhalb Kurzzeit?
00:33:22: Und es ist schon, ich meine Spooky!
00:33:26: Und
00:33:26: wie sieht man das denn von außen, wenn das Bewusstseins den Körper verlassen hat?
00:33:31: Genau bei zwei Fällen haben sie dann wirklich noch mal so in dem Moment wo die Tibete gesagt hat jetzt hat das Bewusstsein im Körper, was es im EEG nochmal ausschläge gegeben.
00:33:43: Da waren in der Saison ein, zwei Wochen Lolli in den EEG und dann war noch mal einen Ausschlag, den du dir schulmedizinisch nicht erklären kannst.
00:33:53: Und ganz sichtbar im Körper, der sagt dann auch danach zusammen.
00:33:57: Der Körper fängt einfach an Verwesungsgeruch zu entwickeln und die Form wird anders.
00:34:02: Die Leichenflecken entwickeln sich und all diese Dinge.
00:34:06: Alles
00:34:06: erst danach?
00:34:08: Also sie bleiben wirklich ein oder zwei Wochen in der Position.
00:34:13: Du hast ja vorhin schon erzählt von dieser Situation in deiner Kindheit, wie die dir quasi so das erste Mal über den Tod gelehrt hat oder den Tod gezeigt hat, gab es noch andere ähnlich einprägsame Situationen in deinem Leben die ich da nochmal, ja, die dir Neues gezeigt haben.
00:34:38: Oder die vielleicht einen Umdenken mit sich gebracht haben was dieses Thema betrifft?
00:34:44: Also... Ich habe mich dann wirklich schon fast um das Thema bemüht.
00:34:49: Ich weiß nicht ob so einzelne Dinge waren aber ist es so viel geschehen.
00:34:54: Also ich habe mich dann wirklich auseinandergesetzt mit dem Thema, ich bin sowieso liebig.
00:34:59: Friedhöfe und es gibt schöne Friedhöfer.
00:35:03: also ich gehe gerne auf Friedhöfen und manche Fried Höfe sind auch vergänglich.
00:35:08: wie lustig ist das?
00:35:09: aber manche verfallen?
00:35:10: Auch die Vergänglichkeit ist vergänglicher.
00:35:13: Ich hab sogar an Rändern von Friedhofen übernachtet.
00:35:17: so Thurners Arzt hatte ich schon fast das Glück.
00:35:22: Ich war auf einer Akutgerei-Trie, wo ich manche ältere Menschen dann einfach bei uns auf der Station gestorben sind und in Nachtdiensten hat man ja manchmal Zeit und oft wollten die Kollegen da sich nicht kümmern und habe mich dann gerne stundenlang, nächtelang daneben gesetzt.
00:35:42: Da war eine Patientin wirklich ... Wir haben alle gedacht sie würde versterben Stunden lang gesessen und dann ist sie doch wieder zurückgekommen.
00:35:57: Und wir konnten sie dann wieder entlassen, und wir haben nie drüber gesprochen.
00:36:02: aber es hat so eine Verbindung hergestellt zwischen ihr und mir.
00:36:05: also das Sterben ist sowas Intimes.
00:36:14: Also es war... Beim Sterben ist man nackt einfach ja total und da finden so schöne Begegnungen statt.
00:36:21: Also das war damals mit der Patientin irgendwie ein Eindrucksholfe für mich.
00:36:26: Warum bist du sitzen geblieben?
00:36:29: Weil ich gedacht habe, dass es feines... Ich finde es auch interessant, mit welcher Geisteshaltung setzt du dich neben Sterbenden.
00:36:35: Wie kannst du sie wirklich gut begleiten?
00:36:38: Was kann man denn wirklich tun?
00:36:40: Aber einfach
00:36:41: dort... Das kannst du tun?
00:36:43: Wenig!
00:36:44: wenig aber den Raum aufrechterhalten, also wenn die sowieso... und das ist jedes mal anders.
00:36:49: Ich hatte zum Beispiel eine Situation des Chemischsprung, wir können wieder zurückkommen.
00:36:53: Eine befreunderte Patientin lag am Rennweg im Hospiz und mir war relativ klar, dass ihr nicht mehr lange leben würde.
00:37:00: uns hat mich auch gebeten, dass ich komme, also bin ich gekommen Und es war einsatzlustig weil sie wollte unbedingt nochmal ein... Also sie hat gegessen und sie wollte unbedingt einen Bio-Ei haben dort Und dann war ein halbes paar Höhe dort, bis die ärztliche Leiterin kam und hat dir dann ein Bio-Ei gebracht.
00:37:23: Und ich hatte halt ganz hohe Ziele nochmal so einen schönen Gespräch mit ihr führen.
00:37:26: aber es war eine Freundin für ihn dort und das war halt gar kein tiefsinniges Gespräch.
00:37:31: Das muss man auch aushalten als jemand der Sterbende begleitet, dass ist halt der Mensch, der gerade in diesen Prozess durchgeht, der braucht vielleicht ganz was anderes oder da steht... woanders, also dieses komplette zurücknehmende eigene Bedürfnisse.
00:37:47: Das war das was ich damals mit ihr gelernt habe.
00:37:50: Es ist gut wie es ist so ungefähr.
00:37:57: Vielleicht ist es das Aushalten oder den Raum aufrechterhalten oder einfach da sein?
00:38:03: Da gibt's diese... Die hat mich sehr berührt.
00:38:06: mit dem Franz Schmatz hab' ich einen Podcast aufgenommen.
00:38:10: Das is ein Theologe der in frühen Jahren eine Krebsdiagnose bekommen hat, hatte Theologie studiert und hat sich gedacht wenn er das überleben würde dann kümmerte sich um andere Menschen im Grenzsituationen.
00:38:25: Und war dann wirklich so einer der ersten die Sterbebegleitung gemacht hat und Husbids und so weiter aufgebaut hat in Österreich.
00:38:34: Das ist aber jetzt vor vierzig-fünfzig Jahren gewesen und er hat es dann wirklich gemacht im Krankenhaus.
00:38:40: Und eines Tages war dann ein Autounfall und jetzt weiß ich es nicht mehr genau, ob da zwei oder drei Kinder gewesen sind.
00:38:47: Aber ich glaube sogar drei.
00:38:48: Einer ist schon am Unfallort verstorben und die anderen zwei Kinder sind dann krank ausgekommen, gebracht worden dort verstorgen.
00:38:56: Dann wurden die Eltern verständigt von diesen Kindern und das war dann seine Aufgabe ... und dann kamen diese Eltern ins Krankenhaus.
00:39:08: Und ich meine, was tust du da her?
00:39:10: Was sollst du tun hier?
00:39:12: Und allein das... Das krieg ich gut Gänsehaut.
00:39:14: Allein das auszuhalten.
00:39:16: Alleine das aushalten!
00:39:18: Das ist schon viel.
00:39:21: Da muss man soviel Schmerz erfahren haben im Leben,... ...und so eine Tiefe haben, dass man das gut kann.
00:39:29: Mehr ist es manchmal gar nicht.
00:39:31: dir einfach nur sozusagen da sein.
00:39:34: Also da sind den Raum halten
00:39:37: SS-Aushalt?
00:39:38: Genau, ich finde als Arzt hat man ja auch immer die Frage so was wünscht man dem Patienten.
00:39:47: Da bin ich irgendwie für mich durch verschiedene Prozesse durchgegangen.
00:39:49: aber sozusagen das schönste Gebet ist wahrscheinlich noch immer Mögen das Beste passieren also ein Ergebnis offen Aber gar nicht jetzt zielgerichtet, nein Möge, also möglichst neutral Ist manchmal gar nicht so leicht, aber das glaube ich ist schon viel.
00:40:13: Und das passt ja auch wieder dazu zu diesem die eigenen Bedürfnisse dann da rausnehmen?
00:40:17: Sondern es geht jetzt...
00:40:19: glaube ich schon.
00:40:20: Das Beste
00:40:20: was auch immer
00:40:21: ist.
00:40:21: Genau
00:40:24: bei dir oder das glaube Ich höre ich jetzt heraus dass ja das Faktum der Endlichkeit deines Lebens und des Lebens sehr präsent auch in deinem Alltag ist.
00:40:36: Also das würde ich verstehen, dass du dir auch im Alltag dessen bewusst bist.
00:40:42: Denkst du... also du hast ja auch schon gesagt, dass es auch für dich etwas Positives hat, also dass das auch für Dich hilfreich ist?
00:40:52: Glaubst Du würde es uns oder macht uns das zu besseren Menschen uns als Menschen erleichtern, wenn wir diese Endlichkeit stärker im Bewusstsein hätten oder haben?
00:41:12: Also würde ich schon glauben.
00:41:16: Ja also erstens geht es uns eh allen gleich.
00:41:18: Wir werden alle mal dieses Leben verlassen.
00:41:23: Also sitzen da alle im gleichen Boot und dann ist es einfach schön die Zeit gut zu nutzen.
00:41:31: Ich will ja gar nicht so moralisch sein, aber der Zeit ist schon... also was können wir wirklich Gutes tun für uns?
00:41:39: Für andere Lebewesen.
00:41:41: Also ich finde da die Vergänglichkeit schon als Erinnerung eine gute Methode glaube ich schon weil auch gut.
00:41:52: jetzt bin ich zweiundfünfzig ein paar Jahrzehnte bleibe noch Aber das mache ich mit der Zeit.
00:41:59: Ich kann sie auch manchmal vergeuten und mir einen guten Krimi anschauen, was ich liebe.
00:42:02: Aber wie welche Spuren hinterlasse ich?
00:42:05: Welche Samen setze ich jetzt die später Früchte an?
00:42:08: Wie gehe ich mit Begegnungen um?
00:42:11: Das zieht sich ja dauernd durch.
00:42:12: Also wie geh' ich mit Erfahrungen ums?
00:42:16: Es gibt ja theoretisch gute und schlechte aber auch die Schlechten können manchmal gut sein.
00:42:20: und ungefähr dabei... Mit welchem Bewusstsein gehe ich doch den Tag?
00:42:28: doch nochmal hilft, hoffentlich ein paar gute Entscheidungen zu treffen.
00:42:35: Und angenommen hätte es eben nur noch eine sehr begrenzte Zeit?
00:42:39: Egal sagen wir diese sechs Monate, würdest du dann Dinge anders machen als du sie jetzt tust oder lebst du sowieso so?
00:42:50: Ich finde die Frage extrem schwierig zu beantworten weil ich ja nicht in der Situation bin.
00:42:57: Ich mein, vielleicht magst du auch noch über den assistierten Suizid reden dann.
00:43:03: Aber mit dem wie ich jetzt lebe... Also mit der Gesundheit die ich jetzt habe würde ich denken, dass sich so gut wie nichts ändern wollte weil ich bin so zufrieden!
00:43:17: Die Tätik halten dich tuerst durch Behandelter.
00:43:20: Zurzeit kann ich auch schwimmen gehen und raten, weil ich fit bin.
00:43:22: also ich hab da keine tiefen Sehnsüchter, die ich nicht gemacht hätte.
00:43:27: Gar nicht zum Glück ... wäre zum Glück insofern, wenn ich jetzt wüsste, ich hätte noch sechs Monate.
00:43:32: Es gibt nicht die Reise, die ich noch machen wollte oder den Menschen, denen ich noch anrufen wollte... ...oder die Speise, der ich noch essen wollte!
00:43:43: Aber ich glaube, wenn das dann betroffen wäre, kann man kognitiv nicht durchplanen.
00:43:51: Das ist wirklich nur hypothetisch.
00:43:53: und wenn es dann wäre, dass wäre so ein Schiff im Geist, da komme ich jetzt... gar nicht hin, hypothetisch glaube ich nicht.
00:44:01: Und du sagst es geben eben nicht dieses und jenes das du dann noch tun wollen würdest?
00:44:05: Ja klar.
00:44:06: Und das gibt's deswegen nicht weil du ohnehin so lebst dass wenn dir das quasi einfällt dann tust du es oder warum?
00:44:14: Ja genau also ich bin mit dem Leben der sich so führe.
00:44:22: Ich will kein anderes Leben führen, insofern brauche ich jetzt auch nichts zu sagen.
00:44:25: Jetzt dann plötzlich was ändern nur weil die Vergänglichkeit noch mehr anklopft.
00:44:29: also bin da sehr fein aber ich freue mich halt wenn es noch eine Zeit lang geht.
00:44:34: wirklich.
00:44:35: aber ich würde jetzt nicht keine Zereins mit Gliedschaften abändern oder einen Baum mehr pflanzen und ein Buch mehr schreiben oder... Also nein!
00:44:46: Aber wie gesagt, man kann das wirklich nicht Man kann das nicht ... Das ist wie Patientenverfügung.
00:44:52: Was schreibst du da rein?
00:44:53: Ich hab keine ... Genau aus dem Grund, weil ... Das is so komplex!
00:44:58: Weil der geht's ja auch nicht um mich sondern okay die Menschen, die immer nahestehen und was tut denen dann gut?
00:45:03: Und dass es eine dealt multifoktärelle Frage ... Dass ich ... Das zu planen für mich schon fast wieder nicht mögliches finde
00:45:11: ich.".
00:45:13: Du hast jetzt den assistierten Suizid angesprochen.
00:45:15: Bin natürlich neugierig geworden... Genau, und würde einfach gern dich dazu fragen was da dein Zugang ist.
00:45:25: Du hast ja auch dazu Podcastgespräche geführt schon?
00:45:29: Also es war interessant für mich weil natürlich ich bin wenn du so möchtest christlich domestiziert meine mutter evangelische Religionslehren Und ich habe einen buddhistischen Hintergrund.
00:45:42: in beiden Traditionen würdest du sozusagen töten nicht das Gute achten.
00:45:49: Und als da die Möglichkeit war, diesen Podcast anzugehen mit Dr.
00:45:56: Kanider, die ich schon von vorher zuvielerweise gekannt habe – das sind wir dann draufgekommen – bin ich da wirklich in dem Prozess für mich durchgegangen, ob ich dem Ganzen auch eine Plattform gebe oder nicht?
00:46:09: Vielleicht nur zur Erklärung für die, die sie nicht kennen, die Dr.
00:46:14: Ärztin, die eben diese assistierten Suizide durchführt.
00:46:18: Genau genau und sie war jetzt irgendwie in den Medien weil sie den Nicky Gladdauer halt begleitet hat und der hat das irgendwie in die Medien gebracht.
00:46:25: Und als dann dass die Möglichkeit war diesen Podcast zu machen bin ich da wirklich doch einiges durchgegangen.
00:46:31: und das spannende war das wirklich einige Menschen die mir nahestehen gesagt haben also haben wir empfohlen es nicht zu machen mit Gründen dich natürlich verstehen kann.
00:46:41: Also ich verstehe das Und wenn Menschen dir dann nahestehen und sagen, man soll was nicht machen.
00:46:50: Also das hat mich schon wirklich geschwächt.
00:46:53: oder okay jetzt könnte ich da wirklich sozusagen verkühlt werden oder Fieber kriegen weil klar, wenn du nicht genährt wirst von deinem Feld.
00:47:02: Okay jetzt aber was möchte ich wirklich?
00:47:05: Und also bin ich irgendwie für mich in die Stille gegangen.
00:47:10: Ich wollte nur noch kurz nachfragen, was waren denn die Gründe?
00:47:12: Weil du hast gemeint mit Gründen.
00:47:15: Da hat ja jeder andere.
00:47:15: Also da gibt es hier vorne... Da gibt's natürlich jetzt sozusagen als Katholik willst du nicht töten verstehe ich.
00:47:24: Als Palativmediziner hast du genug Alternativen versteh' ich auch.
00:47:29: Da kannst du am Schluss so viel Gutes tun das der Assistierte Suizid wirklich im Idealfall nicht notwendig sein sollte.
00:47:39: Als Vertreter der Behinderten, sozial ist es auch in Kanada jeder dreißigste Sterbende aufgrund von assistierten Suizid.
00:47:49: Ich meine das ist viel zuviel.
00:47:54: Also wann ihr dein Leben nicht mehr lebenswert und dann also weil du deine Steuer nicht mehr zahlen kannst?
00:47:59: Also was wird dann... Also jeder Dreißigster und der österreichische Gesetzestext ist relativ lax, also ich verstehe diese Argumente allerer.
00:48:11: Für mich war das so und bin für mich auch zu dem Schluss gekommen dass ich als Arzt nicht machen möchte, ich meine ich bin Medizin, ich könnte mich in die Richtung ausbilden und könnte Menschen begleiten.
00:48:25: damit, möchte ich nicht, bin ich zu einem Punkt relativ klar für mich gekommen wieder mit dem Wissen, das ich jetzt habe und mit dem körperlichen und geistigen Zustand den ich jetzt haben.
00:48:39: Es ist irgendwie nett, dass es draußen schneit zu diesem Thema im April.
00:48:44: Mit dem Wissens, was ich jetzt hab, würde ich das auch nicht in Anspruch nehmen als hätte ich ein schweres Krankheitsbild.
00:48:51: Würde ich es mit meinem jetzigen Wissen... nicht in Anspruch nehmen, weil ich eben viel zu neugierig bin.
00:48:58: Was geschieht auch in diesen extremen Situationen?
00:49:01: Was passiert auch wenn ich Schmerzen habe?
00:49:02: also was... Also ich würde schon neugirig glaube ich sein.
00:49:07: Ich würde da möglichst bei klarem Bewusstsein durchgehen wollen eigentlich und mir nicht dass die Zeit kürzen, obwohl der Assistete Suizid nicht unangenehm sein dürfte so wie ich das wahrgenommen hab.
00:49:24: aber Ich würde auch diese Erfahrungen mitnehmen wollen.
00:49:32: Also ich bin zu dem Punkt gekommen, dass ich es per se nicht aktiv und passiv machen wollte.
00:49:36: Es ist ein bisschen...ich mag keine Käse aber ich kann ja trotzdem über Käsen sprechen!
00:49:42: Und bei dem Punkt war ich dann und dann haben wir den Podcast gemacht.
00:49:47: und gut das wird jetzt jeder anders empfinden.
00:49:51: Aber ich habe es als schöner lebt, weil ... Ich hab ihr zugehört.
00:49:55: Sie hat mir zugehört!
00:49:57: Wir haben wirklich intensive Erfahrungen ausgetauscht.
00:50:01: Also das war ein offenes Gespräch.
00:50:02: Es war ein schönes Gespräch und ich war schon während des Gespräches nach einer Stunde.
00:50:07: Ich dachte wie schön... Ich rede gerade über Assistenten zu Süd.
00:50:11: Und ich fühle mich während dieses Gesprächs irgendwie wohl.
00:50:14: also es war gelungen.
00:50:16: Also es war schöner durchzugehen.
00:50:18: Es war für mich so ein Learning, weil eben am Anfang war ich so geschwächt und jetzt hab' ich sowas gefühlt und das war auch netterweise... Ich habe eh liebe Menschen um mich.
00:50:28: Die eine oder andere von denen die mir wirklich abgeraten haben, haben dann noch immer konstruktive Kritik zu dem Podcast geäußert was ja auch für diese Menschen sprichte.
00:50:38: aber das war schon.
00:50:39: wie lieb ist das?
00:50:40: Ja also sich wurde konkreter Weise und kann man immer machen gar nicht gedisst dafür.
00:50:48: Und ich wurde aber auch nicht zweckbenützt oder so, also es war gut und ich habe wieder was irgendwie selbst gelernt durch dem... Das ist ja sowieso glaube ich die Geschichte.
00:51:00: Menschen, die sich mit dem Tod auseinandersetzen und das fängt schon an bei Hebammen, die oft mit dem tot konfrontiert sind oder Menschen, der muss Piz arbeiten oder Intensivmediziner oder das sind schon Menschen, die ich so als weise Menschen betrachten wollte.
00:51:18: Ich glaube, dass man durch die Beschäftigung mit dem Tod viel lernen kann und das wird jetzt wahrscheinlich auch so gehen wenn du deine Podcaste machst.
00:51:26: Das sind interessante Gesprächsparte, die du dann haben wirst.
00:51:32: Da findet man eine Tiefe, weil sonst kannst du in dem Thema nicht ... Das hält man sonst nicht aus ja?
00:51:38: Was ist das dann, was du bei dem Gespräch ... Du hast gesagt, du hast wieder etwas über dich selbst gelernt.
00:51:42: Was war's denn in diesem
00:51:43: ... Für mich war es die Hauptgeschichte wirklich so zu sagen Ich bin in die Stille gegangen und habe gedacht, okay will ich den Podcast machen?
00:51:49: Und warum möchte ich ihn nicht machen?
00:51:52: Wie interessant dass es mich noch immer schwächt wenn Menschen nicht mehr nahestehen.
00:51:56: Und ich bin sozusagen erwachsen geworden.
00:51:59: Ich hab mir selbst das Geschenk gemacht, mein Entscheidungs-Selbsttreffen zu dürfen mit Zwei und Fünf und Zeig.
00:52:08: Punkt eins, ich finde das Thema interessant.
00:52:12: Punkt zwei, ich habe ... Ich find es schön auch mit Menschen zu sprechen, die eine andere Meinung haben und noch dazu die Kolleginnen... Das ist ja offensichtlich dass ich sie mag und sie mich also.
00:52:24: wir haben für meine gute Basis mir dann gehabt.
00:52:26: Es war also leicht über das Thema zu schreiben aber ich bin sozusagen Ich habe mir geschenkt, sozusagen in die eigene Kraft zu gehen nochmal über das Thema.
00:52:35: Also
00:52:35: es war eigentlich eine mutige Entscheidung?
00:52:37: Es waren
00:52:37: ja richtig mutigend!
00:52:38: Ich bin sozusagen zwei Zentimeter gewachsen und das ist schön.
00:52:41: also wenn man noch so, wenn man einfach wächst durchdurchdurch... Das war wie eine Herausforderung wo ich da durchgegangen bin und und und schön.
00:52:51: also es war wirklich in dem Bereich und ich bin eh dankbar dass ich den Podcast gemacht hab.
00:52:55: aber was war?
00:52:57: Es war schön, also gefällt mir das sagen kann.
00:53:00: Aber es war ... Ich weiß gar nicht... Also diese Vorgeschichte war schon so schön und das Gespräch war ja auch irgendwie, er hat über Geschichten erzählt.
00:53:09: Also es war schön.
00:53:12: Wenn du einen Wunsch an den Tod hättest, welcher Wunsch wäre das?
00:53:17: Moment!
00:53:20: Du merkst ich habe noch Nitro nachgedacht.
00:53:23: insofern gute Frage Und mir fällt jetzt auch gar nicht zu viel ein, was mir einfällt ist.
00:53:33: Ich hab gestern im Podcast gemacht mit einer Ärztin die so eine unendliche Stärke in sich hat, die sie aus dem Glauben hat und die habe ich gefragt wie sie gerne sterben wollte und dann hat sie gesagt das Sterben ist gar nicht das Problem des Lebens, es ist das Problem, das ist das viel schwierigere.
00:53:52: Also jetzt hier also weil ich einen Wunsch ans Leben hätte.
00:54:00: Aber ja, also bei der Frage...
00:54:02: Die haben wir vielleicht eh miteinander gedohnt.
00:54:05: Wir fallen die auf die guten Fragen und das ist eine gute Frage.
00:54:10: Fallen mir die Antworten häufig ein wenn ich nicht dran denke?
00:54:14: Ich werde heute noch schwimmen gehen und nach dem Schwimmen werde ich warm duschen.
00:54:20: Ich bin bekennender Warmtuscher und dann wird mir wahrscheinlich, wenn ich da in der Dusche stehe ohne dass sich an deine Frage gedacht habe Irgendwas Gutes kommen, also so.
00:54:31: Lassen wir das so offen?
00:54:32: Dann
00:54:32: lassen wir die Frage mal im Raum stehen und schauen wo sich
00:54:36: das kommt.
00:54:37: Aber danke für die Frage!
00:54:40: Dann habe ich noch eine andere Frage.
00:54:42: Gibt es etwas... Das ist jetzt vielleicht eigentlich eine ähnliche Frage fürs Leben.
00:54:49: Vielleicht bleibt sie auch im Raum steht, vielleicht will sie beantwortet werden.
00:54:54: Gibt es etwas, wenn du jetzt quasi so eine Sache hättest im Leben wo du sagen würdest und wenn ich das verändern könnte dann wär's vollkommen, vollkommen näher.
00:55:04: Dann wäre's gut.
00:55:06: Gibt's da etwas was dir einfällt fürs Leben?
00:55:10: oder vielleicht ist das eh die gleiche Frage?
00:55:12: Ja
00:55:12: aber natürlich könnte man da jetzt irgendwas sagen.
00:55:16: wie ich weiß nicht das Klima- und Ende der Kriege Aber Ich finde das Leben eh... Ich find's Leben richtig gut, wie es ist mit allen Facetten.
00:55:25: Mit den guten Dingen und den schlechten Dingen.
00:55:27: Weil ohne die schlechten Dinge will man die guten Dinge nicht wertschätzen... Also nein ich hab da in dem Leben gegenüber hochgradig dankbar.
00:55:44: Natürlich gibt's viele Menschen, denen ich Gutes wünsche
00:55:46: usw.,
00:55:47: aber das Leben ist schon ... Das Leben ist gut, was es ist finde ich ja wirklich!
00:55:54: Und wenn du mal nicht mehr bist, hast du so einen Wunsch oder eine Vorstellung woran man sich erinnern soll?
00:56:03: Wenn du nicht mehr ist.
00:56:04: Woran sich die Menschen an dich erinneren sollen oder ist dir das nicht wichtig?
00:56:10: Das war deine Frage in der Eitelkeit.
00:56:15: Auch
00:56:19: natürlich leben wir die nächsten ein zwei Generationen noch in den Begegnungen weiter an intensiven Momenten, die wir erlebt haben mit Menschen den wir begegnen dürfen.
00:56:33: Da freue ich mich schon darüber dass das irgendwie noch so weiter gehen wird.
00:56:37: Noch drüber habe ich ja eine Tochter aber alles ist vergänglich.
00:56:42: also in ein paar hundert Jahren existiere ich ja nicht mehr.
00:56:46: Also gar nicht.
00:56:48: Ist das auch gut?
00:56:49: Dann kommt anderes!
00:56:52: Insofern hab' ich da wenig Ambitionen über meinen Tod hinaus Nein.
00:57:03: Und dann sind Anto dran, so würde
00:57:07: ich das sehen.
00:57:10: Dann vielen Dank lieber Florian Bloberger für das Gespräch!
00:57:13: Danke für deine spannenden Antworten und für deine Zeit.
00:57:17: Es war mir eine Freude.
00:57:18: Dank dir und viel Freude weiterhin mit deinem wirklich schönen Projekt.
00:57:25: Liebe Grüße an alle Zuhörer!
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