#10 Martin Prein

Shownotes

Als ehemaliger LKW-Fahrer, Rauchfangkehrer, Rot-Kreuz-Sanitäter, dann 15 Jahre lang Bestatter und heutiger Psychologe und sogenannter Thanatologe bringt Martin Prein eine ganz einzigartige Kombination an Erfahrungen mit. Im Podcast sprechen wir über Angst, Grusel und dem Unheimlichen in Zusammenhang mit dem Leichnam, dem laut ihm "einzig sinnlich wahrnehmbaren Zeugnis des Todes". Martin erzählt außerdem von seinen Panikattacken, bei denen er tatsächlich dachte, sterben zu müssen - und welchen Umgang er damit gelernt hat, nämlich mit der Angst präsent sein. Dieses präsent sein und auch vollkommen sein - im Sinne von alles (also auch das Unangenehme) kommen lassen - übt er auch in Hinblick auf seine eigene Angst vor dem Tod - sowohl für sich selbst, als auch mit jenen Menschen, die seine Praxis als Psychologe aufsuchen. Mit dem Wort Strategie beim Umgang mit Angst vor dem Tod hadert er, und fragt sich, ob der Tod uns nicht vielmehr lehrt, dass wir eben keine Strategien dafür bzw. dagegen haben, sondern lernen müssen, dass wir oftmals einfach gar nichts tun können.

https://www.martinprein.at

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00:00:06: Herzlich willkommen zum Podcast Memento Moare, Gespräche über den

00:00:11: Tod

00:00:11: und das Leben davor.

00:00:13: Ich bin Caroline Kirschbaumer und ich spreche mit unterschiedlichen Menschen über den Tot, über das Sterben, über Vergänglichkeit – und damit natürlich auch übers

00:00:24: Leben!

00:00:26: Aber das einzigsehentlich wahre Zeugnis des Wirhaumes der Lechnerm ist für mich sehr spannend geworden.

00:00:31: und schon als Bestotter….

00:00:33: Und ich glaube, dass wir ganz viel Angst zum eigenen Tod in diesen toten Körper hinein provozieren.

00:00:37: und der tote Körper sagt uns ja diese Grenze dieses Nichtwissen, dieses radikale Nichtwissens.

00:00:44: Ich bin mir nicht sicher ob uns der Tod eigentlich nicht eher zeigt genau betrachtet das wir die Dinge eben nicht machen können und dass wir uns sozusagen dem ein Stück weit hingeben müssen was kommt oder was ist?

00:01:01: Herzlich willkommen

00:01:02: lieber Martin Breyn!

00:01:03: Hallo

00:01:04: Für die Zeit, danke dass ich heute hier sein kann bei Ihnen in Linz.

00:01:09: Sie haben einen recht interessanten beruflichen Lebenslauf.

00:01:14: Schregen vielleicht?

00:01:17: Was ich jetzt gelesen habe ist sie haben zuerst Rauchvonkehrer gelernt also sie haben als Rauchvankehrer gearbeitet.

00:01:24: sie waren dann Lkw und Busfahrer Und sind dann für fünfzehn Jahre, haben sie dann als Bestatter gearbeitet.

00:01:33: Sie haben nach diesen fünfzehnten Jahren als Bestattter mittels Studienberechtigungsprüfung noch Psychologie studiert und arbeiten jetzt selbstständig als Psychologe und sogenannte Thanatologe.

00:01:48: Ist das einmal das Wichtigste von Ihrem Lebenslauf oder möchten Sie da noch was hinzufügen?

00:01:54: Aber ich begann schon früher mit dem Thema.

00:01:57: Ich war vom siebzehnten Lebensjahr wie ein sehr engagierter Rokretzsanitäter und da ist schon losgegangen Und Psychologie habe ich neben der Bestattertätigkeit studiert.

00:02:06: Haben

00:02:07: Sie nebenbei?

00:02:08: Ja, genau.

00:02:08: Berufsbeleidigend.

00:02:10: So alt bin ich dann da noch nicht, dass sich das ausgeht.

00:02:12: Aber jetzt

00:02:14: haben die Studienberechtigung gemacht... Da war ja auch schon bestattert während der Studienberechigung Die Notfallpsychologie-Ausbildung und das ist vielleicht auch interessant.

00:02:29: Bei der Krisenhilfe über Österreich gearbeitet, wo Menschen die potenziell dramatischen Situationen erlebt haben, sie begleiten lassen können.

00:02:39: Das war halt ein klassischer Todesfall.

00:02:43: Genau so passt es ja.

00:02:45: Danke!

00:02:47: Vielleicht startet man ganz kurz zuerst noch mit diesem Begriff ... Tanatologe, vielleicht wollen Sie mal ganz kurz erklären für die Zuhörenden.

00:02:56: Ich denke viele werden diesen Begriff nicht kennen.

00:02:58: Was macht ein Tanataloge?

00:03:00: Was ist die Tanatologie?

00:03:03: Naja das gibt es an sich nicht.

00:03:04: Also den Begriff gibt es schon natürlich aber es gibt jetzt kein Leerstolfeld.

00:03:08: Die Logie sind immer die Wissenschaft von wars und so.

00:03:10: Und Tanatos griechischer Gott des Todes.

00:03:14: Die Tarnatologie kann man sagen ist die Wissenschaft vom Tod, von der Sterblichkeit und der Bestattung in ihren soziologischen und psychologischen Aspekten.

00:03:23: Das klingt sehr gescheit.

00:03:25: Ich erkläre es immer einfacher.

00:03:26: Die Tarmatologie beschäftigt sich mit der Frage wie leben wir mit dem Tod?

00:03:31: Und meine großen Schwerpunkte sind halt aufgrund der beruflichen Vergangenheit und all der Dinge, die ich jetzt mache in Form von Seminaren Der tote Körper, der Leichnam ist ein besonderes Moment dieses einzig sinnlich valenbare Zeugnis des Todes, das wir haben.

00:03:48: Alles was wir über den Tod reden oder denken oder glauben sind nur Vorstellungen und was der Tod ist wissen wir nicht genau da eigentlich gar nicht.

00:03:58: und aber das einzigsindliche valenbare Zeugniss, dass wir haben ist der Lechnam und der ist für mich sehr spannend geworden wo schon das bestotter.

00:04:08: Daher ist ein Thema von mir in meiner Seminare ja dieses Abschied nehmen, also Trauer psychologischer Natur.

00:04:13: Warum kann es so bedeutsam sein für manche Menschen sie vom Leichnamn und vom Totenkörper zu verabschieden?

00:04:21: Dann die ganze akute Trauer Und dann aber natürlich so ganz grundsätzlich die Frage wie leben wir Menschen mit dem Wissen dass wir tot sind werden?

00:04:31: Wie händeln wir das psychologisch seit jeher in unserer Psyche, in unseren Kulturen und Gesellschaften?

00:04:39: Wie werden wir fertig mit diesem Wissen?

00:04:42: Und ich stelle vielleicht an manches in Frage, was selbstverständlich auf der Herkunft zum Thema kommt.

00:04:48: Gern sagt man ja, ja, man sollte mir top beschäftigen

00:04:51: usw.,

00:04:51: aber wie geht es genau?

00:04:54: Wenn wir Graubass gesucht haben und eine Lebensversicherung abgeschlossen haben, darüber nachdenken, was ich mir möcht.

00:05:00: Und so weit ist es mit vierzig Jahren ... Also, wenn ich vierzig Jahre alt bin, habe ich mich dann in Top beschäftigt.

00:05:05: Ich kenne sie überhaupt nicht.

00:05:07: In Top beschäftigen und so fragen.

00:05:11: Starten wir gleich einmal mit Ihrer Definition von Tod?

00:05:16: Was ist der Tod für Sie?

00:05:17: Wie erklären Sie jemandem Tod?

00:05:22: Ja, ich würde sagen das, was man beobachten können.

00:05:24: Tod ist Das, was man beopern kann ist das Ende von Dauer.

00:05:32: Darum kennen wir sie vielleicht auch schon in... Vielleicht muss man sich dann gar nicht mit dem Tod beschäftigen, indem man sie mit dem Totkommen direkt beschäftigt, sondern mit den Dingen, die nicht von Dauern sind.

00:05:44: und wie erleben wir die?

00:05:46: Und wie gehen wir damit um, wann was nicht von dauer ist?

00:05:50: Als Sie sich entschieden haben bestattet zu werden Woher kam diese Entscheidung, oder was war das für ein Berufswunsch?

00:05:56: Oder war es ein Zufall.

00:05:58: Wie kam's dazu?

00:06:00: Das weiß ich nicht mehr ganz genau.

00:06:02: Also dieses Thema hat mich schon irgendwie anzogen durchs Rote Kreuz, Sanitäter und dann war bei der Krisenintervention auch, wie dies installiert worden ist in den Netzungen, als die kommen in Österreich in den Nezg.

00:06:15: Dann bin ich viel mit Bestatterinnen im Berührung gekommen Heute auch viel konkret mit dem Tod natürlich, als Sanitäterverkehrs- und Fallsoizidwiederbelebungsversuche, die erfolgreich bleiben usw.

00:06:28: Und ja das hatte einfach was macht an der Leichnahme.

00:06:32: dann wie geht es jetzt weiter?

00:06:35: Was passiert da faktisch jetzt mit dem Totenkörper?

00:06:37: ist er technisch?

00:06:39: Was passiert dort in diesen Tagen beim Bestottern?

00:06:43: aber schon eher so glaube ich gejuckt hat mich schon eh so das Was tut das mit an, warum man das tut?

00:06:53: Oder warum man sich auf die Säne lässt.

00:06:55: Also auch beruflich so mit gleich Schmerz der Angehörigen, deshalb mir glaube ich gejuckt.

00:07:05: Und was tut's mit an?

00:07:08: Was hat es

00:07:08: mit Ihnen getan?

00:07:11: Das habe ich wie das ausgesprochen, aber ich bin gewusst dass das jetzt vor allem befürchtet ist.

00:07:19: Ich glaube damals, als ich in der Bestattung angefangen habe.

00:07:22: Ich triefe jetzt dort leider so nirgends wie mich, die sich da beschäftigen und reflektieren, die nachdenken.

00:07:31: Aber das war nicht der Fall!

00:07:32: Die Kolleginnen und Kollegen machen den Job auch.

00:07:35: Das ist nicht schlimm, wie man heute einen Job macht oder wie er sonst beim Bilder arbeiten wird?

00:07:41: Das ist auch wichtig, der Schutzfunktion.

00:07:45: Das schützt da vor allem von Angstabhäern, sondern natürlich haben in jedem Beruf, wo es um Angst geht im Krankenhaus.

00:07:53: Und wir hat nicht immer bei denjenigen gezogen.

00:07:56: Also darum dann Studierter, ich wollte das verstehen, Psychologie und natürlich schon diese eigene Frage wahrscheinlich, die dieses Mal mit Öte erst bewusst waren ... dass es natürlich auch in mir so eine große Angst gibt und eine große offene Frage, wie soll man eigentlich Leben angesichts des Wissens?

00:08:17: Das war wahrscheinlich schon immer irgendwie da, weil jetzt damals vor den letzten Jahren nicht so benennen können.

00:08:24: Aber jetzt weiß ich, was mich hier hinzuungen hat, glaube ja.

00:08:26: Und das hatten natürlich auch biografische Gründe, warum er vielleicht auch eine größere Sensibilität oder Wunde hat, Fragen, wie gehen wir um mit Dingen die uns üblos machen oder was der Kontrollverlust oder die per se auch Angst bedeuten.

00:08:45: Das heißt das haben sie schon biografisch mitgebracht?

00:08:49: Ja ich glaube schon dass Menschen diese so mit diesen Themen beschäftigen wirklich eintauchen, dass da wahrscheinlich schon ein biographisches was gibt.

00:08:59: aber nicht weil wenn gesehen ob er tot war sondern dass man vielleicht in einem Klima heranwächst, das nicht sehr haltgebend war.

00:09:07: So kann man es vielleicht sagen.

00:09:10: Ist das Beinen?

00:09:12: Wesen so?

00:09:12: ja sicher.

00:09:13: Ich könnte jetzt zu der Frage irgendwie offizielle Podcastinterview-Geschichte erzählen.

00:09:19: oder habe ich so eine Inoffizielle, die mir gar nichts mehr beantworten kann, weil sie einfach auch zu komplex ist... Auch von mir selbst nicht letztendlich durchdrungen.

00:09:33: Weil sie selber ja fremd.

00:09:36: Vielleicht noch kurz eine wahrscheinlich einfache Frage als Bestatter, wie ist der Arbeitsalltag von Ihnen gewesen?

00:09:45: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:09:46: Wir haben so tausend Todesfälle im Jahr betreut und in unserem Unternehmen.

00:09:54: Gott sei Dank bin ich extrem froh, haben alle alles gemacht.

00:10:00: Da bin ich in der Nacht genauso zu dem Baumkreis gefahren, wo sich der zwanzigjährige von Zug geschmeißt und dann nächsten Tag oder so mit den Angehörigen da gesessen.

00:10:07: Und dann diese ganze organisatorische Geschichte unter die Trafe er mit ihnen gemacht.

00:10:16: Das ist natürlich super, weil man beide Dimensionen des Todes so hartnach hat also den Leichnaum diesen ... Körpergeburt, den Tod, wie ich schon gesagt habe.

00:10:25: Dieses intensiven Moment und dann natürlich auch diese ganze Akute drauf.

00:10:29: Das ist natürlich scherzsam.

00:10:34: Und dann war es, mein Chef sehr wichtig dass wir alles für die Leute da sind als was die Leute wohin wirklich macht und wir haben das auch sehr stark angeboten, dass sie die Leute vom offenen Sorgen nochmal verabschieden können wenn's das wo in Wurst wieder ausgeschaut hat Und da hat man natürlich auch vieles begleitet.

00:10:53: Man steht ja dann in solchen Situationen, wo man nichts lösen kann momentan.

00:11:00: Also eine Ummacht, die einmal durch nichts aus der Welt zu schaffen ist.

00:11:05: Das hast du in deinem Vorheimen und sonst ist der Beruf halt ... Also im Sinn von organisatorisches Zettel, Sterbüberghundetag, Magistratamtsatz da, Krankenhaus hier.

00:11:18: Man organisiert Blumenschmuck vor, aufbohrenden Halle herrichten, zusammenkehren, Kerzen richten ... Das ist nix schnackt.

00:11:27: Sie haben es eben schon angesprochen und das ist auch eines der Themen mit dem sie viel arbeiten als einfach so der Leichnam, der tote Körper.

00:11:35: oder sie haben irgendeinen ... Gutes Wording davorhin gehabt.

00:11:38: Das einzig sinnlich waren im Badezeugnis, das Doris ... Genau, das klingt der Schöner.

00:11:43: Lechmann ist ein Sparer in diesem Moment!

00:11:46: Ja da wollte ich Sie fragen... Sie haben ja auch Bücher geschrieben.

00:11:50: Ich habe eben auch eines von Ihren Büchern jetzt gelesen Dr.

00:11:54: Brein und der Tod glaube ich heißt es ganz einfach.

00:11:57: Da haben sie beschrieben...

00:12:00: Hoffentlich wissen sie's noch?

00:12:02: Hoffentlich wissen sie es noch genau.

00:12:03: aber dann erinnere ich sich daran Sie haben beschrieben, dass sie sogar manchmal als Bestatter selber einen kleinen Umweg gegangen sind um nicht durch den mit leblosen Körpern gefüllten Kühlraum gehen zu müssen obwohl dieser Weg deutlich kürzer gewesen wäre.

00:12:19: Das heißt das sogar als bestatter es so dieses Thema Krusel vor dem Leichnam gab wo man vielleicht dann glauben würde das ist Gewohnheit.

00:12:30: Aber das wollte ich Sie fragen.

00:12:31: Das heißt, man gewöhnt sich an das einfach nicht oder dass also das bleibt gruselig oder unangenehm auch wenn man täglich damit zu tun hat?

00:12:41: Bei mir war es schon so aber es war auch so phasenweise.

00:12:44: Ich kann viele Kolleginnen und Kollegen dann beobachten können und ich habe damals am Ende vom Studium das Doktorat mitgemacht und hab im Rahmen dieser Dissertation eine Forschungsarbeit gemacht Und habe da ganz viele so genannte Angehörige von Lächemberufen, eben Bestatterinnen und Bestatter Menschen die in der Pathologie arbeiten oder Gerichtsmedizin interviewt.

00:13:08: Und genau auch auf diese Frage hin.

00:13:11: Und damals war es spannend wird man dort hinfahren und sagen, ich bin der Psychologe und stelle ihn jetzt ein paar Fragen zu einem Beruf

00:13:19: usw.,

00:13:19: dann weiß er relativ genau was die Antworten hätten.

00:13:22: Aber als Kollege Ich bin einer von dir und ich schreibe Arbeit über unseren Beruf, sitze mir zusammen und lege da die Tiergerät hin und blade mal ein bisschen.

00:13:31: Und seit wann machst du das?

00:13:32: Und wie geht es dann so weit?

00:13:35: Da ist natürlich gleich ganz andere Dinge gekommen, wenn man so einer von ihm ist.

00:13:38: Und da haben wir den natürlich auch vieles anvertraut.

00:13:40: was sie hier erleben auch dass die Leute auch das kennen durchaus, dieses Unheimliche, dieses Grusel und ich mache jetzt ja hauptsächlich Tagesseminare mit Pflegekräften, Einsatzkräften.

00:13:50: Die kennen das auch zum guten Teil nicht alle aber manche um drei in der Nacht alleine ein Patient in den Kühlraum runterfahren ist ein anderes Gefühl beim Tag und so weiter.

00:13:59: Das muss man bedenken.

00:14:01: Und das war einfach ein total bemerkenswerter Umstand, den ich da beobachtet habe.

00:14:05: Zuerst bei mir selbst dann bei meinen Kolleginnen auch.

00:14:10: Für mich ist es verständlich, um das abzukürzen.

00:14:13: Mit diesem Leichner beschäftigen wir uns im Seminar einen halben Tag lang mit dieser Dimension des Totenkörpers und dem Unheimlichen.

00:14:20: Aber so als Quintessenz für mich ist klar, warum es diese Empfindungen gibt.

00:14:27: Es sind nur eine Deutung meinerseits, eine von vielen wahrscheinlich möglichen.

00:14:33: Ich glaube aber, dass wir in diesen Totenkörper auch ganz viel Angst vom eigenen Tod hineinproizieren.

00:14:41: Und proizieren heißt ja, ich kann es in mir nicht wahrnehmen.

00:14:45: In wie euer Akadema würden wir jetzt den Linz auf die Landstraße gehen ins Zentrum von Linz und die Leute befragen, ob sie Angst vorm Tod haben würden.

00:14:52: Fünf oder neunzehnt zum Gegangsvorm Tod.

00:14:54: Das ist da oben nicht mehr wurscht!

00:14:55: Wie ist dir das, wenn du nicht wurschst?

00:14:57: Aber es werden weit über genauso viele Prozent, wenn man so am Dreien danach die Aufbauchshalle stöhlt und dieses Kruseln empfinden wahrscheinlich.

00:15:06: Ich glaube, dass wir ganz viel Angst zum eigenen Tod in diesen Totenkörper hinein provozieren.

00:15:10: Und der tote Körper zeigt uns ja diese Grenze dieses Nichtwissen, dieses radikale Nichtwissens und unser Psychozirkt aber drüber sozusagen.

00:15:18: Es sind nicht nur die Empfindungen von unheimlich gruseln Grad sondern man leidet in einen Raumgängen, wo er verstorben liegt.

00:15:25: ist auch nicht so.

00:15:26: dieses Gefühl von einer Transzendentenerfahrung, ein besonderes Licht.

00:15:30: Dass es da drüber hinausgeht.

00:15:32: Aber das ist ambivalent!

00:15:34: Die Spannende ist, dass wir den Totenkörper stark ambivalente erleben.

00:15:38: Ruhe stille Frieden heilig geweiht, gehen uns um drei in der Nacht am drehen Nachmittag im Bad Fischard in die Aufbohrungshalle eine, wo der Sorg von ihrer verstorbener Nachbarin aufgebohrt drinsteht.

00:15:50: Wir werden ruhiger und leiser betreten einigen.

00:15:53: Man sagt ... Das ist das Gefühl der heiligen Scheue.

00:15:55: Es ist ja schon bemerkenswert, dass da nicht neutrale Ennegengänge an sich gehen.

00:15:59: Sie gehen nie wieder nach Hause im Garage, sondern es hat auch eine Wirkung.

00:16:02: Und wenn zum Dreien der Nacht ennegängen werden vielleicht gänzlich andere Empfindungen im Vordergrund stehen und... ...das ist ein großes Thema von mir geworden.

00:16:10: dann hier in der Auseinandersetzung was ist da los?

00:16:13: Und eine der Ursachen ist für mich natürlich auch dieses Thema Angst vom eigenen Tod.

00:16:19: Und da bin ich dann weitergekommen, natürlich ist das losgegangen mit okay wie leben wir überhaupt mit dem Wissen?

00:16:25: Wie händeln wir das psychologisch?

00:16:28: Wie kann es sein dass man sagt na na der Tod gehört zum Leben und so und so aber am Ende schatzt er doch bei den meisten nicht anders aus.

00:16:36: also wenn sie mit Palliativmedizininnen reden oder so Am Ende wird man doch sehr verletzlich, sehr ängstlich vielleicht auch und so weiter.

00:16:45: Ein sehr netter Palliativ-Orts der Öderautschau hat einmal gesagt, der Cheforzt von einer Deutschen Palliativeklinik die Angst vom Tod gehört vielleicht auch ganz normal dazu ein und ausatmen.

00:16:58: Und am Ende wird es dann doch ein bisschen anders.

00:17:03: Da habe ich mich heute dann hineintehatert und das Thema beschäftigt mich nicht auf und nie, aber wie stabilisieren uns wir dagegen ab?

00:17:10: Also gesellschaftlich, kulturell.

00:17:12: Wir müssen gesellschaftliche Kulturelle ständig ganz vieles aufrechterhalten um diese Ängste die es da durchaus in uns auch gibt diese Existenzängste zu stabilisieren.

00:17:20: das ist uns netter nicht bewusst.

00:17:22: bei Corona hat man das ein bisschen gesehen.

00:17:26: Es spricht etwas über unser Reihen wie Corona und stimmt davor als wer war's Bakterium oder was wo?

00:17:31: wie bei Corona?

00:17:32: jeder der es gerührt ist fix in drei Doktoren.

00:17:36: wir können nichts tun.

00:17:37: Dann würde innerhalb weniger Tage alles zusammenbrechen.

00:17:40: Es gibt keine Politik, keine Polizei, kein Justiz und nichts mehr.

00:17:43: Da würden Existenzängste in uns freibrechen, Ungehandenausmaßes.

00:17:48: Darum sind wir also leicht führ- und fairführbar.

00:17:50: was über Ängste.

00:17:52: Das war es Politik und Religion schon immer.

00:17:55: Also das ist nicht zur Anteutung wie tief und breit das Thema sitzt und wo uns dies bei genauer Betrachtung überall hin führt.

00:18:07: Unglaubliches Thema.

00:18:07: Ich weide über dieses Jugendnis für die jeden Tage, weil es kann jeden Moment das Kalenderspruch sein.

00:18:15: Das ist vielleicht auch noch.

00:18:16: dann natürlich die Tschuldigung.

00:18:18: Sehr interessant!

00:18:18: Mich interessiert jetzt auch Ihr persönlicher Umgang damit also was Sie ja auch schreiben in dem Buch dass sie quasi auch erlebt haben, dass Menschen oft überrascht waren.

00:18:32: Weil sie dann glauben Sie?

00:18:33: Weil sie sich so viel damit schon beschäftigt haben?

00:18:36: Haben da ja wahrscheinlich keine Angst mehr und sie schreiben aber sehr offen natürlich.

00:18:39: Sie haben eine Riesenangst davor.

00:18:42: Und da wollte ich jetzt mal noch nachfragen ist Ihre Angst eher die vor dem Sterben oder vor dem Tod beziehungsweise tot sein?

00:18:51: Naja... also es wäre schon nicht angenehm glaube ich.

00:18:57: Es ist schon dieses Tod sein.

00:19:00: Das glaube ich den meisten nicht.

00:19:02: Ich glaube, der meisten Menschen, die es ja leider nicht, wenn sie sagen, na na vom Tod habe ich Angst.

00:19:07: So tot!

00:19:08: Dass ich tot bin, wirst du mir wissen?

00:19:12: Und das glaube ich nicht ganz.

00:19:14: Dass uns das so burscht sein solltet.

00:19:16: Dieses ausgelöscht sein.

00:19:17: Dieses ganz radikale Nichtwissen.

00:19:19: Dieser ganz radikelle Kontrollverlust.

00:19:22: Das glaub ich nicht.

00:19:24: Weil, dass uns nicht wusst ist, sagen wir schon daran.

00:19:26: Achtz Prozent der Menschen auf der Welt glauben was, ne?

00:19:28: Das ist uns ein Nichtwurst.

00:19:29: Also... Und wann dann so jetzt weiterkenne.

00:19:32: Dieses, was ich erst gesagt habe am Anfang und wie sie gefragt haben, wie definitiv die Tod des Ende von da war, das kenne man ja gar nicht so leicht annehmen.

00:19:41: Irgendwas gibt's auch.

00:19:43: Auf Sie zurück,

00:19:44: d.h.,

00:19:44: ob Sie es das...

00:19:45: Wie mir ist das vielleicht, dass Sie es nicht wissen, dieser Kontrollverlust, dieses Nicht-Wissen, das sind wahrscheinlich zwei ... Das wollte ich jetzt auch fragen, inwiefern sich

00:20:04: ihre Angst verändert hat oder auch nach wie vor verändert.

00:20:10: Ihre Angst vor Tod?

00:20:21: nicht gibt.

00:20:24: Also ich glaube ja, dass dieser Auftrag oder diese Impetus oder diese Mähnung oder diese Rede besonders mit Topbeschäftigen – die bleiben sich doch gefälligst mit Top-Beschäftigen letztlich auch ein bisschen meint beschäftigt.

00:20:41: jedoch?

00:20:42: Dann ist es nicht so tragisch oder dann ist das jetzt so furchtbarer und schlimm?

00:20:46: Ich habe letztens tatsächlich von einem deutschen Journalist in der Zitat gelesen Wenn man sich dort beschäftigt, dann kennt man die Angst da gar.

00:20:52: Dann hat man diese große Angst nicht so notwendig und das heute für einen großen Niertum.

00:20:56: Wie wüsste denn mit was Beschäftigen, wo du keine Ahnung hast, was es ist?

00:20:59: Und wie es ist, nüsse!

00:21:00: Ich habe die Angst vor der Zahlenärztin verlieren, vor der Flugangst weil ich es halt durchschreiten kann.

00:21:06: aber das kann ich doch schreiten.

00:21:07: Ich kann nicht sagen, ich stürme, stürbe, treffe mir mal wenn du nicht so trage bist.

00:21:10: Aber kann's nicht

00:21:11: sein dass man einfach, wenn man sich gewisse Dinge mehr... vor Augen führt.

00:21:16: Und wenn ich dann aber hinschaue und mich damit beschäftige, hat mir das anschaut, dass es mir ein bisschen hilft im Umgang.

00:21:25: Sie schreiben auch mehr oder weniger, ihr Wörding genau.

00:21:30: Aber wenn wir uns mit dieser Angst davor auf irgendeine sinnvolle Weise beschäftigen – also die eingestehen und sie kennenlernen

00:21:38: wollen -,

00:21:40: dass wir dann möglicherweise sogar eine Strategie finden können wie wir davon profitieren können.

00:21:45: Da wollte ich jetzt wissen, wie sehen Sie es heute bzw.

00:21:49: haben Sie für sich eine solche Strategie gefunden?

00:21:54: wo Sie vielleicht diese Angst sogar irgendwie konstruktiv

00:21:58: für sich

00:21:59: nutzen

00:21:59: können?

00:22:00: Ja, da sind ein paar Sachen jetzt drin.

00:22:04: Sehr gefährlich würde ich aus meiner Perspektive sagen ist der Versuch eine Strategie zu finden.

00:22:09: also weil das hat was von machen können sozusagen und da bin ich mir eben nicht sicher.

00:22:15: Ich bin mir nicht sicher ob uns der Tod eigentlich nicht eher zeigt genau betrachtet dass wir die Dinge eben nicht machen können und dass wir uns sozusagen dem auch ein Stück weit hingeben müssen, was kommt.

00:22:29: Oder was ist er?

00:22:31: Weil alles andere, was Sie vorhin gesagt haben, leidschandern hin und beschäftigen sind, man hat es immer mit Vorstellungen zu tun.

00:22:37: Ein

00:22:38: guter Freund von mir ist Pfarrer – ich glaube an gar nichts!

00:22:40: Und wenn wir beide ehrlich zueinander sein, was wir oft sagen, dann müssen wir sagen, wir haben das Beide mit Vorstellung zu tun… eher weh, wir wissen nix.

00:22:48: Und Vorstellung machen wir uns deswegen den ganzen Tag sehr viel zu allem und jedem, weil sie uns gute Gefühle machen.

00:22:53: Punkt, mir ist es nicht eigentlich.

00:22:57: Aber das machen wir natürlich damals und so weiter.

00:22:59: aber dieser Tod könnte uns eigentlich zeigen wenn man ganz genau schauen aus meiner Sicht dass Vorstellungen vorstellungen sind das Gefühle-Gefühle sind Und dass es eigentlich nichts gibt dass er das was gerade gibt und man bereit sein muss sich darauf einzulassen was da kommt zu fühlen was da ist.

00:23:17: Die Strategie,

00:23:20: wenn man so will oder dieses Erlernen ist ja auch schon etwas was jemand

00:23:24: helfen könnte.

00:23:24: Ja schon aber ich weiß nicht ob man es so ganz scharf erlernen mag das was ich da gerade sag dass die Dinge nicht machen können.

00:23:33: Ich glaube so einverstanden sind mit dem Nähter also viele dieser sicher Hilfe hilfreichen und gescheitenen Dinge das da gibt am Markt zum Thema und wie man das angehen kann ist ja nicht blöd.

00:23:46: also das ist ja gescheit.

00:23:48: Aber man muss bedenken, dass Strategien sind wie Sie sagen und Vorstellungen sind.

00:23:51: Und Versuche ist auch nicht etwas in den Griff zu bekommen was sie nie in den griff bekommen werden Weil völlig irrelevant was sie nachdenken was ich dann wehrt oder mächt oder wie ich dann tue, weil sie wissen nicht immer wies sterben Lingen es auf einer Ballettifstation und können sich noch wohl begleitet von der medizin dazu verhalten.

00:24:06: Oder da stickern wir uns auf einen Bannensstreifen, weil ihnen ein drittem die lunge durchgestochen hat oder keine ahnung.

00:24:11: Wissen Sie also da fängt's ja schon an.

00:24:17: Meine Auseinandersetzungen die letzten Jahre, vielleicht auch nach dem Buch dann noch weiter sind immer mehr dahingang zu schauen.

00:24:24: Ganz genau zu schauen was können wir beobachten und aussagen?

00:24:29: Also sagen über das was man beobachen können oder sehen können?

00:24:32: also Wir kennen zum Beispiel beobachten dass es nichts auf der Welt gibt gar nix.

00:24:39: bis jetzt nicht können wir nichts beobachten.

00:24:41: Das sagt uns die moderne Wissenschaft genauso wie viele, manche oder viele gescheite spirituelle Leit, dass wir nix beobachen können was einen in sich bestehenden, die zeitübertauernden Wesenskehren hätte.

00:24:54: also alles besteht ausschließlich nur der Tisch des Haarfalles, des Sohns, die Wolken des Atterdrassen und der Kopfe oder der Körperweilgrad.

00:25:02: aber Milliarden von Bedingungen so in Wechselbeziehung an bis gerade in wechselbeziehungsan.

00:25:06: Ein der Zirklanigkeit ist alles anders und selbst ihr ich.

00:25:09: Das ist was sie sagen.

00:25:10: Ich bin die Karoline und ich bin so alt und so, das existiert.

00:25:14: nur weil aber Milliarden von Bedingungen gerade so sind wie es sind.

00:25:18: eine sehr kleine Bedingung Glanzblockerinsel da im Hirn, ich weg!

00:25:22: Und das hat sehr etwas Unangenehmes.

00:25:23: vielleicht zuerst einmal diese Betrachtung als hat er sehr etwas Entspannendes.

00:25:26: also Sagenweil, das bedeutet dass wir... Dass allesständig in Wechselbeziehung ist und das wie wird die Welt ordnen?

00:25:33: Wie wird sozusagen die Welt Ordnen und teuten im Sinn von Da is Was Und das bleibt so und das geht wohin.

00:25:41: Bei genauer Betrachtung stimmt der Sozscher nicht, ich werde sterben sondern sagen wir das sitzt er ich voraus die es stabil gibt und da ist und das stimmt eigentlich nicht.

00:25:49: Und was der Tod ist wissen wir auch nicht.

00:25:51: also mir sind gefangen in dieser Denk-und Sprachstruktur seit ein paar tausend Jahren so subjektobjekt predikat das bildet die Wirklichkeit wahrscheinlich nicht.

00:26:00: ob sagt uns die moderne Physik zum Beispiel ja und wenn man da eintauchen will muss man wirklich eintauchten gescheite Zitate, sondern da geht es sozusagen wirklich auch mal nicht mehr ausweichen vor den Dingen die da sind.

00:26:15: Jetzt gerade in dem Moment so zu sagen was das immer ist aber wir sind samt und sonder sehr ständig drauf und dran ein genügend Gefühl haben zu wollen oder einen Geniemen nicht haben zu wollten.

00:26:25: Und spätestens bei Tod und Trauer müssen wir hart core lernen dass sich dies nicht ausgeht.

00:26:29: Aber bei der Trauer.

00:26:32: Die Leute, die bei mir an der Praxis sitzen, gehen im Kern wenn es nicht irgendwie aufgrund der Biografie zu komplizierten Trauer verläufen kann, aber im Kern bin ich da der Anwalt für die nicht angenehmen Gefühle.

00:26:45: Dass man mit denen in Beziehung treten muss darf wird soll um damit auch etwas stattfinden können was wir unter Loslassen verstehen.

00:26:53: das härme oft im Zusammenhang mit dem Tod und du musst los lassen.

00:26:57: Aber loslassen ist korrekt Das Willens oder das Ichs, ich lasse mich los.

00:27:02: Es muss akzeptieren, dass es ein Krebs hast und nicht eineinhalb Jahre geht.

00:27:06: Oder es muss akzeptiert werden, dass der Sohn jetzt tot ist und es muss endlich wieder besser gehen.

00:27:10: Das hat mich loslassen.

00:27:11: Das ist nicht gemeint mit Loslassen.

00:27:13: Sondern Loslassen heißt eigentlich nimmer dagegen Vorgänge gegen was man innerlich vorgeht.

00:27:19: Komm mal lassen, was da ist.

00:27:20: Eine

00:27:20: Akzeptanz, eine akzeptanz?

00:27:22: Ja aber eine fühlende Akzeptant.

00:27:24: Eine fühlenden Akzeptanzen.

00:27:25: Wann schmerzt alles, ist Schmerz da.

00:27:27: Eine gefühlte Akzeptante.

00:27:29: Wutter ist es wutter also diesen Gefühlen immer auszuweichen.

00:27:33: Loslassen beginnt kann man eigentlich so mit Selbstwahrnehmern und ähnliches würde ich sagen im Zusammenhang mit dem Tod.

00:27:41: Es wird die Angst geben vielleicht mehr oder weniger stark genau und es wird dieses weiß nicht was er immer auch in mir da ist aber seit ich in mir versuche In einem ganz banalen Alltagsleben mit unangenehmen Gefühlen, Mitfühlender und freundlicher zu beobachten oder da sein zu lassen im Sinne einer gewissen Präsenz nicht auszuwächen.

00:28:03: Sie sollen sie vollkommen lassen.

00:28:08: Man muss sich nichts mehr stemmen und alles kommt und geht!

00:28:12: Und es ist auch so dass unser Leben nicht nur daraus besteht das wir gute Gefühle haben Sondern es kommt alles.

00:28:19: Tra, Schmerz, Tod, Freude, liebe Glück, wenn man nur das eine würre und das andere nicht lebt.

00:28:23: Das heißt, dass

00:28:23: üben Sie auch für sich?

00:28:25: Genau!

00:28:27: Und das können sie im Alltag üben?

00:28:28: Genau, das kennen Sie.

00:28:29: jede Sekunde üben.

00:28:30: Sie kennen Sie jeden da, jedes Sekunde so gesehen in diesem Tod einüben indem Sie nichts ausweichen zuerst einmal.

00:28:36: Auch emotional nicht in Ihnen.

00:28:39: Sitzen Sie in einer Vierstunde auf Karcin, schauen Sie mit offener Augen an Bohnen und weichern Sie nix aus was da ist.

00:28:43: Das klingt ja genau zwei, drei Sekunden.

00:28:45: Wir haben unser System ständig dagegen operiert.

00:28:48: Das ist so... Was gehört es so?

00:28:51: Aber wir setzen das zu überwärktig und wir wollen auch die Tendenz beim Thema Tod.

00:28:56: Dies vielleicht in ausschließlich gute Gefühle zu verwandeln.

00:28:59: Schmerzen aber dann wird schön!

00:29:02: Das sind die Tendenzen.

00:29:03: Darum habe ich auch schon reagiert auf dieses, wie gesagt, Strategie.

00:29:11: Weil es sozusagen in diese Kerbe des operativen Machens und Beherrschungskehrs, wo uns der Tod ganz klar sagt, das kennt sich rexen.

00:29:19: Wir leben in völligen Kontroll- und Verfügungsillusionen.

00:29:22: Also

00:29:22: keine klassische Strategie?

00:29:24: Aber wenn man den Begriff weit versteht...

00:29:26: Ja!

00:29:26: Wenn's eine Strategie sein soll, dann setz' mich ich was gegenüber.

00:29:30: Dann bin ich der Strategie gegen was oder für was anwendet.

00:29:33: Und schon haben sie diese Spaltung, die es eigentlich da nicht gibt, wann Sie ihn einlassen auf das, was ist im Sinn von nicht operativ.

00:29:42: Nicht ich fühle Schmerz, sondern ich bin

00:29:43: Schmerzen.".

00:29:45: Ja ja, ich verstehe es sehr

00:29:46: gut.

00:29:46: Aber dieses Thema hat mich gelehrt ganz genau zu schauen.

00:29:50: was können wir beobachten?

00:29:51: und das ist das angenehme für mich bei dieser Sichtweise.

00:29:55: man muss an nichts glauben.

00:29:56: Es geht nur zu beschreiben was da ist um mit dem in Beziehung zu sein.

00:30:02: mehr wissen wir nicht.

00:30:03: Meinem

00:30:04: Prinzip, was Sie da beschreiben erinnert mich auch sehr an klassische Meditation.

00:30:08: Ja kommt drauf an Bücher.

00:30:10: ja genau das was ich da beschreibe ist eigentlich eine Meister Eckhardt auch ein bisschen und eine.

00:30:19: es war die Grundidee vermutlich man weiß nicht genau weil Jahr dreihundert Jahre später erst zum Aufschreien begonnen wurde und dann hat sich das schon abgespalten in tausend verschiedene Schulrichtungen aber dieses eigentlich gemeint was der historische Buddha gemeint hat.

00:30:33: Dann würde ich jetzt gerne auf noch einen anderen Teil, den ich in ihrem Buch gelesen habe kommen.

00:30:40: Das haben Sie auch nur ganz kurz beschreiben.

00:30:43: sie ihre erste Panikattacke die sie hatten und da schreiben sie sie haben eben geglaubt sie würden jetzt sterben.

00:30:54: Ihre Worte waren irgendwie, sie war ein einziges Bündel Todesangst und es kam ihnen wie eine Ewigkeit vor bis dann endlich die Notärztin gekommen ist.

00:31:01: Im Endeffekt ist er nicht rausgekommen.

00:31:03: Sie waren quasi körperlich bumball gesund Es war nix.

00:31:06: aber sie haben geglaubt ich sterb jetzt Und haben da irgendwie gewartet in Todes angst auf dieser Notärztin.

00:31:15: Das heißt In ihrem Kopf waren sie ja irgendwo dem Tod nahe, weil Sie das ja geglaubt haben oder davon überzeugt

00:31:22: waren.

00:31:23: Und da würde mich interessieren, erinnern Sie sich noch an die Gedanken, die Sie damals hatten?

00:31:29: Also wissen Sie noch was Sie dann gedacht haben in dem Glauben ich bin gerade am Sterben?

00:31:36: Ich glaube nicht, weil man von der Panik geschluckt wird sozusagen, also von der Angst verschluckt werden.

00:31:42: Aber was die Angst natürlich so aufschockt ist, das sich so massiv dagegen stemmen.

00:31:48: Also nicht jetzt die hohe Stiebhaber war diese Angst zu stark.

00:31:52: Man ist in der Panik nicht mehr präsent sozusagen.

00:31:58: Wir glauben ja... Das habe ich dann gelernt da an der Paniker.

00:32:00: Das ist ja dann geblieben sozusagen und es waren nicht nur diese eine Attacke.

00:32:04: Es war die erste sozusagen und man glaubte, das ist ein Herzinfarkt, das war das Problem!

00:32:08: Aber es ist dann weitergegangen.

00:32:09: Ich habe mir noch diese ersten und mit Krankenfasseinlieferung, Angiografie und der Dreidage Intensiv und alles auf und nieder untersucht.

00:32:18: Doch das war's jetzt!

00:32:19: Also ich bin gesund, passt und das war eine Panikartakke.

00:32:22: hat der Internist am Main oder der Kardiologe und ja, da haben wir noch gepasst.

00:32:26: Fertig war die Panik Artacken super.

00:32:28: Also Gott sei Dank, sonst nichts.

00:32:30: Und geh heim und haben mir doch das war´s aber... Da hat dann erst die Panikkartaken-Karriere so richtig begonnen.

00:32:36: Und da habe ich dann auch gelernt, langsam erst.

00:32:43: Da hat nichts genutzt.

00:32:44: Ich bin selber Psychologe und eine Superpsychotherapeutin.

00:32:47: Also die Psychologie, dass sie schulmäßig, leerbuchmässig zu bieten hat, hat bei mir zumindest nicht gefruchtet.

00:32:55: Leichter geworden ist es dann auch erst sozusagen in der Angst präsent zu bleiben, wenn die Angst kommt hierbleiben also mittig anwesend bleiben, sozusagen und der Angstraum geben.

00:33:10: Also einfach anwesen bleiben.

00:33:13: Das habe ich dann gelernt.

00:33:14: da was glaube ich die buddhistische Psychologie sagt.

00:33:19: Wann wir präsent sein, gegenwärtig sind?

00:33:21: Da sein!

00:33:22: Und Dinge wahrnehmen können, oder?

00:33:24: Und bei dem sein, wo es gerade ist.

00:33:27: Das beruhigt erstens Nervensystem Weil man kann inneren Kampf führen, so stark wie wir ihn sonst erständlich gegen etwas in uns vorgehen.

00:33:33: Da kommt auch ein wenig Angst mal sofort was zu tun oder ist ja Druck immer sofort was da zu tun.

00:33:38: und man sagt glaub ich in der positivischen Psychologie auch Wir glauben mehr wann die Angst oder der Schmerz oder was einem im Leben ist, das merke ich bei meinen Traten näherkommt, desto näher er mir kommt.

00:33:49: er kommt, er kommt er glaubt wir Er wird größer, grösser, größer und schluckt mich.

00:33:55: Dann bin ich

00:33:56: tot.

00:33:56: Ja, tot aber dann frisst mit die Angst und dann bin in der Panikartaken oder das heute nicht aus.

00:34:02: Ich hab jetzt gerade mit einer Freundin telefoniert wo der Vater plötzlich Herz todt und ihr Mutter hatte so wahnsinnige Angst vor dem Begreppnis weil sie so wahnsinnig Angst hat dass eben den Schmerz nicht aussieht also dass das spinnet wird, dass es den schmerznicht aussieht, das klugt, das zamm bricht und pah!

00:34:19: Der aufs Schmerzen... Das explodiert uns.

00:34:22: Die Angst ist berechtigt und sie hat dann vor der Ärztin so ein bisschen eine gesunde Uhr, also etwas Beruhigungsdinge nehmen.

00:34:29: Aber was genau passiert eigentlich?

00:34:31: Ist ja nicht dass die Angst kommt näher oder der Schmerz kommt näherein und durch das Näher kommen wieder Größe – nicht dies!

00:34:38: Sondern was passiert wenn Angst und Schmerzen näherkommen, denn nun ist es eigentlich, dass unsere Präsenz kleiner wird.

00:34:43: Wir gehen zusammen sozusagen.

00:34:45: Also wir verengen uns.

00:34:46: Und darum scheint er größer zu werden und schluckt uns scheinbar an.

00:34:50: Aber können wir präsent bleiben, in dem was kommt und das wahrnehmen und es kommen lassen?

00:34:57: Dann wird er nicht größer.

00:34:59: Sondern er kommt und geht wahrscheinlich wieder.

00:35:02: Aber das ist was, was man üben muss!

00:35:04: Und das kann's nicht während einer Panikadaken üben.

00:35:06: Das mußt vorher über kleine Sachen üben, wenn du dem Stahlstest und da hast der Murz gut.

00:35:10: Wenn die Freundin anruft, weil ich hab zuerst allen Urlaub ausgemacht und sie sagt, ich kann nicht, weil ihr haben den Fuß gebrochen.

00:35:15: was dann kommt, die Enttäuschung.

00:35:18: Oder das können Sie kündlich üben fast.

00:35:21: Dieses Präsent bleiben und dann kann sich vielleicht eine Stresssituation wie es wir nennen leichter gelingen.

00:35:28: Aber diese werden für mich auch so Einübungen in dieses Thema tot.

00:35:33: Und wo ich da dieses einlassen können auf dieses große Nichtwissen.

00:35:37: Das gelingt mir vielleicht besser glaube ich.

00:35:40: Keine Ahnung aber dass man sagt okay... Es kommt da etwas oder es entsteht was, was ich nicht kenne und was ich kontrollieren kann.

00:35:51: Ich darf mit ihm hingeben.

00:35:55: Sie haben ja in ihrer Berufslaufbahn auf unterschiedlicher Art und Weise viel den Tod.

00:36:03: gesehen.

00:36:03: Also man kann vielleicht sagen, sie kennen den Tod gut oder besser als viele andere Menschen?

00:36:10: Nein,

00:36:11: den Tod kennen Sie nicht.

00:36:11: Nur seine Auswirkungen,

00:36:13: dann sagen wir genau die Auswirkungen.

00:36:14: Seine Auswirkung, die ja bei uns auch wird.

00:36:16: Das ist eine Kulturfrage.

00:36:18: Und ich frage mich dann einfach... Oder die Frage ist so ein bisschen was wissen Sie denn jetzt über den Tod, was ich vielleicht oder jemand der jetzt nicht ihren beruflichen Werdegang hatte nicht wissen.

00:36:33: Also es ist wahrscheinlich viel, aber was ist denn vielleicht auch so das Wichtigste wo sie sagen dass habe ich gesehen und gelernt weil ich dem Tod oder den Auswirkungen des Todes einfach schon oft begegnet bin?

00:36:48: Ja da folgt mir als erstes ein Beispiel die ich mal gelesen hab wie ein Schüler einen Sen-Meister fragt oder so einen buddhistischen Meister sagt meister du bist ja erleuchtet Was ist der Tod?

00:37:02: oder was passiert nach dem Tod?

00:37:04: Und dann hat er gesagt, ja ich bin erleuchtet aber nicht tot.

00:37:06: Das haben zwar viele gesehen, aber

00:37:10: sie leben auch.

00:37:11: Was der Tod ist weiß ich genauso nicht.

00:37:13: Wir verstehen das Leben nicht und wir verstehen den Tod nicht.

00:37:15: Nein, wir wissen doch gar nichts.

00:37:17: Aber das, was wir gerade vorhin gesagt haben vielleicht manchmal bei mir selber und auch wenn ich Menschen begleite oder beobachte, dass man ... zu stark identifizieren mit unseren Vorstellungen und Gedanken, Plänen und Bildern die wir haben.

00:37:37: Aber das sind nur Vorstellungs-, Gedankenpläne und Bilder und wir sind ständig enttäuscht wann dann Dinge nicht so sein wie wir es vorgestellt haben, wann Dinge nicht passieren wie man möchten dass Dinge nicht gehen wie man glaubt.

00:37:48: Also vielleicht nicht dass ich mehr weiß das glaube ich schon gar nicht.

00:37:52: aber vielleicht aufgrund dieses ganz genauen Hinschauens möchte ich für mich selber und vielleicht auch andere Leute, wenn sie es interessiert einladen.

00:38:01: Dass wir vielleicht schauen was bedeutet das für unser Leben dass wir diesen Dingen nicht ausweichen können, dass wir nichts kontrollieren können das Dinge kommen aber mal gerne ganz anders gehabt hätten.

00:38:14: wie kann man dann damit umgehen?

00:38:17: Wie schaffen wir es trotzdem vielleicht mit Schmerzenttäuschung drauf gut in Beziehung gehen zu können dass das vielleicht auch sehr beruhigend haben kann?

00:38:26: Einfaches und wie das ständige Kampf, um irgendwelche guten Gefühle oder guten Vorstellungen von mir sehr verehrter Psychologe hat immer gesagt.

00:38:38: Es ist sicher eine der unglücklich mochensten Erzählungen in Kulturen zu erzählen, dass es im Leben darum ging, glücklich zu sein.

00:38:45: Da wird's dort unglücklich!

00:38:50: Das ist vielleicht was ich für mich bis jetzt da ausserziehen kann Und vielleicht manchmal auch mir ein bisschen gelingt im Umgang mit mir und dem Leben, was das Leben so daherbringt.

00:39:03: Manchmal meistens endet... ...und was wir gemeinsam oft versuchen in der Praxis mit kleinen Gruppen nachzugehen oder so.

00:39:12: Was uns der Tod eigentlich zeigt.

00:39:15: Es ist auch gänzlich eine andere Psychologie die uns der tot lernen könnte.

00:39:19: Wir dann eher haben wir Probleme und müssen dagegen arbeiten.

00:39:22: Das ist eher Schubumkehr, was ich da lerne.

00:39:24: Also Schub umkehr heißt stehen bleiben!

00:39:27: und sie umtrauen.

00:39:29: Bei dem bleiben wir uns da gerade, ist jetzt der Moment auch fühlend.

00:39:35: Aber das ist nicht einfach.

00:39:36: Unser ganzes inneres System, unser ganze Kultur und ein inneres Nervensystem ist ausgelegt auf Fluchtkampf, Panik oder Fluchtkämpfe.

00:39:43: Also mir dann ständig gegen etwas in uns vorgehen.

00:39:46: Also liebe Freundin von mir, vierundzwanzig Jahre verheiratet Und für sie war vollkommen klar, da haben wir es gekannt.

00:39:55: Ihr Mann und die zwei Kinder – das ist es, sonst gibt's nichts!

00:39:58: Das ist gut auch so, bis zum Lebensende.

00:40:01: Dann sorgte ihr vor kurzem beim Abendessen in einem Restaurant wie die Scheidung und war schon bei den Anwältern fertig.

00:40:08: Totale Zusammenbruch bei ESL.

00:40:10: Klar verständlich.

00:40:11: Wie waren wir plötzlich stirbt?

00:40:12: Aber sozusagen das sind ... Es geschuldet auch unseren Vorstellungen.

00:40:16: Alles bleibt so wie es ist, wie man es vorstellt.

00:40:18: Wir werden alt, wir werden achtsnetzt und sterben heute mal ins Ehrenarbeit, die Kinder überleben uns und so weiter.

00:40:22: Wir leben ständig in den Vorstellungs- und das Leben ... schnäutzt uns da an den links und rechts seine Ehren, wir lernen trotzdem nicht.

00:40:28: Was das ist?

00:40:29: Das finde ich so spannend!

00:40:31: Genau wie beim Tod.

00:40:32: Ständig wird gestorben nur wir gestorven seit Menschen gedenken werden gestorbt dann auch nachseits Natur und Weltkönne.

00:40:36: immer sind wir trotzdem noch entsetzt und tragisch.

00:40:38: aber man sagt der Doktor hat zum Leben aber da liegen wir uns ja ins Tastel.

00:40:40: die stimmt ja nicht.

00:40:41: nette siebenjährige Mädchen, nette Frau mit einer Dreißbachspeicheldrüstung krebsen.

00:40:45: Da sind wir entsetzlich.

00:40:46: Das ist Natur.

00:40:49: Nicht dass ich sage dies mal wirst du wissen was ich meine.

00:40:51: Aber das ist so Und es wird immer so sein und nie anders gehen.

00:40:54: Nie, nie, nie Und ich bin vorsichtig, so zu sagen.

00:41:01: Das ist was uns der Totaleer, das vielleicht zu nüchtern, was ich jetzt sage und ich will doch etwas Schöneres haben, ne?

00:41:07: Ich will doch gute Gefühle haben und ich würde gefälligst ein paar Tis haben oder mit dem Universum verbunden sein und die Liebe und Energie geht ja nicht weg.

00:41:15: Was man halt so denkt und so weiter.

00:41:17: Das verstehe ich.

00:41:20: Würden Sie ... Ihr Leben anders leben, wenn Sie den Zeitpunkt wüssten.

00:41:26: Wenn der Zeitpunkt nur begrenzt ist, also angenommen ...

00:41:30: Begrenzte sehen?

00:41:32: Außer bei mir nicht!

00:41:34: Bei uns zwar nicht oder?

00:41:36: Das ist immer fix.

00:41:37: Bei anderen sterben wir ja auch aber mit mir zwar nicht.

00:41:39: Nein, natürlich

00:41:41: glaube

00:41:41: ich, dass man die

00:41:42: Frage stellt.

00:41:42: Also wenn er begrenzte ist auf eine relativ kurze Zeit, sagen mal sechs Monate würden sie dann ihr Leben andersleben?

00:41:50: Das ist unmöglich zu beantworten, weil das nicht die Vorstellungen wären.

00:41:55: und wenn es so weit war ... Keine Ahnung.

00:41:58: Wenn man fragt was tatscht, wenn du hundert Millionen Euro gewinnt hast?

00:42:02: Wann ausgewinnt wird alles ganz anders sein!

00:42:05: Oder das ist so ähnlich wie meine Nachbarin ist im hundertfünften Lebensjahr gestorben.

00:42:13: oder waren wir Menschen, die so alt werden?

00:42:15: oder die hundertjährige hat Geburtstag und dann kommen jetzt alle Bürgermeistern, die Regionalzeitung.

00:42:20: Und dann fragt man sich was ist das Geheimnis?

00:42:24: Warum so etwas nicht?

00:42:25: Wurscht, was darauf sagt, nicht stimmt!

00:42:27: Also weil es nicht selber nicht war.

00:42:29: Wie soll ich Sie wissen, warum's hundert Jahre alt waren?

00:42:31: Keine Ahnung... Die Österreicher freuen sich, wenn sie sagen, dass sie jeden Tag ein Bier tragen wollen.

00:42:38: Aber das kann ich beantworten.

00:42:40: Scheiße mir wahrscheinlich Tosen, weiß ich nicht.

00:42:43: Zuerst einmal keine Ahnung.

00:42:45: Fruchtbare Vorstellungen, aus der Perspektive jetzt aber vielleicht.

00:42:49: Und

00:42:52: gibt es etwas?

00:42:53: wenn Sie eine Sache in Ihrem Leben ändern könnten?

00:42:56: Einen Wunsch hätten, wo Sie dann sagen und damit ist es vollkommen mein Leben?

00:43:05: Gibt's da etwas was Sie sich wünschen würden?

00:43:10: Wenn sie vollkommen sind würde ich mir wünscht oder kann man daran arbeiten dass man alle Dinge vollkommen lasst, die kommen.

00:43:22: Das ist vollkommenheit eigentlich.

00:43:25: Dinge voll kommen lassen.

00:43:28: Alles was kommt, kommen lassen auch.

00:43:30: Das könnten sie... das ist ja sogar möglich oder?

00:43:34: Schmöglich!

00:43:35: Aber da ist es schon eine große Übung.

00:43:38: Schon ein großes Gelingeschenner Manchen erleichterten Damen und Herren, das ist genauso wie.

00:43:48: Das ist super, was ich jetzt gesagt habe.

00:43:50: Vollkommenheit heißt das.

00:43:53: Heil sein!

00:43:54: Heil sein hast du nicht.

00:43:55: gesund sein wie geht's gut sondern heils sein heißt ganz sein mit all dem was da ist.

00:43:59: Da dran den Christschmerz kann heil sein weil er damit in Verbindung ist, weil er da ist im Schmerz und dieses heil sind

00:44:07: die heiligen

00:44:08: waren nicht glücklich frei von Angst und Schmerz, sondern im Gegenteil.

00:44:12: Das ist heilt.

00:44:12: Ich finde es

00:44:13: schön, dass Sie das Wort vollkommen so

00:44:15: aufdröseln.

00:44:16: Manchmal

00:44:18: hat man das Gefühl, es sei alles super,

00:44:20: aber sie sagen,

00:44:21: naja ... Alles

00:44:24: darf vollkommen!

00:44:25: Da passiert ja das, was wir vorher waren in Strategie.

00:44:27: Nicht das, wo wir haben.

00:44:28: Vollkommen ist schön unterher die Engel, der Himmel ist voller Geige, ganz Licht und Stimmung.

00:44:34: Voll kommen heißt vollkommen lassen.

00:44:36: Alles kann

00:44:37: vollkommen.

00:44:38: Vollkommen, den Schmerz, die Angst, die Wut... Aber üben Sie das einmal!

00:44:42: Unser System weicht sofort aus und das ist sozusagen diese tägliche Familie, dieses tägliches Bewusstsein.

00:44:51: versuchen Gegenwärtig zu bleiben, gerade auch.

00:44:57: Und lass die Dinge ... Versuch sie kommen zu lassen, da sein zu lassen.

00:45:00: Das ist aber gar nicht leicht!

00:45:02: Da sind wir nicht gewohnt und unser Nervensystem schreit sofort la-ma-la.

00:45:06: Und unsere ganze Kultur ist nicht ausgerichtet auf das.

00:45:09: Es ist viel zu wenig schön und romantisch und viel zu weniger schön.

00:45:13: Muss ja schön sein?

00:45:14: Ah, verdammt noch mal.

00:45:19: Wenn Sie einen Wunsch an den Tod hätten... Welcher wäre das?

00:45:24: Ich habe einen Wunsch.

00:45:25: Das dürfen

00:45:25: Sie sich vorstellen, wie Sie das verstehen wollen.

00:45:29: Also da steht ein Sensenmahl und ich habe Wunscha nehmen sollen... Ein Beispiel!

00:45:33: Wenn es für sie der Tod ein Sensationmann ist dann

00:45:35: ja... Also ein Wunsch was mein Tod betrifft dann oder was?

00:45:38: Könnte ein... Ja es kann auch ein Wunscht sein, was meinen Tod bet trifft wenn sie das lieber

00:45:42: wollen.

00:45:42: aber es kann also

00:45:45: von einem Wunsche.

00:45:46: Ihr habt schon einen Grabstein Spruch wissen du noch?

00:45:48: Nein, das weiß

00:45:49: ich nicht.

00:45:50: Habe ich mir ausgeworfen, was auf meinen Grabstell steht?

00:45:52: Ja.

00:45:53: Hier liegen meine Gebeine... Ich wünschte es wären deine!

00:45:57: Ah

00:45:57: ja?!

00:45:58: Nein, du wirst nicht offen.

00:46:00: Aber der gefällt mir.

00:46:01: Der ist so radikal ehrlich.

00:46:03: Amon, sondern tot.

00:46:06: Ja vielleicht sollen wir noch viel mehr in die Lehre nehmen sozusagen und das wäre ... Das, was ich jetzt so aufs Zelt habe, die letzte halbe Stunde.

00:46:17: Die Lehre mit stummen Haaren nicht mit Tabletten?

00:46:19: Das ist mir wurscht aber eigentlich sehr.

00:46:21: alles leer sozusagen in sich.

00:46:23: Wir finden keinen Kern wie man gesagt haben in nix.

00:46:27: Alles existiert aufgrund von Wechselbeziehungen.

00:46:29: also es ist in sich leere Formist-Lehrheit und Leerheit ist Form sagt der Buddhismus.

00:46:34: Aber nach in die Lehre, ja wir nehmen noch mehr an die Lehren sozusagen... Ich habe einen Verdacht, dass ich das bis jetzt gesagt habe, dass dies uns der Tod lehren könnte.

00:46:45: Man genauer schaut und vielleicht soll damit auch noch mehr Lehren oder so sagen, sich da einzufinden in diese Lehre?

00:46:56: So irgendwie!

00:46:58: Sie haben ja jetzt auch schon kurz Ihren Grabstein angesprochen mit dem Spruch doch nicht ganz ernst gemeint Woran sollen sich die Menschen an Sie erinnern, wenn sie mal nicht mehr sind?

00:47:10: Beziehungsweise ist Ihnen das wichtig.

00:47:14: Also, keine Ahnung ... Das war's ja nicht.

00:47:19: Die Meegen wären sehr ... Ja, die denken dann nie mehr so schlecht, weil man tot ist.

00:47:25: Weil da hat man schlechtes Gewissen über den Tod immer nicht schlecht.

00:47:28: Aber die meisten denken auch nicht gut an, was man tot is, weil wir sehen anscheinend, dass man irgendwie Rache fürchten kann vom ... Na, das ist mir relativ ehrlich gesagt wurscht.

00:47:42: Eben weil sie sich sehr viel mit diesem Thema beschäftigt haben auf unterschiedlichste Weise würde ich jetzt gerne noch kurz oder kurz weiß ich nicht aber die offene Frage stellen was gibt es denn noch?

00:47:53: Was ihnen noch wichtig ist oder ein Anliegen ist zu sagen?

00:47:58: Ja da gab's viel aber wenn man die Welt schaut und so diese Unruhe da an Das hat für mich schon ganz viel mit dem Tod zu tun, weil wir in der tiefsten Tiefe unruhig sind.

00:48:10: Deswegen ist es schon da warm in unseren Herzen.

00:48:15: Und die Lösungsversuche um dem Tod und dem Angst zuvor einen Schnipchen zu schlagen haben bis jetzt nicht recht gegriffen.

00:48:23: Also wenn man jetzt die Westliche über dann schaut vielleicht muss man leider so sagen, lad's mal durch.

00:48:32: Die sogenannten Weltreligionen haben es bis jetzt in den Geschäftsberuhigen gehen.

00:48:38: Und gefährlich wird's immer dann, wenn der glaubte, er hätte da eine Antwort drauf.

00:48:42: Kurtuch Holzgees war auch deutscher Journalist.

00:48:47: In den zwanziger Jahren hat er mal gesagt, ich glaube jedem, der die Wahrheit sucht – ich glaube keinem, der sie gefunden hat.

00:48:55: und wenn wir das mehr in uns halten könnten, Dinge nicht zu wissen ... Dann war es vielleicht ein bisschen friedlich.

00:49:04: Wenn man fühlt sich an dem geschuldet, weiß ich nicht, weil man die eigene Unruhe oder den eigenen Schmerz und Angst nicht spüren kann, will, kann... Da war vielleicht viel drinnen, wenn man jetzt so global ein bisschen denkt.

00:49:19: Das ist wenig Mitgefühl mit sich, weniger Mitgefühle mit unserer Verletzlichkeit, weniger mit dem, was wir erst unter vollkommen haben.

00:49:27: Das heißt das ist ja Mitgefüll, das kommen zu lassen!

00:49:30: nicht auszuweichen, die Dinge roh zu spüren.

00:49:33: Das ist im Kern mitgefühlt.

00:49:34: Da brauche ich keine Mitgefühldenken oder so.

00:49:37: Da entsteht eine Wertschätzung von Wahrnehmung und Anerkennung.

00:49:44: Und das macht ein bisschen weicher und würde den Umgang mit Menschen und der Natur verändern.

00:49:51: Aber dieses radikale Spalten in gut und schlecht ... Das fühlt sich angenehm an, das nicht.

00:49:56: Das gehört weg und her.

00:49:57: Da muss ich eine Lösung finden, was tun, da muss ich dagegen angehen ... Und das passiert ja unbewusst.

00:50:06: Der Wahnsinnige, der sich mit einem Sprengstoffgürtel in ein Bus enden schmeißt, würde sagen, er ist um Nullangst am Tod.

00:50:13: Wird er sagen?

00:50:14: Aber in Wildschöster sind Tosen vor allem, was da ist.

00:50:16: Er hat mal einen tollen Film gegeben, falls die irgendwo sehen müssen sie ihn unbedingt anschauen.

00:50:22: Der war im Programmkino.

00:50:24: Anthony Hopkins hat da gespürt in Freude.

00:50:28: In die letzten Jahre in England, Ende des Dreißigjahres.

00:50:33: Und der Freud sagt, da geht es natürlich im Kern um ein Tod und den freut sich darauf, dass er sehr radikal nüchtern war.

00:50:40: Ich glaube, er hat also sinngemäß gesagt wir sind nicht reif genug sozusagen diese Dimension des Todes was das mit sich bringt Schmerzangst Halten schauen zu können.

00:50:53: Wir müssen ständig abwehren und tun, dann kommen diese Dinge aus.

00:50:56: Da kommt man an die Dinge raus, dass wir Eindeutigkeit wollen.

00:50:59: Diese Vereinteutigung der Welt ist ein großes Problem.

00:51:01: Schwarz-Weiß ja auch nahe.

00:51:02: Es ist alles zu komplex mit Ihnen, die Dinge nicht wissen.

00:51:07: Aber so macht der Politiker keine Wohin.

00:51:10: Und der Böldreligion kann ich gläubigen.

00:51:13: Sagen Sie mal eine Entdeutigkeit her.

00:51:16: Psychologen haben gesagt, wir wüssten sicher werden in der Unsicherheit.

00:51:21: Wir brauchen ummachtskompetenz und da würde ich glaube sagen, dass der Tod ein guter Lehrer sein kann.

00:51:26: das einzüben.

00:51:27: Alles was wir vorgelegt

00:51:28: haben.

00:51:29: Vielen Dank Martin Brein!

00:51:33: Danke für Ihre Zeit und danke für die spannende Einwaltung.

00:51:36: Danke sehr.

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