#11 Kurt Langbein
Shownotes
Er ist vielfach ausgezeichneter Filmproduzent, Dokumentarfilmer & Wissenschaftsjournalist, im November ´26 kommt seine aktuelle Doku "Sterben für Anfänger" in die Kinos. Darin thematisiert er unter anderem seine eigene Diagnose: Krebs im Endstadium. Offen, authentisch und ungeschönt spricht Kurt Langbein mit mir darüber, wie diese Diagnose ihn verändert hat und wie er nun - "ohne Zukunft" wie er selbst sagt - lebt. Er erzählt von den unterschiedlichen Phasen, die er nach seiner Erkrankung durchlebt hat, wie er schlussendlich akzeptieren lernen musste, keine Heilung mehr zu finden, und davon, wie ihm intensive Träume, in denen er mehr oder weniger sein ganzes Leben geträumt hat, zu Gelassenheit geholfen haben. Dadurch konnte er sogar seine Angst vor dem Tod verlieren.
Wir sprechen außerdem über seine Recherchen zu Nahtoderlebnissen, die er im Film thematisiert, und auch darüber, dass ein assistierter Suizid für ihn eine Option ist, sollten seine Beschwerden unerträglich werden. Kurt Langbein erzählt, was er damit meint, dass man sterben lernen kann.
Ein ernstes, einzigartiges und wunderschönes Gespräch.
Hier geht's zum Trailer "Sterben für Anfänger": https://youtu.be/diu1DKURzx8 https://langbein-partner.com
Transkript anzeigen
00:00:06: Herzlich willkommen zum Podcast Memento Moare, Gespräche über den Tod und das Leben davor.
00:00:13: Ich bin Caroline Kirschbaumer und ich spreche mit unterschiedlichen Menschen über den Tot, über das Sterben, über Vergänglichkeit – und damit natürlich auch übers Leben!
00:00:25: Dass mich diese Aussicht bald sterben zu müssen und wahrscheinlich auf eine sehr unangenehme Art sterben extrem bewegt hat und mich auch gebeutelt hat geradezu, dass jetzt das Leben im Jetzt ist eigentlich das Zentrale.
00:00:46: Ich plane nicht mehr.
00:00:50: In dem Sinn keine Zukunft.
00:00:52: Ich habe kein Ziel wo ich erreichen will.
00:00:58: Ich glaube generell als Mechanismus wenn man wieder erlernt mit dem sterben und dem Tod zu leben, das dann ganz viel vom Schrecken und von unheimlichen keine so große Rolle mehr spielt.
00:01:16: Sterben zwar den Abschied von höchstwahrscheinlich sage ich mal von dem persönlichen Umfeld bedeutet in dem man lebt und dass man liebt aber nicht den Abschnitt von allem bedeuten muss.
00:01:33: also ich glaube zumindest ist für mich so ein hoffnungsvoller Blick da.
00:01:42: Lieber Kurt Langwein, vielen Dank!
00:01:44: Danke dass ich heute bei Ihnen sein kann und danke dass Sie sich Zeit nehmen für dieses Gespräch mit mir.
00:01:51: Gerne, ich danke auch.
00:01:53: Sie sind mehrfach ausgezeichnet auf Filmproduzenten, sie haben Dokumentarfilme gedreht und sie sind Wissenschaftsjournalist.
00:02:03: Sie haben einen aktuellen Film, der im November in die Kinos kommt.
00:02:08: Das ist wieder ein Dokumentarfilm und er heißt Sterben für Anfänger Und da thematisieren sie unter anderem auch ihre eigene Diagnose Krebs im Endstadium.
00:02:20: Auch das ist Thema in diesem Film.
00:02:23: Dankeschön dass ich diese Doku schon zuvor einsehen durfte.
00:02:28: Ich habe ihnen egeschrieben, sie hat mich auch sehr berührt und ich fand es sehr, sehr berührend gemacht.
00:02:35: Oder ich starte ein bisschen anders.
00:02:37: Ich starte vielleicht zuerst mit wie geht's Ihnen denn heute?
00:02:43: Wie gehts Ihnen mal?
00:02:44: Weil die Aufnahme ist ja vor einem Jahr, nämlich einmal anders, dass sie es gedreht haben.
00:02:50: Den Großteil haben wir im November-December letzten Jahres gedrehte.
00:02:55: Mir geht's wechselhaft, würde ich sagen.
00:02:59: Ich habe einiges zu tun mit den Folgen von Krebstherapien.
00:03:05: Seit fünfzehn Jahren sind sie schon die Auseinandersetzung mit meinem Krebs und ... Das hat Spuren hinterlassen, meine Nieren sind nahezu kaputt.
00:03:19: Und ich höre die Blutarmut und fühle mich relativ oft nicht wohl aber... ...ich bin froh da zu sein und ich würde sagen gemessen an den Umständen meines Lebens geht es mir ganz gut.
00:03:35: Und nicht Wohl meinen Sie dann?
00:03:37: Übelkeit!
00:03:38: Also... Wie übelkeit ist ein Dauerthema auch hat wahrscheinlich mit den Diversen eben durch die Therapien herbeigeführten Probleme zu tun oder mit zusätzlichen, also das ist ein Fass ohne Boden.
00:03:58: Ich habe mich ja sehr gefreut als Sie zugesagt haben, als ich sie gefragt hab ob sie mir eben so einen Podcastgespräch führen würden.
00:04:06: und jetzt interessiert mich natürlich auch was Sie quasi was ihre Gedanken dazu waren, was sie dazu gebracht hat auch zuzusagen.
00:04:14: Also warum haben Sie eingewilligt dieses Gespräch zu führen?
00:04:19: Ich glaube das ist ganz Wichtiges den Tod wieder ins Leben zu holen und ich finde es super dass es Post-Podcast oder Publikationen jeder Art gibt die versuchen da mitzuwirken.
00:04:33: Das ist ja auch die zentrale Motivation meines Films, da war er nicht immer ganz leicht auch so über diese Hemmungsschwelle drüber zu hupfen und sich seine eigene Befindlichkeit preiszugeben und durchaus manchmal auch in den Mittelpunkt der Fragestellungen zu stellen.
00:04:50: aber ich glaube dass das wichtig ist Und ich glaube, dass wir da sehr viel noch zu tun haben und sie tragen dazu bei.
00:04:58: Das freut mich und wenn ich da ein bisschen mittun kann, freut mir das auch.
00:05:03: Wir haben so eine riesige Änderung im Umgang mit dem Tod und dem Sterben in den letzten Jahrzehnten miterlebt.
00:05:14: Ich kann mich noch erinnern Meine Schwiegermutter, die haben wir Zuhause gepflegt Die ist an Krebs gestorben Einigen ziemlich jammervollen Wochen.
00:05:26: Und die ist dann zu Hause in Kärnten, obwohl das damals auch schon verboten war aufgebahnt worden und es gab drei Tage-und Nächte Totenwache.
00:05:38: Wie bewegt mich heute noch?
00:05:43: Eine anstrengende aber wunderbare Form Abschied zu nehmen.
00:05:52: Da braucht man keine Trauersiminare Und das ist ins Leben integriert, heute passiert es.
00:06:01: Das ist ja auch mit meinen Verwandten passiert, dass sie abgeholt werden in einem Metallsack und dann drei Wochen verschwinden in irgendwelchen Kühlfächern und dauchen Sie beim Begräbnis in Form eines Sacks wieder auf.
00:06:19: Giskart hat keine Kontinuität, hat keine Auseinandersetzung, mit dem Tod.
00:06:23: der Tod wird in allen Institutionen auch an den Rand getränkt, weil es immer noch für den Medizinbetrieb ein Misserfolg ist.
00:06:32: Wenn jemand stirbt, obwohl's einfach ganz normal ist, dass die Leiter sterben.
00:06:37: Das ist auch heute auch in den gut geführten Kliniken immer noch so.
00:06:41: Es gibt ja immer noch zwar nicht die Sterbekammeln aber die Kammern wo die Gestorbenen dann hingeschoben werden und man sagt damit sich die Angehörigen verabschieden den Ort liegen zu lassen, wo er gestorben ist wird als Zumutung gefunden.
00:06:59: Ich frage mich – Zumutungen für wen?
00:07:01: Es ist eine Zumutkung wie wir mit dem Tod umgehen.
00:07:06: Und diese Totenwache die war einfach Zuhause dann
00:07:09: in der Garage ja?
00:07:10: In der Garage des Hauses.
00:07:13: Die Verwandten, die Nachbarn sind gekommen.
00:07:18: Das war früher absolut üblich eben am Land und das gibt jetzt, habe ich gelesen auch in Deutschland.
00:07:25: In einigen Regionen den Versuch das wieder zu beleben sozusagen diese lebendige Auseinandersetzung wo dann auch für die Kinder und Jugendlichen es zum Leben sichtbar dazugehört dass ältere Leute dann versterben und dass sie halt dass das natürlich traurig aber ist nicht etwas was man wegsteckt oder versperrt, oder versteckt.
00:07:54: Sie haben sich jetzt auch schon erwähnt eben dass sie vor siebzehn Jahren erstmals an Krebs erkrankt sind also im Jahr zwei tausend neun.
00:08:03: Ja
00:08:04: inwiefern hat diese Diagnose Beziehungsweise Dann auch die weiteren folge Diagnosen die dann so im lauf der zeit kamen sie verändert?
00:08:16: also inwiefer Sind Sie ein anderer?
00:08:20: Und was bleibt aber auch gleich?
00:08:23: Die erste Auseinandersetzung mit dem Krebs und damit auch mit meiner Sterblichkeit hat mich sehr verändert.
00:08:32: Zunächst in diesem üblichen Muster des Wegschiebens Verleugnens, auch panischer Angst die sich dann aber völlig aufgelöst hat zum Anlassen nehmen können, mich sehr mit meinem Leben und den möglichen Gründen der Erkrankung auch im psychischen Bereich auseinanderzusetzen.
00:08:53: Ich habe gelernt mit meinen Gefühlen offener anders umzugehen.
00:09:00: Ich glaube das war ganz wichtig in der Kinder.
00:09:03: Hat mich nicht gesund gemacht aber war ganz richtig und ich habe viele zusätzliche Sachen gemacht.
00:09:09: Ich war ein Tanzverweigerer Frau ist zum Gold Tanzkurse gemacht und wir haben Freude an dieser Form von gemeinsamer Bewegung gefunden.
00:09:22: Damals habe ich zu den Menschen gehört, die plötzlich auch gesagt konnten Krankheit ist eine Chance sich anders kennenzulernen mit seinem Leben andere Facetten Ab zu gewinnen, das hat eine Zeit lang auch gehalten.
00:09:41: Ich galt ja dann als gesund und dann kam ein halt die Metastasen.
00:09:44: und seit zehn Jahren ist es ein ständiges Match mit diversesten sehr schlauen, sehr klugen Therapien, die immer wieder die Meta-Stasen ein bisschen zurück drängen viele meiner Körperfunktionen ernsthaft geschädigt haben.
00:10:05: Das ist fast immer unvermeidlich bei solchen Krebstherapien, auch wenn sie intelligent konzipiert sind – was ja die Chemotherapie oft nicht ist.
00:10:16: und Ende XXIII bin ich dann konfrontiert worden mit einer zusätzlichen Facette der Sterblichkeit, dass die Mediziner, die mir viel geholfen haben in dem Kampf gegen den Krebs dann gesagt haben, es tut ihnen leid jetzt.
00:10:35: Sie geben nicht auf, aber sie sehen dass sie mit ihren Mitteln nicht mehr Heilung oder Heirbeiführen können.
00:10:43: Auch kaum Besserung.
00:10:45: es geht nur ums bremsen und ums aufhaltende Entwicklung.
00:10:49: das hat wieder einen Donnerwetter bei mir hervorgerufen wirklich eine wuchtige Auseinandersetzung die ich dann durch verschiedenste persönliche Geschichten bearbeitet habe.
00:11:05: Ich habe drei Monate lang, glaube ich fast jede Nacht Fassetten meines Lebens geträumt und zwar fotorealistisch ganz konkret von Kindheit wo ich mich auch gar nicht dann irgendwas erinnern konnte.
00:11:19: Aber es spricht alles dafür, dass das tatsächlich Szenen waren über die Jugend, über Konflikte in der Arbeit, über das Studium und über die Familie.
00:11:29: Das war immer sehr emotional intensiver aber auch positive Träume.
00:11:36: Ich kann mich erinnernen, dass ich oft aufgewacht bin und gleich die Augen wieder zugemacht habe um sich weiter träumen kann.
00:11:43: Es gelingt fast die leider... weil ich unbedingt die Geschichte weiter erleben, nacherleben wollte und dieser Art Lebensfilm den ich da ablaufen lassen konnte der hat mir ein ganz ruhiges Gefühl gebracht.
00:11:59: Ein gelassenes Gefühl, einen Rückblick wo man... Wo ich dann das Gefühl hatte ja sich oft auch einen falschen Weg gewählt, habe ihn aber dann korrigiert.
00:12:12: Es war viel ... Ich hab auch Menschen verletzt und manches davon konnte wieder ausgeglichen werden.
00:12:19: Aber es hat ganz viel Sinn gehabt und Freude gemacht.
00:12:24: Und seit damals trägt mich diese Gelassenheit.
00:12:30: Das ist jetzt doch schon wieder zwei Jahre her.
00:12:32: Wie kam das, glauben Sie?
00:12:33: Warum haben diese Träume begonnen?
00:12:38: kann ich natürlich nur indirekt beantworten.
00:12:41: Es war ein wieder so, wie bei der ersten Diagnose und dazwischen ein-zwei Mal das mich diese Aussicht bald sterben zu müssen und wahrscheinlich auf eine sehr unangenehme Art sterben zum Müssen extrem bewegt hat und mich auch gebeutelt hat geradezu.
00:13:01: und dass da einiges in mir Bach gerufen wurde und die Auseinandersetzung dann solche Formen angenommen haben, dass mein unbewusstes oder halbbewusstes quasi an einer Trauerarbeit oder einem Lebensfilm mitgewirkt hat.
00:13:22: Und mir diesen Rückblick erlaubt hat und damit auch mir wirklich die Angst genommen hat.
00:13:30: Da war nicht so viele Sachen, wo ich noch einhaken wollte.
00:13:36: Das eine ist also vielleicht quasi von der Reihenfolge her... Sie haben gesagt die erste Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Endlichkeit das heißt vor dieser Diagnose war es für sie nicht wirklich Thema ihr eigenes Sterben.
00:13:49: Davor habe ich wie die meisten Menschen auch viele meiner Freundinnen und Freunde mich irgendwie unverwundbar gefühlt.
00:13:57: Ich war fünfundfünfzig und habe nie irgendeine Krankheit gehabt, da lebt man so in diesem scheinbaren Gefühl – das ist ja nur ein Schein, dass mir nichts passieren kann!
00:14:10: Und dann war es plötzlich da.
00:14:11: und dann hab ich genau diese Mechanismen durchgemacht die e-beschrieben sind.
00:14:17: zuerst mit der Verleugnung, mit dem Weggeschieben hab ich nachher gesehen, sehen müssen.
00:14:29: Die Diagnose abgeschwächt in der Erzählung und habe gesagt, ich hab Gleasenscore ist so ein wesentlicher Ausdruck für die Gefährlichkeit des Krebses.
00:14:41: Ich hab gesagt, eh nur Glesenscore vier dabei, aber ich acht gehabt oder... Und dann irgendwann hat es mir gedämmert und gesagt, stimmt das überhaupt?
00:14:51: Also es ist klassisch in alles, was man schreibt.
00:14:57: Was ich selber ja auch geschrieben habe.
00:14:58: Ich hab den Büchern und die Artikeln über Krebs geschrieben und auch einen Film darüber gemacht.
00:15:06: Und wenn jemand mir gesagt hätte, ich kenne sie sich aus mit Krebs, hätte ich gesagt Ja!
00:15:13: Aber das, was ich dann erlebt habe hat mir Die ganze Auseinandersetzung noch einmal auf eine völlig andere Art beigebracht.
00:15:21: Ich habe mich gar nicht ausgekannt und war dann auch entsprechend verdattert, aber ich eben den Nutzen der da, ich hab dann auch eine ökologische Psychotherapie gemacht, die mir sehr viel geöffnet hat, vor allem den Zugang zu meinen weggeschobenen Emotionen möglich gemacht hat.
00:15:42: Und dann habe ich wirklich das Gefühl gehabt, ja da hat sich was geändert.
00:15:45: Ich hab auch meine Schwächen anders anschauen können und ein bisschen gelernt damit offener umzugehen.
00:15:54: So etwas hört eh nie auf der Auseinandersetzung.
00:15:59: Das war die erste intensive Begegnung.
00:16:05: dann doch bei jeder neuen massiven Herausforderung kommen diese Mechanismen aber in einer anderen Gestalt und die Bewältigungstrategien auch.
00:16:16: Und in dem Fall habe ich so dann bewusst gar nicht mitgewirkt, aber unbewusst mir die schönsten Geschichten aus meinem Leben
00:16:25: erzählt.".
00:16:27: Sie haben jetzt auch gesagt, dieses Krankheit als Chance.
00:16:31: Das war irgendwie so in dieser ersten... Also wie sie es erzählt haben hat das so geklungen, als wäre das jetzt auch vorbei dieser Gedanke?
00:16:38: Als wäre das eine Phase gewesen wo sie das gesehen hatten.
00:16:42: und jetzt sehen sie das aber nicht mehr so oder erleben sie es nicht mehr?
00:16:47: Ja ist dann schon.
00:16:49: ich habe ja dann auch als Wissenschaftsjournalist ganz bin ich um die ganze Welt gereist Therapieansetzungen, Spontaneilungen und Untersuchungen über Spontanheilungen angeschaut.
00:17:02: Auch mit einem doppelten Interesse halt.
00:17:05: Mit dem des Patienten und mit dem des Wissenschaftsjournalisten... Ich
00:17:11: habe das sehen erinnert an Tiziano Terzani, der wahrscheinlich etwas sagt unter seine Bücher?
00:17:17: Genau!
00:17:17: Ich glaube ich habe da auch durchaus eine Parallelle gesehen obwohl ich das Buch erst relativ spät kennengelernt hab.
00:17:25: Da habe ich diese Reisen schon absolviert gehabt.
00:17:30: Ich war natürlich mit dem Interesse eines offenen Journalisten, der auch die Schwächen der Schulmedizin kennt und weiß dass da noch vieles dazu zu lernen ist aber auch mit dem Suchenden nach irgendwelchen Therapiemöglichkeiten die mich nachhaltig gesund machen durch die Welt gereist.
00:17:53: Das hat mir auch sehr viel gebracht und hat mir den Blick vielfach geöffnet auf unser Leben, das was Gesundsein ausmacht.
00:18:05: Was Krankheit verursacht und was heilen kann.
00:18:08: aber letztendlich für mich persönlich Hat sich der Erfolg in Grenzen gehalten.
00:18:14: Ich meine, es ist jetzt auch so dass ich lebe aber halt ein bisschen schwieriger.
00:18:18: Aber ich habe die Vorstellung, ich könnte etwas finden was mich wieder gesund macht.
00:18:25: Die hab' ich ablegen müssen.
00:18:27: das war eine Illusion.
00:18:30: Und was glauben Sie jetzt?
00:18:31: Weil sie haben auch gesagt, im Jahr und zwanzig haben eben die Ärzte gesagt, sie können es gar nicht
00:18:38: mehr heilen.
00:18:38: Seit damals bin ich palliativ Patientin und sagt man, das ist eine schöne Formulierung.
00:18:45: Die dann auch bedeutet dass die Medizin sich selber aufruft dazu etwas zu tun was sie eigentlich sowieso immer tun sollte nämlich den Menschen in dem Mittelpunkt zu stellen und vor allem zu schauen dass auch Therapien die Chancen eröffnen nicht Leid allzu viel hervorbeheuer vorrufen sollten.
00:19:09: Das passiert leider immer noch viel zu selten und seit damals ... Ich kann nicht sagen, ich warte auf den Tod, ich tu doch viel mehr aber ich hab eine ganz andere Bedürfnisdoktor.
00:19:24: Dass jetzt das Leben im Jetzt ist eigentlich das Zentrale.
00:19:30: Ich plane nicht mehr!
00:19:34: In dem Sinn keine Zukunft.
00:19:35: Ich habe kein Ziel, das ich erreichen will und schaue ein bisschen zurück.
00:19:42: Und ich lebe hier und jetzt und schau, dass ich da das Beste draus mache.
00:19:49: Das ist schon etwas anderes als wenn man mit einer Perspektive ins Leben schaut und auch drum ringen kann, dass diese Perspektiv umsetzbar ist.
00:20:02: Das wäre ich nicht mehr schaffen.
00:20:04: Und das funktioniert auch für Sie, weil ich denke, wir sind ja so getrimmt immer auf dieses Zukunfts oder auch getrimmpf.
00:20:11: Ich weiß nicht, aber es ist ja so präsent, dieses Pläne schmieden und so weiter.
00:20:17: Aber das konnten sie für sich
00:20:19: loslassen?
00:20:20: Nein, da hat mich schon allein die Füße und meine Befindlichkeit schon ziemlich massiv dort hingeschubst.
00:20:28: Die massiven Muskelschmerzen und die Neuropathie, die mich doch plagt.
00:20:37: Und mich eigentlich fast geunfähig macht immer wieder.
00:20:43: Schränken mich in meinen Möglichkeiten des Dunstens auch so weit ein, dass ich... Auch mein Energiehaushalt ist ein total anderer!
00:20:51: Ich kann vieles nicht mehr was früher selbstverständlich ist wenn ich Das Arbeitstempo ist radikal geschrumpft und wenn ich was zu tun habe, was zu erledigen hab.
00:21:06: Nach drei Stunden spüre ich einfach es aus mehr kann nicht.
00:21:12: jetzt bin auch entsprechend erschöpft.
00:21:14: also da das sind viele Faktoren da die mir deutlich zu deutlich finde ich, signalisieren.
00:21:23: Ja jetzt ist das Leben anders und ich versuche halt trotzdem... Und Gott sei Dank eine sehr angenehme Umgebung die mir das auch erleichtert und mir hilft dabei einfach das möglichst Schöne aus dem Leben zu beziehen.
00:21:43: und ich denke halt was in zwei Wochen sein wird.
00:21:47: aber ob es in drei Wochen noch etwas ist Das überlege ich gar nicht, weil das weiß ich nicht.
00:21:53: Hat das auch Vorteile dieses imjetzt
00:21:57: sein?
00:21:58: Ja!
00:21:58: Schon eindeutig.
00:22:00: aber mir wäre schon lieber wenn bis jetzt mehr in einem perspektiv vollen Lebens zusammenhang stunde.
00:22:09: Das verstehe.
00:22:11: Aber was sind diese, auch wenn sie klein sind, die kleinen
00:22:15: rutschen
00:22:16: Dinge...
00:22:19: Die sind wacher, intensiver.
00:22:24: Das jetzt hat so viele kleine positive Facetten aber das wäre jetzt ein bisschen geschummelt dass nur positiv zu sehen.
00:22:36: es ist einfach eine Last dabei natürlich auch und die Beschwerden die ich habe machen mir das jetzt oft genug oder zu oft ziemlich unangenehm und da habe ich dann nicht das Gefühl, ihm jetzt auch sehr viel vorbein zu wollen.
00:22:59: Ja es gibt schöner Episoden im Leben.
00:23:04: Sie haben schon kurz angesprochen dass die Angst verschwunden ist?
00:23:10: Die war vorher da.
00:23:12: also sie haben gesagt dem ersten Moment war die Angst ganz stark...
00:23:16: Also bis zu einem Schmindelgefühl wo man sich denkt Jetzt wird einem alles geraubt.
00:23:23: Die eigenen Emotionen übertreiben mir das immer sehr, ne?
00:23:27: Das ist ja keine Rede, dass sich dann tot umfallen.
00:23:30: Ich weiß ja heute noch nicht ob ich den Nebenwirkungen der Medikamente und vielen Therapien sterben werde oder am Krebs selber.
00:23:39: Das ist unentschieden, das weiß ich nicht.
00:23:41: Und daher weiß ich auch nicht wie ich sterben würde aber relativ wahrscheinlich Innerhalb von Minuten und sofort.
00:23:50: Das heißt, ich habe durchaus Lebensperspektive aber die Angst hat das dann gar nicht mehr gesehen sondern die ist ein panisches Flackern gewesen eine kurze Zeit und wurde dann eben durch die wie soll man sagen die Biografie arbeitig mein Unterbewusstes mit mir verrichtet hat.
00:24:16: wurde sie irgendwie Vertrieben.
00:24:19: Hat sich da einfach verändert?
00:24:21: Hat sich einfach verändert, das ist für mich jetzt mit diesem positiven Rückblick auf mein Leben der das geblieben ist.
00:24:31: Ist einfach keine Angst da.
00:24:33: ich habe auch ein Herzprobleme und manchmal boltet es da ordentlich und da kann ich mir dann schon vorstellen dass es dann einmal stehen bleibt und da wäre ich ganz ruhig und gelassen Da ist dann wirklich keine Angst mehr.
00:24:50: Und die Angst ist Gewichen einer wachen, positiven Auseinandersetzung.
00:24:58: Ich habe mich ja für davor schon als Journalist und dann für den Film ganz besonders mit den Nahtodeserlebnissen beschäftigt also mit dem was alles passiert während wir sterben.
00:25:12: da sind wir in dem mittlerweile wissen, was tatsächlich stattfindet.
00:25:19: Viel viel weiter als noch vor zwei drei Jahrzehnten.
00:25:23: Damals wurde das Spinkisirei abgedan.
00:25:26: Mittlerweile weiß man da ist ein Teil sogar neurophysologisch erklärbar dass wir die Natur auch vorgesorgt hat für diesen massiven Zustand des Verschwindens aus dem Leben.
00:25:40: und mit diesem Erkenntnissen bin ich auf eine gewisse Art auch neugierig, was da kommt.
00:25:48: Kein Mensch weiß, was dort kommt außer man glaubt an etwas.
00:25:52: und diese Form des religiösen Glaubens die habe ich nicht.
00:25:56: also bleibt die Neugier und das Interesse.
00:26:01: Und ist es weil das thematisieren Sie ja auch ein bisschen in der Doku erleben sie's auch so dass es für Ihre Angehörigen oder für die Menschen um sich herum schwerer zu nehmen ist?
00:26:11: Das loslassen als für Sie selbst
00:26:13: Das glaube ich.
00:26:14: Also was schon bleibt ist eine gewisse Trauer in der Vorstellung, welche Kontakte ich alle verlieren werde?
00:26:24: Ich war jetzt gerade das erste Mal mit meiner Enkelin und meiner Frau alleine gemeinsam auf einer Insel in Kroatien und das sind ganz schöne Lebenserlebnisse die ich gar nicht missen möchte.
00:26:43: die Trauer da, dass man diese Weiterentwicklung dieser tollen jungen Frau oder das Kindes nicht erleben wird können.
00:26:55: Also der Verlust würde ich annehmen für die, die zurückbleiben schwerer zu verkraften als für den, der
00:27:05: geht.".
00:27:07: Glauben Sie, braucht es um dieses Gefühl zu haben?
00:27:12: Wenn sie das dann spüren, kommt eine Gelassenheit auch in ihnen.
00:27:16: Und eben diese nicht verhandene Angst.
00:27:18: Glaubten Sie, dass man das Gefühl hat, ich habe alles gut gelebt oder ich habe so gewacht die Dinge, die ich machen wollte?
00:27:27: Oder ist dieser Aspekt für sich gar nicht so wichtig?
00:27:31: Ich finde, dass dieser Aspekt ganz wichtig ist.
00:27:33: Aber das ist nicht so, dass ich den jeden Augenblick neu denke sondern das habe ich intensiv in diesen Träumen erlebt und da ist ein Bild entstanden über das sich immer wieder ein bisschen nachdenke manchmal relativierig.
00:27:49: einzelne Sachen davon dann tauchen auch Sachen auf wo die Konflikte nicht gelöst wurden bedauere ich dann auch ein bisschen, aber im Prinzip ist das einfach ein Gefühl.
00:28:00: Das bleibt ein Gefühl von einer Form von Gelassenheit und einer Form nachhaltigkeit.
00:28:11: in der Drohko jetzt also in dem Film Sterben für Anfänger erzählen sie auch von ihrem schwerkranken Freund oder damals schwer kranken Freund Franz, der eben dann auch verstorben ist.
00:28:23: Noch während sie den Film gedreht haben und da erzählen Sie auch das er gefragt wurde ob er im Ernstfall wiederbelebt und beatmet werden möchte?
00:28:34: Er hat damals ja gesagt bzw sprechen sich auch kurz über das Thema assistierter Suizid und sagen dass es auch für sie eine Überlegung war das in Erwägung zu ziehen.
00:28:48: Wie waren da Ihre Überlegungen dazu?
00:28:50: und auch wie sehen Sie dieses Thema heute?
00:28:54: Also zunächst, Franz hat ja etwas miterleben müssen was sehr viele Leuten passiert.
00:29:03: er ist dann in der Intensivstation unter Beatmung und unter Ausschaltung seiner bewussten Wahrnehmung durch Chemie gestorben.
00:29:15: Das passiert mittlerweile jedem Zehnten von uns.
00:29:19: Also die meisten, wenn man es die Leute fragt wollen sie immer zu Hause sterben aber doch nicht unter diesen Unständen einer künstlichen Beatmung, die einem sozusagen den direkten Kontakt ins Leben komplett nimmt.
00:29:36: Da möchte ich für mich möglichst alles tun damit mir das nicht passiert.
00:29:42: Man kann es nie ganz ausschließen, weil es kann eine Kette von Geschehnissen passieren.
00:29:48: Wo keiner daneben da ist, das sagt Hopperl am Moment einmal – das will der ja gar nicht!
00:29:53: Aber ich hoffe sie versucht es auch immer und überall zu vermitteln dass sich diesen Weg nicht gehe.
00:30:00: Ich habe mich schon gegen einzelne Therapien jetzt entschieden die so ein relativ hohes Risiko behalten, dass dann meinen Nieren, wo ich noch mal zwanzig Prozent Nierenfunktion habe nicht aushalten könnten.
00:30:16: und dann sage ich ja aber dann will ich es nicht machen.
00:30:19: Weil ich will dann nicht irgendwie im Mund, im Muldeoerganversagen irgendwo dahin vegetieren.
00:30:26: Das andere ist sozusagen die... das gehört auch dazu ist eine andere Facette des gleichen Themas Autonomie und Kontrolle über das eigene Ende leben zu können.
00:30:40: Und ich halte es für eine ganz wichtige Erweiterung der Möglichkeiten, dass das seit dem Jahr zwanzig in Österreich auch erlaubt ist natürlich unter kontrollierten Bedingungen.
00:30:52: Ich glaube auch, dass dies ganz gut ist Dass darauf geschaut wird, dass nicht Missbrauch verbetrieben wird.
00:30:58: Und für mich ist das eine ernsthafte Option die mich auch ein bisschen erleichtert in der Vorstellung, dass ich weiß wenn ich unerträgliche Schmerzen leiden muss was durchaus möglich ist weil ich schon Metastasen in der Bibelsäule habe, dass sich dann selber in der Lage bin das Ende zu bestimmen und mich zu verabschieden und das ist ein großer Gewinn.
00:31:27: Und interessanterweise, das zeige ich auch im Film, es ist oft so dass die Menschen, wenn sie dann diese Möglichkeit haben weil das bewilligt wird und Sie sogar das Medikament haben, sich dann wieder entscheiden weiterzuleben.
00:31:41: Es geht ganz viel um Selbstkontrolle.
00:31:44: Es geht sehr viel um selber die Sachen in der Hand zu haben und nicht den Passagier von einem Geschehen zu sein Wo man das Gefühl hat, dass sagen die machen die Ärzte alles was sie wollen und gar nicht mehr was ich selber will.
00:31:59: Sieht nichts ausgeliefert fühlen
00:32:00: den ganzen?
00:32:01: Ja genau
00:32:04: Ich habe ein Zitat von Ihnen, ich glaube es kommt am Ende der DOKO.
00:32:09: Sagen Sie das.
00:32:11: Wir können uns auf dem Tod vorbereiten vielleicht sogar lernen loszulassen aber eine Frage bleibt Was geschieht in dem Moment in dem wir sterben?
00:32:21: Was ist denn Ihre Antwort darauf?
00:32:23: oder anders gefragt?
00:32:24: Was ist für Sie der
00:32:26: Tod?".
00:32:28: Ich stelle mir im Licht der Recherchen und der Erzählung, da vielen Menschen mit denen mich zu dunkel gehabt haben vor dass das auch eine Art Nübergleiten in einer anderen Welt ist.
00:32:42: Auch in der Wahrnehmung.
00:32:43: Es gibt viele Erzählungen die zeigen wie immer dass jetzt interpretiert wird es so ist in ein erlebender Zeitlosigkeit und in ein erlebender Auflösung von Raum und Zeit eigentlich hinübergleiten kann.
00:33:02: Und das wünsche ich mir, dass sich das auch erleben kann.
00:33:07: Das gibt es keine Garantie natürlich dafür Und das öffnet auch viele Blicke, die mich sehr neugierig machen.
00:33:14: Weil die Nahtodeserlebnisse, die ja jetzt wissenschaftlich mittlerweile sehr fundiert untersucht sind zeigen dass diese außerkörperlichen Wahrnehmungen der Menschen sich aus ihrem eigenen Körper gehoben auf das Geschehen hinunterschauend beschreiben überwiegend oder auch manchal von der Seite, dass diese Erzählungen aus ihrem Leben produzieren, die überprüfbar richtig sind.
00:33:45: Es gibt viele Erzählungen, die durch verschiedene Indizien ganz klar richtig sind... müsste aber dann auch heißen, wenn das stimmt, dass unsere Bewusstsein mehr ist als was unser Gehirn produziert und die Forscher, die sich damit beschäftigen sprechen von einem nicht lokalen oder generellen Bewusstseins.
00:34:11: dass jetzt nicht einer im Einzelnen Individuum zuzuordnen ist, aber wenn man geboren wird in irgendeiner Form herauskommt und das mal wieder zurückgeht.
00:34:24: Wie immer das im Detail sein mag weiß ich nicht, aber es ist ein gutes Gefühl sozusagen nicht das Gefühl zu haben komplett zu verschwinden Was nichts damit zu tun hat, dass ich an irgendeine Art Wiedergeburt glaube oder auch nicht ein Engel oder Ähnliches?
00:34:47: Sie, also in der Beschreibung auch zu Ihrem Film auf der Webseite steht eben sie haben diese überraschende Wahrheit entdeckt nämlich das man sterben lernen kann.
00:35:00: Wie meinen Sie das?
00:35:01: wie ist es zu verstehen?
00:35:04: Ich glaube generell als Mechanismus wenn man wieder lernt, mit dem Sterben und dem Tod zu leben.
00:35:13: Das dann ganz viel vom Schrecken und vom Unheimlichen keine so große Rolle mehr spielt.
00:35:21: Das wäre sozusagen eines der zentralen Kapitän des Sterbenerneins das man auch selber wahrnimmt dass es einfach dazugehört und dass ein Teil des Lebens ist und das kann dann in verschiedensten Facetten bedeutsam sein, dass man auch lernt mit diesen Ängsten die dann immer wieder auftauchen umzugehen.
00:35:46: Dass wir Lernmechanismen zu entwickeln, die überwinden das man begreift.
00:35:54: Das sterben zwar den Abschied von höchstwahrscheinlich sage ich mal von dem persönlichen Umfeld bedeutet, indem man lebt und dass man liebt aber nicht den Abschied von allem bedeuten muss.
00:36:11: Also ich glaube zumindest das ist für mich so ein hoffnungsvoller Blick da.
00:36:18: also ich glaube hauptsächlich geht es darum dass dass man das Angst volle wegschieben des Sterbens überwinden kann.
00:36:28: Ich habe auch noch eine andere Aussage, die ich auch interessant fand.
00:36:31: Noch von Ihnen mir aufgeschrieben.
00:36:34: Ich glaube nicht an Gott aber manchmal sehne ich mich nach ihm.
00:36:39: Meinen Sie damit es würde ihnen helfen die Vorstellung gläubig zu sein?
00:36:44: oder was meinen sie dann mit Gott?
00:36:46: Nachdem Sie sich sehen.
00:36:48: Ich glaub das Menschen der eine festgefügte Religion als Teile ihres Lebens haben, ist in einem gewissen Sinn leichter haben.
00:37:00: Weil sie ... weil die Spiritualität, die da entwickelt ist irgendwie ein geschlossenes Bild vermittelt auch eine Form von aufgehoben sein und damit auch relativ zur Sicherheit.
00:37:14: Menschen wie ich, die nicht an einen bestimmten Gott glauben müssen sich mühevoller der eigenen Spiritualität annähern im Sinne des Wahrnehmens und der Fassens, was etwas Universum und all das Gigantische rund um uns für einen selber bedeutet.
00:37:33: Und was Unendlichkeit in dieser endlichen Welt bedeutet?
00:37:39: Also es ist anstrengender und das Sehnen – damit wollte ich ausdrücken, dass ich's manchmal gern ein bisschen ruhiger und gelassener
00:37:47: hätte.".
00:37:50: In Ihrem Gefühlsleben meinen Sie das so?
00:37:55: Wenn es eine einzige Sache gäbe, die Sie in Ihrem Leben verändern könnten.
00:38:01: Was wäre das?
00:38:04: Ich glaube mit einer einzigen würde ich mich nicht zufrieden geben.
00:38:08: Aber an was würden immer so erste Gedanken, die Ihnen kommen?
00:38:13: Also hier und jetzt würde ich mir eine gewisse Zeit ohne Schmerzen und mit etwas mehr Kraft und Vitalität wünschen ohne Übelkeit mit einem positiven Körperempfinden, an das ich mich erinnern kann.
00:38:32: Aber dass ich schon lange nicht mehr erleben kann und ... Das würde mir das hier und jetzt viel schöner
00:38:40: machen.".
00:38:42: Haben Sie einen Wunsch an den Tod?
00:38:46: Man könnte fast ja sagen, wie Sie jetzt gefragt haben ist bei mir Licht.
00:38:54: Ist es hell geworden?
00:38:55: Ist Licht entstanden als als ein Gefühl, Teil eines größeren Ganzen zu sein und auch in diesem größeren ganzen aufzugehen.
00:39:11: Was ich jetzt nicht als jenseits konkret sehen kann aber der Eindruck oder die Emotion dass man das Sterben nicht ein komplettes Verschwinden bedeutet.
00:39:29: Wichtig, wie Menschen sich an sie erinnern oder ob Menschen sich in sie erinnern.
00:39:34: Wenn Sie einmal nicht mehr sind?
00:39:36: Das wäre mir sehr wichtig und da haben Sie sicher recht auch, dass Sie das ansprechen.
00:39:44: Da habe ich die Hoffnung, dass viele Menschen sich eine sinnvolle gute und positive Sache von mir erinneren.
00:39:54: aber ich bin auch sicher, dass manche sich an einem etwas eckigen Charakter erinnern, der einen manchmal auf die Zähne gestiegen ist.
00:40:08: Das würde ich ganz gerne ein bisschen weniger machen aber das wird mir nicht gelingen.
00:40:17: Vielen Dank Gut Langbein!
00:40:19: Danke dass Sie sich Zeit genommen haben und danke dass wir dieses Gespräch heute dafür konnten.
00:40:26: Gelegenheit so auseinandersetzung damit.
00:40:28: Ja, danke!
00:40:34: Wenn dich dieses Gespräch berührt hat, hör dir gerne auch die Folge fünf an.
00:40:40: mit Tilly Ecker.
00:40:42: Sie ist Ärztin und arbeitet seit fünfundvierzig Jahren in der Strahlen Onkologie.
00:40:47: sie spricht mit sehr viel Wissen, Klarheit und Ruhe über das Sterben Und ich glaube es gibt sehr vieles was wir alle von ihr lernen können.
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