#14 Thomas Hessler

Shownotes

Bruder Thomas Hessler ist Prior und Mitgründer des Kloster Gut Aich, wo auch der 100-jährige Bruder David Steindl Rast lebt. Bruder Thomas ist Benediktinermönch, Theologe, Künstler und Naturheilkundler. Für ihn ist Sterben ein Übergang ins unendliche Leben, in etwas Bleibendes; und der Tod eine Gelegenheit zu reflektieren, was wirklich wichtig ist. Im Podcast erzählt er, wie er sich am Totenbett seiner Mutter mit seinem Bruder ausgesprochen hat, und er unterscheidet zwischen "da sein" und "gegenwärtig sein": Auch ein Mensch, der nicht mehr da ist, kann gegenwärtig sein. So erlebt er seine verstorbenen Eltern und erzählt, wie sie ihn auf diese Weise auch heute noch unterstützen. Wir sprechen auch darüber, was Sexualität für ihn mit Endlichkeit zu tun hat und wie er als Mönch damit umgeht, sich als erotischen Menschen zu erleben. Ich frage ihn auch ganz Praktisches rund ums Sterben, nämlich was Mönche im Kloster zur Vorbereitung auf den eigenen Tod regeln, vom Testament bis zur Patientenverfügung, und er erzählt über den "im Geiste Jüngsten" unter den Mönchen Bruder David Steindl Rast. Bruder Thomas ist Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ein besonders wichtiges Anliegen, wir sprechen daher auch darüber und seine Kritik am patriarchalen System, über Frauen im Kloster und seinen Wunsch nach "Schwester Tod".

2025 erschien sein Buch "Mein Rückzug in die Welt: Kloster-Prinzipien für ein erfülltes Leben", geschrieben gemeinsam mit Felicitas von Aretin. https://www.europakloster.com

Transkript anzeigen

00:00:06: Herzlich willkommen zum Podcast Memento Mori, Gespräche über den Tod und das Leben davor.

00:00:13: Ich bin Caroline Kirschbaumer und ich spreche mit unterschiedlichen Menschen über den Tot, über das Sterben, über Vergänglichkeit – und damit natürlich auch übers Leben!

00:00:26: Und irgendwie wird da das Leben nochmal klarer?

00:00:29: Was ist wirklich wichtig im Leben?

00:00:31: Worauf kommt es an?

00:00:32: Was is

00:00:33: entscheidend?!

00:00:35: Der Tod ist eine Tür ins Leben hinein.

00:00:38: Ich habe jetzt ewiges Leben dazusagen, aber zu dem das Leben eigentlich ist und es ist unsterblich.

00:00:46: Und da wird mir auch ein Beispiel, der immer noch Bücher schreibt.

00:00:52: Er steht dann, wenn es nicht die Augenblick gibt.

00:00:57: Herzlich willkommen!

00:00:58: Dankeschön, lieber Bruder Thomas, dass du heute mit mir sprichst.

00:01:03: Gerne.

00:01:04: Freut mich auch, Karoline.

00:01:07: Du bist Mitgründer des Klostergut Eich, das war im Jahr nineteenhundertdreiundneunzig und seit zwei Jahren bist du auch hier der Prior des Klosters.

00:01:16: Du hast hier das Kunstatelier beziehungsweise die Kunstwerkstätten auch aufgebaut Und das Kloster Gut Eich ist auch bekannt weil auch der mittlerweile hundertjährige Bruder David Steindl Rast hier lebt.

00:01:30: Du bist Theologe, Künstler- und Naturheilkunder

00:01:36: Ja.

00:01:37: Du hast ein Buch geschrieben gemeinsam mit Felicitas von Arethin, letztes Jahr glaube ich ist das herausgekommen.

00:01:45: es heißt mein Rückzug in die Welt Klosterprinzipien für ein erfülltes Leben.

00:01:51: Am Schluss in Ihrem Nachwort eben von deiner Koatorin schreibt sie Mein erstes Gespräch mit Bruder Thomas hatte ich mir anders vorgestellt.

00:02:02: Ich wollte über seine Kunst und seine neuen Herausforderungen als Prior sprechen, er aber über seine Gefühle, seine Sexualität.

00:02:12: Es ist durchaus unüblich für einen Mönch oder nicht das was man sich erwartet von einem Mönche, von einem Prior eines Klosters.

00:02:19: und insofern ist es mir eine Erinnerung geblieben Und ich würde vielleicht gleich bei dem Thema bleiben und möchte hier einen Teil des Buches Vorlesen oder ein Zitat aus dem Buch, Maxus lieber selber lesen?

00:02:34: Oder Maxu lieber zuhören.

00:02:35: Was wäre dir angemacht?

00:02:36: Zu hören!

00:02:36: Das ist immer schön.

00:02:38: Dann darfst du noch zuhörn und später wirst dann du mehr sprechen.

00:02:40: Gerne.

00:02:42: Auch ich stieß in meiner Lebensmitte nochmal an meine Grenzen als ein nahe Freund, ein bayerischer Psychiater mit forty-fünf Jahren unheilbaren Krebs erkrankte.

00:02:55: Gemeinsam mit seiner Familie begleitete ich seinen Sterbensprozess.

00:03:01: Sein Tod war für mich eine existenzielle Erfahrung, die zwar keine Glaubenskrise auslöste, mich aber erneut mit meinem Wunsch nach mehr Sexualität konfrontierte.

00:03:13: Damals begann ich erneute eine Liebesbeziehung.

00:03:17: Meine häufigen Abwesenheiten kaschierte ich mit meinen Tätigkeiten außerhalb des Klosters.

00:03:22: Meine Mitbrüter hielt dich auf Distanz und beteiligte sie nicht an meinen inneren Prozessen zumal meiner Energie ohnehin in die Beziehung floss.

00:03:33: In dieser Zeit fühlte ich mich zerrissen zwischen dem Wunsch nach Zweisamkeit und im Klosterleben.

00:03:41: Ich erlebte Angstzustände, Lid unterzweifeln weshalb ich mich in dieser existenziellen Unbruchzeit nochmals intensiv geistlich beraten ließ.

00:03:52: In einem langsamen Prozess verstand ich dass sich mit dem Ausleben einer Sexualität von meiner eigenen Endlichkeit fliehen wollte.

00:04:04: Dazu ist jetzt meine Frage, wie war das oder wie hast du das gemeint?

00:04:11: bzw vielleicht auch was kann Sexualität mit Endlichkeit zu tun haben?

00:04:19: Also ich erlebe mich immer als sehr ausdruckstarken, auch erotischen Menschen und da bin Auf dieser Energieebene.

00:04:33: von Sexualität erfahre ich mich sehr stark.

00:04:36: Das ist etwas, was irgendwie zu mir gehört und es ist ein starker Lebensimpuls.

00:04:43: Und einfach dieses Sehnsucht nach Leben, nach Lebendigkeit, nach Ausdruck... ...ist etwas, das mich tief bewegt und da sind wir nicht der Tod eine große Herausforderung, weil er dem einfach eine Grenze setzt.

00:05:02: Mit dem Lebensimpuls.

00:05:05: Und das mich eher unbewusst am Kopf kann ich schon damit umgehen, aber unbewusst so weit beeinflusst dass ich versuche dieser Begrenzung des Lebens diese Endlichkeit ein Stück weit auszuweichen.

00:05:21: und bei mir ist es dann nicht, dass ich bergeholig werde oder irgendwie reichtum anläufe überall hinfliegen muss oder ständig auf irgendwelchen Events bin, sondern eher so diese Sehnsucht nach Zweisamkeit, nach Zärtlichkeit, nach Intimität.

00:05:43: Und das war auch durch diese geistliche Begleitung ist mir das nochmal bewusster geworden mich dem zu stellen also meine eigenen Endlichkeit.

00:05:53: und es war noch mal ein Hingehen in Ohnmacht in etwas, wo ich nichts in der Hand habe.

00:06:03: Sondern es geschieht und das ist ausgelöst worden eben durch diese Erfahrung wie mein Freund gestorben ist also da diese Unmächtigkeit so hautnah mitzuerleben Und dass hat sich dann immer wieder wiederholt auch beim Tod der Mutter Beim Vater was dann nicht mehr so stark Aber auch wenn mein leiblicher Bruder, der in den Anzeigenjahren mit dem Kloster war und aus dem Kluster ausgetreten ist, das war auch eine Unmachtserfahrung.

00:06:37: Um mich hinzugeben, nicht eben es abzukürzen nach der Schmerz dann mit verbundenes, sondern da durchzugehen.

00:06:50: Das hat eigentlich noch mal mehr ins Leben hineingebracht.

00:06:57: Erdeh mich weiterhin, dass ich ein erotischer Mensch bin und dass ich Gefühle habe.

00:07:02: Und Empfindungen habe aber ... Ich hab durch diese Erfahrung irgendwie ... Diese Sehnsucht hat einen Ort gefunden.

00:07:13: Der hat was mit Stille zu tun auch?

00:07:16: Mit All eins sein... Also das, was man eigentlich mit dieser mönchischen Lebensweise am stärksten verbindet.

00:07:27: Das hat dann In einer Auszeit, wo ich drei Monate auf einer Almhütte war im Kärnten.

00:07:34: Zu einem schönen Rahmen gehabt, also wo ich ganz bewusst in dieses Alleinsein gegangen bin.

00:07:43: und das war jetzt nicht nur romantisch und drei Monate Urlaub oder so sondern ganz alleine auf einer Hütte zu sein, drei Monate lang ist besonders in der ersten Woche eine Herausforderung gewesen.

00:07:55: Das hat mich sehr unruhig gemacht sind so viele Verlassenheitsgefühle von früher aus der Kindheit auch hochgekommen, Einsamkeitserfahrungen und da aber auch wieder durchzugehen.

00:08:07: Und das war auf mich zum Beispiel in den Erfahrungen einer spiritellen Präsenz dann erlebbar dass ich gut allein sein kann.

00:08:16: also so eine Christus Gegenwart will ja jetzt nicht so idealisieren aber es hat was mit einer spirituellen Präsonz zu tun Mit meinem eigenen, aber auch mit einer Präsenz die spürbar ist.

00:08:34: Diese göttliche Präsentz, die in allem Jahr zu erfahren ist und gerade in so eine Hütte wo sich alles reduziert aufs einfache, aufs wesentliche Stille.

00:08:46: also es war ein Eintauchen in eine erfüllte Stille.

00:08:54: Da hat auch alles an mein Sehnen so ein Ent zu Hause bekommen und da bin ich irgendwie angekommen mit meiner Sehnsucht, meine Suche des authentischen mönchlichen Lebens.

00:09:11: Und in dem bist du jetzt auch gut?

00:09:14: Mit deiner Endlichkeit.

00:09:16: oder ist sie Teil davon von dem was du jetzt beschrieben hast?

00:09:22: Ja, weil es etwas... Natürlich war das in dieser Hüttenzeit, in der Auszeit und in der Remitenzeit etwas sehr ... Ja da habe ich so das Ganze des Lebens sehr wahrnehmen können.

00:09:42: Wo auch jedem Tod sterben dazugehört aber wo es einen darüber hinaus gibt was mir so bewusst ist auch in dieser Verbundenheit mit mir lieben Menschen die schon gestorben sind Also eben zum Beispiel mit meinen Großeltern.

00:10:02: Ich habe glaube ich so gewohnt, wie meine Großelter früher gebohnt haben in der buckligen Welt auch auf einem Bergoben und zu einer kleinen Bauernhausamde gewohnte sehr einfach Und ich glaube ich hab so endlich auch gewohnd wie sie gewohnten.

00:10:20: Da waren sie mir ja auch ganz nahe.

00:10:23: Nehmen wir es ja sehr präsent und wo ich gemerkt habe natürlich sind immer da Aber sie sind gegenwärtig und wenn ich in diese Gegenwertigkeit komme, dann hat auch die Endlichkeit einen Platz.

00:10:43: Dann ist auch die Realität das etwas aufhört – Realität und Möglichkeit mit Trauerschmerz verbunden da schon aber es ist eingebettet in etwas Größeres Ganzes.

00:11:02: Das hat sich in mir so... ist das ein Fleisch und Blut übergegangen, merke ich.

00:11:08: Also das kann ich immer wieder abrufen dieses Gefühl, dieses Empfinden, dieses Bewusstsein auch jetzt wenn ich wieder normal so das ist zu tun und dort muss ich mit ihm reden

00:11:20: Was ist der Tod denn für dich?

00:11:23: Wie würdest du den Tod beschreiben?

00:11:27: Dort wo ich im Sterbenden schon mit dabei war, war er ja schon öfters War es eigentlich.

00:11:34: Du hast eine Initiationserfahrung ins Leben hinein.

00:11:39: Es ist schon ein heiliger Moment, wenn der Tod kommt und eintritt.

00:11:47: Der Mensch stirbt das immer so... Wann ist es?

00:11:51: Wann beginnt es?

00:11:52: aber es ist spürbar.

00:11:55: Bei der Mutter war's zum Beispiel so da waren wir vierzehn Tage an ihrem Sterbebett gesessen Und die haben immer gemeint sie will ja in Kreis ihrer Familie sterben auch abgewechselt als Geschwister, dass immer wer da war.

00:12:10: Und ich glaube sie hat sich entschieden und das war auch ein Stück weit ihr Wesen, dass sie alleine sein will.

00:12:19: Und jetzt genau eine Viertelstunde, wo niemand bei ihr war, ist dann gestorben, ist sie gegangen.

00:12:25: Aber es waren diese vierzehn Tage schon so.

00:12:30: Klar, es waren Herausforderungen, das war intensiv gerade am Anfang Das mitzuerleben, wenn die Mutter geht.

00:12:40: Kommunikationsfamilien sich ja radikal auch ändern.

00:12:44: Aber es ist etwas Besonderes.

00:12:47: Es ist herausgehoben und irgendwie wird das Leben noch mal klarer.

00:12:53: Man sieht es wirklich wichtig im Leben.

00:12:54: darauf kommt's an was ist entscheidend?

00:12:59: Was brauchst du eigentlich gar nicht?

00:13:00: Also das hilft wirklich zu wissen Was ist Leben?

00:13:08: Vielleicht zusammengefasst kann man sagen, es ist Beziehung.

00:13:11: Es geht um Beziehungen und gerade so um den Tod, um das Sterben herum bekommen Beziehungs noch mehr eine neue oder tiefere Bedeutung.

00:13:23: also die... das was vielleicht noch nicht geklärt ist ins Wort zu bringen jetzt vielleicht gar nicht so mit dem Sterbenden aber in der Familie wenn man dann zusammensitzt und ja, schon betroffen auch ist.

00:13:41: Und da geht jetzt eine ganz wichtige Person aus dem Familienkreis.

00:13:47: Das war zum Beispiel mit meinem Bruder so, wo wir gar nicht so leicht waren wie er damals aus dem Kloster gegangen ist weil für mich da schon auch etwas verlustig geworden ist, wo ich mit ihm ja ganz vertraut war und wir vieles miteinander aufgebaut haben gemacht haben.

00:14:06: Da gab es auch so einen Grollen mehr, also einen Vorwurf.

00:14:10: Und da habe ich gemerkt das ist gut dass wir das ausreden.

00:14:13: Auch am toten Bett der Mutter diese Nächte die wir da haben uns Zeit dafür nehmen.

00:14:20: worauf kommt denn wirklich an?

00:14:23: Die Dinge einfach auszusprechen trotzdem den anderen zu respektieren zu würdigen und seinen Entscheidungen mit dem wie er sie sein Leben lebt?

00:14:39: Und das ist für mich... Ja, der Tod ist wirklich eine Tür ins Leben hinein.

00:14:46: Ob ich jetzt ewiges Leben dazu sage?

00:14:49: Aber zu dem was Leben eigentlich ist und das ist unsterblich.

00:14:56: Weil das Leben geht ja durch unser eigenes Leben hindurch.

00:15:02: Das ist ein großes Leben ob ich jetzt göttlich dazusage oder es lieben an sich mich dem an zu vertrauen, diesem Fluss.

00:15:12: Und so ist es ein Übergang.

00:15:17: Sie müssen mich am stärksten eigentlich in das, was sie in der deutschen Sprache unterscheiden wird zwischen da sein und gegenwärtig sein.

00:15:24: Also wenn ein Mensch stirbt, ist er dann nicht mehr da.

00:15:28: Ich kann nicht immer die Hand halten, ich kann mit ihm nicht mehr auf den Kaffee gehen, kann ihn nicht mehr anrufen werden, einfach nicht mehr dar.

00:15:36: Aber der Mensch ist dann gegenwärftig!

00:15:41: ist dann ganz präsent.

00:15:43: Einerseits in der Erinnerung präsend und erinnern, wie der heilige Augustinus es sagt, das Vergangenes vergegenwärtigen was erinnert ist jetzt nicht nur so sindamentall zurückgeschauen und irgendwas klebend hängen sondern wenn ich mich wirklich gut erinnere dann hole ich vergangenes in die Gegenwart für gegenwärtiges und Gegenwertigkeit auch dieser Präsenz des Lebensöffne, da muss ich nicht an Geister glauben.

00:16:19: Irgendwie ist dann dieser Mensch der nicht mehr da, es ist gegenwärtig!

00:16:26: Wir Christen sagen dazu und sie in das Auferstand in Wirklichkeit präsent.

00:16:33: Und das kann mich wahrnehmen.

00:16:35: Darf ich nachfragen kurz?

00:16:37: Apropos Nichts An Geister Glauben und Gegenwärtige sein.

00:16:42: im Buch steht auch dass Beide oder auf jeden Fall deine Mutter auch nach dem Tod, also es steht drin.

00:16:48: Sie sei dir erschienen und auch beim Vater hattest du ähnliche Erlebnisse.

00:16:54: Wie meinst Du das mit erschienen?

00:16:57: Ja, das ist wie gesagt nicht so ein Geist der dann irgendwie durch Rumspuckt Im Spuckschlass.

00:17:08: Sondern da war ich eben in so einer Meditativen Haltung.

00:17:12: Da war natürlich auch ein Schmerz, dass die Mutter nicht mehr da ist.

00:17:15: Ich hatte ja sehr intensive Beziehung auch zu ihr und mit viel Trauer auch verbunden.

00:17:21: Und in der Nacht habe ich da noch nicht sehr gut geschlafen.

00:17:24: Das ist genau in die Zeit zusammengefallen wie der Bruder aus dem Kloster gegangen ist... ...und auch so Sorgen dann waren.

00:17:31: Wie wir das schaffen werden und ob ich ihn schlafen können?

00:17:35: Ich hab seine kleine Medikationsecke bei mir im Zimmer.

00:17:38: Da habe ich mich dann so hingesetzt und hab dann einfach versucht, zurückzuwerten zu meditieren.

00:17:44: Und da ist dann eben so ein Bild gekommen, wo die Mutter mir plötzlich vor Augen gekommen ist... ...und die dann ganz klar gesagt hat macht ihr keine Sorgen?

00:17:55: Lass Gott wirken!

00:17:56: Es ist alles geordnet.

00:17:58: Macht ihr keine Sorgen?

00:17:59: Lasst Gott wirk'n.

00:18:01: es ist alles gearordnet muss man wissen dass ich eher ins Anhaftotyp bin und Ordnung ist für mich ganz wichtig.

00:18:09: Die hat schon gewusst, wie es mich abholt.

00:18:13: Und das war deine Botschaft, die trägt jetzt immer noch?

00:18:18: Ja, wenn ich an das so wie in der Hütte diese Erfahrung des Alleinseins, der Stille habe ich das auch in mir so abgespeichert und ist eine Essenz, die die träght.

00:18:33: Beim Vater war's ... Es war dann eher ein Traum-Sequenz wo ich in den Nockbergen, im Kärnten bin ich ja viel unterwegs.

00:18:43: In meinem Urlaub immer und da gibt es so ein schönes Hochtal mit einem Bach der dort fließt und plötzlich kommt mir eine ganze Verwandtschaft und meine ganzen Ahnen kommen dann dem Berger runtergelaufen.

00:18:57: Und die wusste das dann alle irgendwie.

00:18:59: Das war so eine riesige Gruppe von Menschen.

00:19:03: Mein Vater war auch darunter.

00:19:05: Die sind dann alle über diesen Bergbach, der in Wirklichkeit gar nicht so ein Reiß in der Bach ist, und du entspannst seine Quelle.

00:19:13: Und das fließt dann so.

00:19:14: oder es war so richtiger Bergbach.

00:19:16: Sind die da drüber gelaufen?

00:19:18: Mein Vater sagt, komm!

00:19:21: Komm mit!

00:19:23: Und ich sage ja... Warte mal, das geht ja nicht so schnell.

00:19:27: Dann habe ich gesagt, das schaffts schon.

00:19:28: Komm!

00:19:30: Das schaffs schon.

00:19:31: Da bin ich danach aufgewachten.

00:19:32: Das war eine ganz klare Erkenntnis.

00:19:36: Es traurig nur.

00:19:38: Also wenn ich jetzt diese vielen Verantwortlichkeiten anscheuere, was ich da alles tue.

00:19:44: Heute haben wir wieder über betreutes Wohnen gesprochen, wie wir für... ...twundzwanzig Wohnen hätten bauen wollen.

00:19:50: Wie man das finanziert eben, wie das ausschauen wird.

00:19:54: Gestern haben wir überlegt wie wir unsere Naturkosmetikmanufaktur die wir nächstes Jahr bauen wollen finanzieren.

00:20:01: Wo wir mit Partnern zusammen und und und also zu gibt es schon vieles zu tun, eben managen.

00:20:11: Und da habe ich auch immer meinen Vater im Ohr und gesagt es schafft schon Kim!

00:20:18: Das sind für mich so Bindungen oder Beziehungen zu dieser Gegenwertigkeit, dass meine Eltern gegenwärtig sind.

00:20:29: Ich sage wenn ich christlich spiritell ausdrücke in der auferstandenen Wirklichkeit leben oder im Licht In Kontakttritte, wenn ich selber in die Gegenwerblichkeit reintrete.

00:20:45: Das mache mir alle, meine hirschen Traditionen versuchen immer wieder in diese Präsenz zu kommen und da gibt es das Gebet und die Meditation und die spirituelle Praxis und die Handarbeit dazu, immer wieder hier und jetzt zu kommen.

00:21:03: Ich habe noch eine zweite Nachfrage zu etwas was du vorhin auch ... Kurz erwähnt hast du diesen Moment des Sterbens.

00:21:12: Du hast gesagt, das ist ein heiliger Moment und es ist spürbar.

00:21:18: Was ist denn da spürba?

00:21:21: Also dass sich da was wandelt – nicht gleich!

00:21:26: Das ist auch so ein Prozess, den ich am stärksten vielleicht zurück bin kann.

00:21:33: Auch wer schon eben Sterbende begleitet hat, wer sie dann gewaschen hat oder angezogen hat Da gibt es so eine Phase, wo der natürlich dadurch, dass der Körper noch warm ist dann wieder beweglicher wird.

00:21:49: Das ist ja am Anfang nicht sondern da braucht man gewisse Zeit bis man den Körper dann wirklich auch wieder bewegen kann.

00:21:54: und dann was ich an dem Verstorbenen anziehen kann.

00:21:59: Und dann gibt's etwas, wo eine Erkenntnis aufsteigt das nur noch Hülle, das ist nur noch eine Hülla die da übrig bleibt Und da kommt mir ein stärksteres Bild von der Raupen und dem Schmetterling, wo sich auch was transformiert.

00:22:23: Wo auch dann etwas entsteht, das völlig anders ist.

00:22:29: Das ist nämlich eine schöne Sinnbild wie diese Transformation, dass Transformation passiert beim Sterben im Tod.

00:22:41: Ich glaube schon, dass es sowas gegenseitiges ist.

00:22:43: Also das ist auch in mir etwas was sich transformiert wenn ich eben mit den Menschen der noch so ganz real da war jetzt nicht mehr da ist, dass ich selber da etwas realisiere was nicht gleich mal da ist sondern da hänge ich vielleicht noch an Empfindungen, an Sehnsichten und vielleicht auch Befürchtungen zu begreifen.

00:23:12: und deswegen ist es auch wichtig, dass der Kontakt mit dem Toten möglich ist.

00:23:19: Dass das nicht irgendwie sterben und weg, sondern dass es gut ist wenn der wo aufgebaut ist, dass ich vielleicht noch mal zum Sarg hingehen kann und wie er das will natürlich aber auch da nochmal hingreifen kann berühren kann und merke es eigentlich nur noch die Hülle Das, was den Menschen ausgemacht hat.

00:23:45: Man sieht dazu sagt diese Einmaligkeit, die sich transformiert in etwas Bleibendes.

00:23:59: Nicht nur eben auch in Erinnerung Bleibendes.

00:24:04: oder wir sagen ja du lebst in deinen Kindern weiter Das ist ja auch etwas Bleibendes, von dem der geht.

00:24:14: Aber auch das ist für mich schon, dass dieser Mensch auch in seiner Einmaligkeit bestand hat.

00:24:25: Dass es bleibt bin ich sicher sehr geprägt auch vom christlichen Jenseitsvorstellung oder Bild.

00:24:36: Es gibt jetzt zum Beispiel... Wir hören ja beim Essen immer Vorträge vom Band oder die neuesten Wissenschaftler Erkenntnisse und so.

00:24:44: Die Tischlesung, die alte Form der Tischlesung.

00:24:47: Und da haben sie jetzt einen Japaner an den Buben von zehn Jahren, der hat richtige empirische Untersuchungen gemacht und hat herausgefunden dass Raupen nachdem sie sich verbuppt haben zu Schmetterlingen geworden sind, die Schmetternlinge sich an das noch erinnern was die Raubte erfahren hat Mit Gerüchen und mit Verabstimmungen oder so.

00:25:13: irgendwie hat er das herausgefunden, obwohl sich diese Raupe ja völlig auflöst.

00:25:20: Das ist irgendwie ein Zellkompromarat.

00:25:27: Ist irgendwie die Information, wer dieses Raupee aus Rauppe gespeichert hat?

00:25:34: Gibt es weiter und ist im Schmetterling immer noch präsent?

00:25:38: vielleicht nicht mehr so... Klar, aber wie will ich das als ein zehnjähriger Japaner jetzt rausbekommen?

00:25:45: Und der ist mit einer amerikanischen Universität verbunden und die kommen auch auf dieselben Ergebnisse.

00:25:50: Das finde ich hochspannend!

00:25:53: Das ist für mich auch so... Ja da bleibt irgendwas bleibt.

00:26:02: Also wenn ich zum Beispiel sage ja, die Information Mutter.

00:26:06: Sie ist meine Mutter.

00:26:08: Irgendwie habe ich das in mir Und vielleicht hat's meine Mutter das auch weiterhin in sich, glaube ich.

00:26:18: Das finde ich ganz tröstlich.

00:26:24: Dass es dieses Du und das Buber sagt, dass das bleibt – dieses Du.

00:26:31: Das Memento Mori ist ja auch eine benediktinische Regel.

00:26:38: Inwiefern lebst du das?

00:26:42: Was ich nicht würde, dass du es vielleicht gerne noch intensiver leben.

00:26:48: Also wie die Mutter gestorben ist bin ich ganz oft an den Bach gegangen der bei uns da in den Wolfgangs hier reinfließt und das war für mich immer so ein schönes lebendiges Bild von Momentumore.

00:27:02: also an diesen... Die Mündung eines Baches zu gehen Und mich auch so dem auszusetzen und zu schauen, wo fängt der See an?

00:27:16: Wo hört der Bach auf?

00:27:18: wie ist das dieses Spiel auch rein vom Wasser her.

00:27:23: Das ist ineinander.

00:27:26: Das war eigentlich immer auch sehr tröstlich.

00:27:28: also da auch irgendwie etwas zu sehen kommt mir was entgegen.

00:27:33: und das habe ich auch erlebt beim Tod von meinem Großvater wo wir als Kind auch schon dabei waren.

00:27:41: dass man die Kinder nicht mitbekommen, sondern die Mutter hat uns auch geholt.

00:27:52: Mit der Großvater in diesem Sterbeprozess eingetreten ist und wir haben da um sein Bett gebetet und natürlich auch geweint.

00:28:01: Und der Großvat hat dann schon so was sich da auch hin physiologisch alles abspielt weiß ich jetzt nicht.

00:28:07: aber er hat dann auch so mit den Verstorbenen mit seiner Frau angesprochen Und er hatte auch seinen Blick gehabt, in etwas hinein.

00:28:19: Wo er was gesehen hat, erkannt hat... ...was ihm irgendwann begab.

00:28:29: Ein Fenster war in die Ewigkeit würde ich sagen und zu diesen Tod vor Augen haben das war eigentlich auch was Schönes also das Kind da waren wirklich zehn Jahre, elf Jahre Mir gestorben ist, weil es natürlich auch wird stirbt.

00:28:48: Ich bin erst einmal so richtig dabei, wenn ein Mensch stirbt und der Großvater den wir alles hier mochten.

00:28:55: Aber das auch zu erleben wie er da bewusst hinübergegangen ist.

00:29:03: Das sind zwei Bilder die ich begleite mit diesem Tod täglich vor Augen habe Und natürlich wir in der mänchischen Tradition Einerseits dieses Gedenken an die Verstorbenen.

00:29:18: Das gehört einfach zu unserem Alltag dazu, zum unseren Gebetsal-Tag wo wir auch für eben Verstorbene bieten.

00:29:28: aber es ist wenn ich und da haben sicher die österreichischen Tradition uns auch ein Stück weit geholfen das irgendwie nochmal substanzieller auch zu sehen dass das ja in jedem Augenblick sich ereignet Das beginnt, aufhört, beginnt und aufhört.

00:29:46: Einatmen, ausatmen... Also das ist ja in jedem Augenblick habe ich den Tod vor Augen, hört etwas auf, stirbt etwas am Zellen in mir und entsteht wieder neu.

00:29:59: Und für mich gehört es auch zur Dynamik der Reifung also das Leben-Reifung bedeutet und dass sich in den unterschiedlichen Lebensabschnitten anders mit dieser Entgültigkeit konfrontiert bin.

00:30:19: Und natürlich als zwanzigjähriger mein, das geht ja ewig umendlich.

00:30:26: So ist ich auch richtig, dass ich so liebe und wenn ich heute nochmal mehr beim Tod der eigenen Eltern dabei bin, dann bist du dann der Nächste in der Generation.

00:30:40: Das ist nicht mehr der Großvater gewesen und die Großmutter ist einer von unserer Geschwisterreihe jetzt.

00:30:50: Das bringt für mich schon eine reifere Haltung im Leben gegenüber, wo ich dann vielleicht auch mal manche Sachen leichter loslassen kann oder auch mal klarer ansprechen kann.

00:31:06: Wo ich sage, das schiebe ich nicht raus, sondern dem stelle ich mich ganz bewusst und so unangenehm aus.

00:31:15: Oder noch einmal Dinge ... ganz klar in die Hand nehme.

00:31:21: Da ist unser Bruno David mir auch immer so ein Beispiel, der immer noch Bücher schreibt.

00:31:26: Er sagt er stirbt.

00:31:27: dann wann wird da jetzt die Augenblickes?

00:31:29: Das wenn er den letzten Schnaufvotodam ist vorbei und Pistotin lebt er, lebt, er lebt ... Und macht noch das was er kann.

00:31:40: Kann ich schon vieles nimmern... den Tod, die ich vor Augen habe, dass er einfach nicht mehr so alleine gehen kann.

00:31:46: Dass wir ihm stützen.

00:31:48: Dass er, wen braucht ... für das Waschen und für die Füße ein Kremen.

00:31:54: Das ist ja ein Schritt, weil sie Abschied nehmen auch.

00:31:59: Aber in seinem selbstbestimmten noch ganz klar sagt, ich schreibe noch einen Buch, das ist mir jetzt noch wichtig.

00:32:09: Rilke von Gott.

00:32:12: Ich hab sogar gelesen glaube ich, im Buch irgendwo hast du erwähnt.

00:32:16: Hast du es, glaube ich genannt?

00:32:18: Er sei sogar auf irgendeine Weise der Jüngste von euch allen.

00:32:23: Genau.

00:32:24: Also das ist ja auch... Das Reifung heißt eben so ein Verkreisen.

00:32:30: Das ist schon noch eine Gefahr die im Elterwerden drinnen ist, sondern da gibt's etwas eigentlich was nicht altert.

00:32:41: In der Antike hat man gesagt den jungen Gott im alten Baum Und manchmal sage ich es zum Bruder David auch Scherzhaft, du bist ein junger Gott im alten Baum.

00:32:49: Also da gibt's etwas was immer an dieser Quelle ist.

00:32:53: Was sich immer inspirieren lässt, wenn man anfängt.

00:32:58: Also wie es in Buddhismus, diesen Anfängergeist gilt immer zu stärken.

00:33:02: Das ist oft eben im Alter stärker noch das die ja auch mutiger anfangen Und gar nicht so, ja kann ich jetzt das sagen oder wenn ich das mache dann habe ich die Möglichkeit nicht und da können alte Menschen auch die Jüngeren sein.

00:33:20: im Sinn von Das machen wir jetzt.

00:33:23: Das probiere ich noch aus.

00:33:25: Da setzt man was um.

00:33:28: Ja eben an dieser Quelle, an diesen Ursprung dran zu sein.

00:33:34: Und es ist ein Bild, der in Baratoc seinerseits mündet unser Lebensfluss ein In das große Ganze, in den Seen ein Meer.

00:33:43: Es ist so ein Einmünden und gleichzeitig ist es aber auch eine Bewegung immer zurück zur Quelle zu kommen.

00:33:51: Dass ich eigentlich in meiner spiritellen Praxis immer wieder an diesen Ursprung dort, wo das Leben entspringt, immer wieder mich dorthin aufmache.

00:34:02: Und

00:34:03: von daher ist man wirklich in einer Reifung kommt der Mönch, der Älter wird auch wieder immer junger.

00:34:12: Wie ist es denn im Kloster?

00:34:14: Weißen Sie schon erlebt hast, dass jemand ein Mitbruder im Kluster stirbt?

00:34:20: Würdest du sagen, ist das anders als oder was ist anders als außerhalb des Klosters?

00:34:27: Also bei uns ist noch kein Bruder gestorben und deswegen sind wir immer noch in Gründung.

00:34:32: Man sagt eine Gründungen eines Klosers ist erst dann abgeschlossen wenn der erste Bruder Interessant von der Dynamik auch.

00:34:42: Also hier in dem Kloster ist noch niemand gestorben, aber ich habe mal einen Studienhaus gewohnt an Salzburg was auch ein Kloster war und da gab es einen alten Bruder Benedikt ja und da habe ich mich auch als Student damals mit engagiert und dann habe ich danach gebadet und mit ihm bin ich dann mit einem Rollstuhl da im Garten und in der Siedlung rumgefahren.

00:35:10: Und also dieses eingebunden sein, und dann auch diesen Sterbeprozess... Ich glaube schon es ist ein großer guter Ort, weil das was an Perspektive gibt, es gibt einen danach, dass auch sehr klar benannt ist ob ich es jetzt für mich selber so benenne, aber es sind einfach Sprachbilder die eigentlich dieses Einmünden auch versinnbildlich und formulieren das ist das Gute-Sache im Kloster zu sterben.

00:35:52: Das ist nochmal ein gemeinsames erfahren von Leben auch um Ende des Lebens Gemeinsamen.

00:36:08: Ich merke mal jetzt auch bei unserem Bruder David, dass es einfach gut ist, dass wir als jüngere Brüderin da gut begleiten, dass wie auch lernen wahrscheinlich für unser eigenes Gebrechlichwerden sensibel zu sein und ...

00:36:25: Sprecht sie da auch drüber?

00:36:28: Wie das dann ist wenn er dann stirbt oder isst der?

00:36:32: Ja ja das ist auch wichtig also die ganz praktischen Dinge zu klären, weil wir haben da jetzt noch keine Tradition.

00:36:41: Wir müssen erst dann überlegen hier wie machen wir das mit dem Aufbahn und wollen den Menschen kommen und sich verabschieden?

00:36:48: Und das können wir nicht irgendwie in einer gleichen Halle machen sondern das muss dann irgendwie so organisiert werden dass auch Menschen die von weite herkommen wollen und sich nochmal verabscheiden dass es dann möglich ist bis hin wie dann so eine Zeremonie ausschauen kann.

00:37:08: Unsere Kirche ist sehr klein und da werden viele, viele Menschen kommen auch vorher zu kehren.

00:37:16: Das gehört auch dazu, wie er beerdigt wird, will er verbrannt werden oder will er in die Erde hinein... Und das wird ihnen nicht gelöst, das gehört ja auch dazu.

00:37:29: Es muss ein Testament geschrieben werden.

00:37:31: Das macht der Mensch eigentlich schon wenn er wenn er sagt, ich will auf Dauer dieses mönchische Leben geben.

00:37:40: Aber darf ein Mönch überhaupt etwas oder kann... also wie ist das mit Besitz?

00:37:47: Genau.

00:37:48: Also so privat besitz im Sinn von dass er dort ein Haus hat und das Auto da und irgendwie noch in einem Hütte dort, das geht nicht.

00:37:58: Das ist schon, dass man Gütergemeinschaft lebt Wenn möglich alles in den Topf kommt und aus diesem Topf alles dann auch bezahlt wird.

00:38:08: Es hat schon jeder Mönch auch im Konto, wenn man heute das auch braucht mit einer Kreditkarte dass man ein paar Geldlosach zahlen kann.

00:38:18: Da gibt es eben Monatsgelder die überwiesen werden Das macht sich die Gemeinschaft aus wie hoch das ist oder Urlaubsgelder.

00:38:26: Und wenn ein Mönchen eine größere Spende bekommt gehört das eigentlich so geregelt, dass der es dann auch in eine gemeinsame Kasse tut?

00:38:37: Wenn das etwas kleiner ist.

00:38:38: Wenn man sich fünfzig Euro von jemand bekommt, wer sagt, gestern mal die Terme wird einmal gut tun, da muss er das nicht jetzt irgendwie abliefern, sondern normal damit umgehen.

00:38:52: Aber so privat Gegenstände wahrscheinlich schreibt man dann auch ins Testament?

00:38:56: Genau, das sollen wir irgendwie dann gereglt haben.

00:38:59: also das Ideal dass man vorher schon alles abgegeben hat.

00:39:04: Und eigentlich, wenn man gestorben ist, nur seine Habit noch anhat das Kreuz und die Bibel auf den Tisch liegen hat und alles ausgeräumt ist.

00:39:16: Aber du lachst?

00:39:17: Das heißt... Es ist

00:39:18: mir nicht ideal!

00:39:19: Aber es gibt jetzt so Eichhörnchen, die sammeln und sammelt und sammlen und sammel.

00:39:25: Wir können sie ja noch irgendwann mal gebrauchen.

00:39:27: Ja, die Sinus Das kann dann mühsam sein.

00:39:32: Da ist es gut, dass man vorher schon beginnt und sagt... Und wenn er doch noch so viel da ist natürlich wie bei unserem Bruder David der hat auch einiges gesammelt.

00:39:43: Der ist ein bisschen eichhörnchen und der weiß das er große Freude der und der macht.

00:39:50: Wenn er eben diese kleine Bibel unter diesem Ring oder was ich Was andenken, dass die Person das dann bekommt und das hat er auch akribisch aufgeschrieben.

00:40:01: Und sein anderes Vermächtnis also alles was er am Büchern an Manuskripten und so weiter hat da einen Vorlass gemacht Das ist der Universität Salzburg vermacht worden und seine englischen Sachen schon vor Jahren in einer amerikanischen Universität... ...das ist auch richtig so gerade bemerksam Speziell ein Fall, wenn das irgendwie interessant ist auch wie die Forschung.

00:40:29: Und das gehört irgendwie auch zu einem mönchischen Leben, dass ich eines jetzt nicht so viel privat Sachen mir anhalfe.

00:40:41: und aber das was ich habe auch, dass sich das nochmal gut damit umgehe und das auch sagt, der soll bekommen oder das soll dorthin gehen genau plus sie natürlich auch Patienunverfügigungen, Vorsorgevollmacht.

00:40:59: Das gehört einfach alles dazu zu dieser letzten Phase und da gibt es klare Regelungen nach denen wir uns halten und dass das auch naturell einfach aufgesetzt ist und weil es eben nicht diese verwandtschaftlichen Beziehungen gibt und dann muss das einfach geregelt werden, wie er es dann vor so einem Befall mächtigt hat, dass das ganz klar gereglt ist.

00:41:24: Du hast vorhin auch schon erwähnt, dass du dich eben immer wieder dann bewusst auch unangenehmen Dingen stellst und gerade wenn du eben solche Erfahrungen gemacht hast das er noch mal präsenter wird.

00:41:39: Gleichzeitig noch die Frage gibt es auch noch etwas wo du sagst das würdest du gerne leben oder umsetzen wo dir bisher aber doch der Mut gefehlt hat etwas gefehlt hat, warum du es nicht gemacht hast?

00:41:59: Oder lebst du eher ... würdest du sagen, du lebst so dass du eigentlich all diese Dinge auch tust oder auch etwas ansprichst, etwas einer Person sagen was gesagt werden möchte.

00:42:12: Ich glaube dieser im Schluss vielleicht auch Zufall oder Gnade zu sagen ich gründe ein Kloster und wir gründen einen Kloster.

00:42:23: Da ist so viel drinnen an, was zu tun ist oder was umgesetzt werden darf.

00:42:32: Was in die Welt gebracht werden will... dass das sehr reichlich ist.

00:42:37: Also jetzt nicht das Gefühl ich müsste noch etwas.

00:42:44: Wir machen ja viel!

00:42:45: Wir haben einen ganzen Zukunftsprozess laufen, wir nennen ihn im Jahr zwanzig-dreißig oder echt zwanzigg-dreißig.

00:42:51: Da haben wir vor sieben Jahren angefangen mit den städtende baulichen Konzept, wo wir Grund und Boden hier teilen wollen.

00:42:59: Mit Menschen, die nicht mehr sich leisten können im Salzkammergut zu wohnen weil Wahnsinnspreise mittlerweile verlangt werden und wieder auch ganz bewusst was dagegen setzen wollen.

00:43:14: und was können wir da gegensetzen eben unseren Grund- und Bodeneinsätzen und denen mit anderen zu teilen.

00:43:22: Da ist ganz viel Fülle.

00:43:24: Also habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass es auf der Strecke bleibt oder das müsste ich vielleicht noch machen.

00:43:38: Es ist eher, dass ich mir denke, ja zehn Jahre habe ich jetzt noch meinen Dienst für diese Zeit bin ich gewählt auf zwölf Jahre Privo.

00:43:46: also da bin ich dann alt und sechzig und dann weiß ich irgendwie, da werde ich ganz viel im Karten sein viele Gräutere ernten, weil es ist heuer schon ganz zu kurz gekommen.

00:44:00: Die Zeit habe ich einfach nicht, dass ich dann da auf die Alm gehe oder in den Wald reingeben sehe jetzt Goldroute, das ist das Letzte was man sammelt, komme ich jetzt nicht mehr dazu und so ein Stress will ich mir nicht antun, das muss auch immer sein.

00:44:15: Oder dann auch im Atelier wieder sitzen.

00:44:19: Es macht mir schon noch Freude, dass sie etwas konzipiere, da muss ich je kreativ arbeiten aber einfach mal zu sagen... So, ich lass mal was kommt darf kommen und da gestalte ich dann.

00:44:33: Und das ist jetzt nicht für einen Auftrag oder für ein Projekt wieder sondern das ist einfach so.

00:44:40: Ja und was jetzt dran ist, weil ich einfach dieses Leibungsamt über habe andere zu ermächtigen also Macht haben heißt eigentlich andere ermächthicken und der steht eigentlich jetzt auch an Das merke ich.

00:44:59: Das macht mir auch Spaß jetzt und freut mich, dass da für die nächste Generation auch Erfahrungsräume, Gestaltungsräime gehalten werden.

00:45:12: Wie sie es dann machen müssen.

00:45:14: Und Sie aber glaube es gibt so gute Grundladen auf die man aufbauen kann und das auch jetzt zu tun.

00:45:24: Das hat vielleicht auch schon mit Sterben zu tun.

00:45:27: Ich sage, es ist dann nicht mehr.

00:45:28: ich meine Handschrift, die da in dem Entwurf zu lesen ist.

00:45:34: Das ist schon die nächste Generation und ...

00:45:39: Wenn du sagst Macht haben heißt der andere ermächtigen ist eigentlich Macht haben auch ein Loslassen?

00:45:46: Ja, eigentlich schon.

00:45:47: Es ist also Paradox.

00:45:52: Es hat schon was damit zu tun, in die Hand zu nehmen.

00:45:56: aber das ist nicht so... Ich muss alles in der Hand haben.

00:46:01: Es gibt bestimmte Dinge, die liegen in meinen Händen... ...in die Ermächtigung zum Beispiel wie ich Einbindung gestalte.

00:46:13: Wie an Prozessen beteilige ich die anderen?

00:46:17: Da geht es um Kommunikation, da geht's um Zusammenarbeit und Kooperation.

00:46:23: Da gehts aber auch um das Leben zu feiern.

00:46:28: also Zum Beispiel, die jetzt ihre Gesellenprüfung gemacht hat.

00:46:33: Dass das gefeiert wird und dass sie ermächtigt wird in dieser Feier auch für das Neue.

00:46:40: Das liegt schon in meinen Händen, wie ich das mache.

00:46:46: Aber es ist eigentlich immer ein Übergeben und dem anderen ... Die Verantwortung geht ja auch nicht von heute auf morgen sondern... Es ist auch ein Prozess.

00:46:57: aber es zu tun

00:47:01: Hast du im Leben eine Sache, die du dir oder einen Wunsch, wo du sagst, wenn das wäre dann wär's vollkommen näher?

00:47:17: Also mein Anliegen ist schon tiefes.

00:47:20: Das kommt vielleicht auch weil ich ein Zwilling bin.

00:47:22: Ich habe ja Zwillingschwester.

00:47:24: Diese Gleichwürdigkeit von Mann und Frau in unserer Gesellschaft, in unserer Kirche Das merke ich, da muss noch viel geschehen.

00:47:38: Da ist vieles im Argen strukturell gesehen auch und immer wieder auf das hinzuweisen.

00:47:47: Wenn ich gefragt werde, warum bist du nicht Priester geworden?

00:47:50: Ich habe die Ausbildung dazu mit dem Studium, wo ich einfach dann sage, dass mich mein Gewiss nicht vereinbaren können.

00:47:58: Ich habe meine Studie mit Mainz abgeschlossen und da war die evangelische und die katholische Fakultät, haben viele Sachen auch gemeinsam gemacht.

00:48:05: Und du hast einfach gemerkt wie Frauen und Männer da unterschiedlich behandelt worden sind, dass in der evangelischen Fakulität viel mehr Gleichwürdigkeitsspielbar war und was das auch mit den Frauen gemacht hat.

00:48:18: Und in unserer katholischen Fakultät war das immer dann schon so spürbar.

00:48:21: Sie mussten sich rechtfertigen, dass sie jetzt predigen wollen.

00:48:24: Sie müssten sicher rechtfertigend, dass vielleicht die Taufe spenden wollen oder oder oder.

00:48:30: und da habe ich gemerkt dem... Das ist was krank machen das?

00:48:37: Das ist nicht ok dieses System.

00:48:41: Und wo ich ganz klar gesagt, ich kann so ein System nicht unterstützen Ein Priesterlicher Dienst ist wichtig.

00:48:47: Das war ein kraftvoller Dienstauch für die Gemeinschaft, aber wenn ich eben Frauen ausschließe, verheiratete Ausschlüsse von diesem Dienst, wo es eigentlich keinen Grund gibt, rein jetzt spirituell gesehen.

00:49:04: Dialogisch nur ... Es war halt nicht so, stimmt auch nicht ganz.

00:49:11: Was ich mich klar nahe, da kann ich das, wenn ich mich zum Priester dahin lasse Dann unterstützt sich dieses System, sondern nicht.

00:49:19: Kannst du das hier?

00:49:20: Könnt ihr das hier anders leben als im Kloster oder...?

00:49:24: Anders... Wir sind natürlich ein Teil der katholischen Kirche und da ist die Vorgabe, es ist zu dieser parterlebene Mann, der Priester werden kann.

00:49:35: Und wir haben ja auch drei Priester in der Mönchensgemeinschaft.

00:49:39: Wir leben's anders, indem wir sagen, dass primäres das mönchische Leben macht.

00:49:48: Das ist das Wesentliche.

00:49:49: Und es gibt verschiedene Dienste, so wie man eben unter dem Küffendienst hat oder in der Verwaltung den Dienst übernimmt, gibt es auch den blisterlichen Dienst und dadurch hat das eine andere Gewichtung und wird nicht zu überhöht.

00:50:03: So hierarchisierend überhört, auch durch eine Struktur gefestigt weil ich als Brüder hätte ich müssen früher Priester sein.

00:50:13: Es wäre gar nicht möglich gewesen aus Bruder das zu leiten.

00:50:16: Aber dass mir der Babst Franziskus zu Hilfe gekommen, der hat dann eben ein Dekret ausgestellt und in dem Jahr wo ich zum Prior gewählt worden bin gesagt.

00:50:28: Das ist grundsätzlich möglich das nicht Priester auch höhere Obere werden können.

00:50:33: Was wäre wenn du jetzt dich wieder verlieben würdest dem nachgehen und eine Beziehung mit einem Mann eingehen würdest?

00:50:44: Könntest du trotzdem Prior bleiben?

00:50:46: Na, das wird nicht gehen.

00:50:48: Da müsste ich mich für die andere Lebensform entscheiden.

00:50:51: Also weil diese... Wir sind schon unterschiedliche Lebensformen entweder in Zweisamkeitpartnerschaft zu leben oder in Gemeinschaft oder auch für sich alleine zu leben, sie auch eine Lebensform und ... Da müsste ich einfach dann auch die Konsequenzen ziehen, weil... Ich vergleiche das immer so mit Reigentanz und Paar Tanz.

00:51:10: Es gibt auch Mischformen wo Reigentans und Paartanz wird ja auch manchmal gemeinsam getanzt.

00:51:15: aber in der Gemeinschaft bin ich so im Reigentanz Ja?

00:51:20: Und da ist es eigentlich jetzt ob er jetzt neben dem stehe oder dem steh sicher gibt's Leute wo ich mir schnell einmal hinstelle und ihm die Hand gebe Aber das sind so entscheidend.

00:51:31: Und bei den Patans, das ist schon ein Ausdruck auch von Zweisamkeit und Intimität auch empfunden wird und geschenkt wird.

00:51:39: Beides hat seine Kraft.

00:51:41: Das kann im Leben schon sein, dass es auch wechselt.

00:51:46: Denn mit dem Bruder war sie eben so gemerkt, er ist von seinem Wesen her ein Partner wie in Partnerschaft leben.

00:51:58: Bei mir gemerkt von meinem Wesen bin ich Mönch.

00:52:00: Ich möchte eigentlich in Gemeinschaft leben, aber wie gesagt das kann auch wechseln.

00:52:07: Da ich sage, ich habe Partnerschaft gelebt und gehe dann in der Kloster, gibt es ja auch.

00:52:13: Es gibt bei uns beim Bruder Raphael früher auch schon eine Partnerschaft gelebt oder unser Bruder Simon.

00:52:19: Also es gibt's ja!

00:52:20: Und geht dann ins Kloster?

00:52:21: Oder umgekehrt gibt es das auch.

00:52:24: Das ist meistens so die Mitte des Lebens da ist noch mal so ein kritisches Zeit Mit Life Crisis.

00:52:33: Wo noch mal spürbar ist, kann ich das auf Dauer leben?

00:52:36: Ist das wirklich meins in den nächsten dreißig vierzehn Jahre oder muss ich nicht doch andere Form wählen?

00:52:44: Aber eine Frau könnte nicht bei euch... ...mitleben.

00:52:49: Da gibt es ja auch Erfahrungswerte dazu.

00:52:52: und klar, ich kann mich ja auch als Mann in einen Mönch verlieben da muss ich ja auch umgehen mit Nähe und Intimität und so Vielleicht bin ich da noch zu alt backen, weiß ich nicht.

00:53:05: Aber ich glaube Frauen leben ein Stück weit Gemeinschaft anders als Männern.

00:53:13: Bei uns gibt es ja die Frauen mit Leben und Lust auf Zeitmachung.

00:53:17: Das haben wir ja seit Beginn Weil Mann von Frau lernt und Frau vom Mann lernt.

00:53:24: Und dann merkt man schon wie Frauen sich da... bewegen in Gemeinschaften wie Männer.

00:53:32: Und zum Beispiel lernen wir, wie gesagt vielleicht bin ich da zu alt, packen aber von Frauen oft dieses selbstverständliche Wir machen es miteinander.

00:53:40: Da muss niemand auf der Liste stehen dass das sein geschieht.

00:53:45: und bei uns Männern muss aber wer auf die Liste steht das ist geschieht weil sonst macht's nirgendwo.

00:53:49: Sonst sagt man er macht sich die Mitarbeiterin so.

00:53:56: Das könnte passieren.

00:53:58: Ich glaube, mit Männern und Frauen miteinander Gemeinschaft leben.

00:54:01: Dass dann so unbewusste Geschichten wiederlaufen.

00:54:05: Das dann wieder heißt ja... Die Frauen sehen er sehr schneller her und die machen das dann.

00:54:13: Und es geht gar nicht um Sexualität und dass sich der eine in die andere verlieben kann.

00:54:19: Das ist ganz normal, dass das passiert.

00:54:22: Aber ich glaube, es geht auch so um diese Gleichwürdigkeit.

00:54:30: Wir in unseren patriarchalen Systemen immer noch auf Kosten von Leben, ob ich jetzt eben sage.

00:54:39: Auf Kosten von Menschen die auf der anderen Erdkugel für uns arbeiten müssen oder eben auf Kosten wieder von Frauen, die irgendwie schon ist eine Familie und Beruf unter einem Hut zu kriegen.

00:54:53: Und gerade wenn wir mit der Nachbarin gesprochen, die so jüngere Generation, die Christina ... Und sie hat gesagt, Sie fährt jetzt mit sieben Mamas.

00:55:02: Machen Sie immer wenn die Kinder eingeschult sind machen Sie ein verlängertes Wochenende in Italien.

00:55:08: Und sie ist da mit ihrem Koffer heraus gesessen und ihr Mann ist gerade nach Hause gekommen und hat richtig gemerkt wie der Mann da so kiefelt dran.

00:55:17: Das hat man... Und ich hab der Christian auch schon ganze Box mit Prosecco dabei gehabt.

00:55:28: Und ich habe gesagt, ihr habt es sicher lustig.

00:55:30: Also ich erlede das immer wenn Frauen unterwegs sind die haben so richtig lustig miteinander und sie sagt ja wir haben so lustig, weil sie es so genießen können diesen Freiraum.

00:55:45: Das würde in so gemischten Gemeinschaften auch schneller kippen.

00:55:50: also ich glaube dass Frauen dann wieder Dinge übernehmen an gemeinschaftlichen Vollzügen die Männer auch machen sollten.

00:56:02: Aber dann gibt es wieder unsere patriarchalen Systeme, die dann sagen, der verdient einfach mehr.

00:56:09: Deswegen soll ich das machen?

00:56:12: Es ist leider so.

00:56:15: Und deswegen glaube ich, es ist gut, dass Männer und Frauen zusammenleben wie wir haben in diesem Kloster-Aufformzeit.

00:56:24: Die Lebensgemeinschaft, da ist es besser für Frauen wenn sie ihre Sachen selbstständiger in der Hand haben und nicht unbewusst eben so strukturelle, ungleiche Gewichte wieder so aufgelastet bekommen.

00:56:42: Das geht nämlich schnell.

00:56:45: Hast du einen Wunsch an den Tod?

00:56:49: Einen Wunsche an dem Tod!

00:56:54: Ja also das Franziskus, deilige Franziskuss auch als Bruder oder Schwester eigentlich eine schwesterliche Bezeichnung, weibliche Bezeichnungen dass ich ihnen sie als Geschwister erfahren darf für mein eigenes Sterben.

00:57:19: Aber irgendwie so, das ist wirklich etwas Vertraut.

00:57:23: Das ist was nicht irgendwie Schrecken und Angst verbreitet schon ein Bruderschwester tot.

00:57:36: Du.

00:57:37: Diese Wirklichkeit auch als du erlebe...

00:57:41: Ist es dir wichtig, wie Menschen sich an dich erinnern wenn du mal nicht mehr bist?

00:57:46: Beziehungsweise konkret jetzt auch vielleicht bei dir noch einmal weil du ja auch Künstler bist.

00:57:54: Hat das auch möglicherweise was damit zu tun?

00:57:57: ist es etwas schaffen, wenn man dann nicht mehr isst?

00:58:01: Eigentlich habe ich das nicht.

00:58:04: Also für mich ist eher der Prozess des Schaffungs entscheidende und Natürlich auch, wie es dann ausschaut und wie das Produkt dann ist.

00:58:12: Das ist schon klar!

00:58:15: Meine Leute waren ganz konkret auch, wir müssen unser Gästehaus umbauen und da habe ich vor dreißig Jahren ihnen die Gestaltung gemacht mit zu fresken zum Thema Hillygard von Bingen, das heißt Hillygard-Zentrum und da hab' ich so einen Freskenzückungsgemalt Und der Architekt mit der Umbaugeschichte hat einfach ein Teil meines Freskustar weg.

00:58:39: Kommt weg und da kommt ein Durchbruch durch diese Wand, wo das Resko drauf gemalt ist.

00:58:46: Da wird dann schon gekiefelt und man gedacht hat also einfach so weggemachen.

00:58:55: aber es kann ich auch mitleben wenn's dran ist.

00:59:00: So ist eben auch in der buddhistischen Tradition, wenn die im Sand Mandalas gemacht werden, die werden ja eine ganze Woche akribisch wird das Sand gestreit und in großer Konzentration.

00:59:13: Und zum Schluss wird das Ganze zusammengekehrt, ja?

00:59:17: Das ist auch sterben!

00:59:19: Das ist auf Todeswürdigern einfach zusammengehört.

00:59:22: Und das ist eigentlich für mich eher das Wichtigste der Prozess... ...der Prozess.

00:59:30: Und dass es nicht zu viel ist was dann die Mönche nach uns irgendwie erhalten müssen oder konservieren Das hoffe ich, dass das auch im Maßen bleibt und machbar ist.

00:59:50: Dankeschön!

00:59:52: Gibt es noch von dir etwas, was du noch loswerden möchtest dazu?

00:59:58: Danke für deine große Aufmerksamkeit.

01:00:02: Vielen Dank.

01:00:03: Es war sehr wohltuend, dich so als hörende und interessierte und aufgeweckte.

01:00:26: Und wenn dir das Gespräch gefallen hat, dann abonniere gerne meinen Kanal und hör dir doch auch die anderen Episoden an.

01:00:34: Zum Beispiel Episode sieben Anlässlich des hundertsten Geburtstags von Bruder David Steindl-Rast.

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