#1 Lukas Zenk

Shownotes

Lukas Zenk beschäftigt sich in seinem Leben intensiv mit Transformationsprozessen auf unterschiedliche Weise, er ist Professor für Innovationsforschung an der Danube Business School Uni Krems und selbständiger Organisationsberater und Coach bei Lightbox Network.

Lukas hat schon früh in seinem Leben begonnen, sich über den Tod Gedanken zu machen und entsprechende Literatur hat ihn dabei begleitet. Für ihn ist der Tod bzw. die Endlichkeit und die Beschäftigung damit ein wichtiger und relevanter Teil seines Lebens und seines Alltags. Er berichtet beispielsweise von schamanischen Ritualen, in denen man den eigenen Tod durchlebt, und erzählt wie solche Erfahrungen den Umgang mit der Vergänglichkeit prägen bzw. unterstützen können.

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00:00:06: Herzlich willkommen zum Podcast Memento Mori, Gespräche über den Tod und das Leben davor.

00:00:13: Ich bin Caroline Kerschbaumer und ich spreche mit unterschiedlichen Menschen über den Tot, über das Sterben, über Vergänglichkeit – und damit natürlich auch übers

00:00:24: Leben!

00:00:27: Ich glaube es ist eine Akzeptanz, dass ich jetzt gerade lebe und dass ich irgendwann sterben werde.

00:00:35: Eine ganz tiefe Klarheit, dass das so ist und ich auch nicht verändern kann.

00:00:41: Und diese Nichtveränderbarkeit ist eine unglaubliche Freiheit auch.

00:00:51: Herzlich willkommen, lieber Lukas!

00:00:53: Ich freue mich sehr, dass du heute das Gespräch mit mir führst.

00:00:56: Lukas Zenk, du hast deine Professur für Innovationsforschung an der Daniel Business School der Uni Krems und bist auch selbstständig tätig als Organisationsberater & Coach bei Lightbox Network.

00:01:11: Herzlich Willkommen und danke, dass Du hier bist.

00:01:14: Danke für die Einladung.

00:01:16: Meine erste Frage ist, führst du so ein Gespräch gerne?

00:01:20: Also ist das was über das du gerne redest oder ist es auch mit unangenehmen Gefühlen verbunden?

00:01:28: Als erstens ja sprich ich gerne über Vergänglichkeit und Tod und gleichzeitig... finde ich es auch nicht problematisch über Gefühle zu sprechen, die vielleicht nicht so angenehm sind.

00:01:42: Weil das halt auch ein Teil des Menschseins ist und deswegen ist das für mich durchaus kein Gegensatz.

00:01:53: Es

00:02:04: fühlt sich relativ normal an für mich weil ich mich sehr viel mit Transformationsprozessen beschäftige, also sowohl im Organisationskontext, Führungskräfteentwicklung aber auch sozusagen im privaten und lebenswertlichen Bereich.

00:02:20: Und bei Transpensionen geht es immer um die Entstehung des Neuen, aber auch zum Abschluss von etwas Altem.

00:02:27: Insofern ist das für mich einfach ein Prozess der immer während vorhanden ist.

00:02:35: Als Jugendliche habe ich auch schon mich oft gewundert, warum Menschen eigentlich nicht an den Tod denken.

00:02:40: Es war für mich eher etwas Absurdes, dass man nicht darüber sprecht über etwas was so offensichtlich ist und deswegen ist das für mich nicht sozusagen ein Schock oder etwas Unangenehmes sondern eher angenehm im Sinne von ah ja wir können über das sprechen weil es ja vollkommen offensichtlich ist aber viele Menschen aus teilweise verständlichen Gründen auch verdrängen oder eben nicht ansprechen wollen.

00:03:05: Das heißt, das ist jetzt nicht aufgekommen für dich als Thema mit dieser Beschäftigung mit Transformationsprozessen.

00:03:12: Sondern war eigentlich schon in einer Jugend präsent und als Thema oder auch schon in der Kindheit?

00:03:20: Also es ist beides.

00:03:21: Es ist mehr aufgekommen dadurch dass ich mich in den letzten Jahren Jahrzehnten oft mit Kredivität und Innovationen und dem Neuen beschäftigt habe oder Improvisation wo es ja das Entstehen des Neuen ist.

00:03:36: Und dann sagen auch im beruflichen Kontext, immer klar geworden ist dass wenn du etwas Neues entwickeln willst musst eben das alte auch loslassen können was sich dann Exnovation nennt also das Loslassen von dem bisherigen und wie in einer gesellschaftlichen Zeit leben wo viel Wandel ist wo wir sowohl das eine los lassen müssen damit Raum für Neues passiert und dadurch so in die Transformation gehen.

00:04:00: Das ist mein aktuellen Phase ein großes Thema.

00:04:05: Als Jugendlicher habe ich irgendwann begonnen, Friedrich Nietzsche zu lesen und der hat mich sehr inspiriert aber auch Schock hier auf eine bestimmte Art und Weise und hab dann begonnen über Sinn- und Unsinn des Lebens nachzudenken.

00:04:21: Ich habe dann begannen mit existenzieller Philosophie wie Camus und Satre.

00:04:26: Ich bin dann zu Viktor Frankl übergegangen.

00:04:29: Also ich habe so die frühen philosophischen Themen behandelt und fand das spannend, wie man auf der einen Seite sehr radikal-philosophisch etwas kritisieren kann.

00:04:47: Das ist eher diese Nietzsche Richtung.

00:04:49: Ich fand es spannend wie man philosophisch diese Existenz behandeln kann.

00:04:56: super spannend dann Viktor Frankl zu lesen, also diese lebensbejahende Haltung die um den Logos geht.

00:05:05: Also um die Bedeutung von Leben und Existenzanalyse.

00:05:08: Und das hat mich relativ früh schon geprägt und für mich war es immer so eigenartig dass das viele andere Menschen eigentlich nicht so interessiert hat.

00:05:18: Du hast jetzt davor angesprochen ... Vergänglichkeit im Sinne von, es muss ja etwas Altes gehen damit etwas Neues entstehen kann.

00:05:27: Das hast du mal so sehr wertfrei würde ich sagen beschrieben.

00:05:33: Wie ist das jetzt für dich?

00:05:34: Ist das für dich tatsächlich sowas normales Natürliches oder ist das für Dich auch etwas Angstbesetztes?

00:05:41: und ganz konkret hast Du Angst vor dem Tod oder vor dem Sterben aber eher vor dem Tot?

00:05:48: wie siehst Du das?

00:05:50: Ich würde mal differenzieren zwischen sterben und tot.

00:05:53: Weil Sterben ist ein Prozess im Leben, der sicher herausfordernd ist weil man wirklich Dinge loslassen muss bzw alles was bisher bekanntes ist loszulassen.

00:06:05: Und der Tod ist ja eine menschliche Vorstellung Was nach einem leben sein kann?

00:06:13: Vielleicht

00:06:13: darf ich ganz kurz einhaken was is denn da tot für dich?

00:06:17: Der tod ist für mich tatsächlich eine menschliche Vorstellung von etwas, das wir nicht kennen und unbekannt bleibt.

00:06:27: Und da gibt es unterschiedliche Gefühle dazu – also natürlich gibt's auch dann so eine bestimmte Art von Furcht oder von Ungewissheit, auch von Freude, weil das auch eine Neugierde in mir auslöst, auch einer Leichterung, Dinge loszulassen, aber das ist durchaus ein.

00:06:51: Ich kann nämlich den unteren Dingen rein fühlen.

00:06:54: Und der Tod ist, finde ich... ...die Vorstellung zumindest, dass ich etwas Befreiendes habe.

00:06:59: Das Sterben und das Loslassen von dem was da ist.

00:07:02: jetzt vor allem wenn ich meine Familie denke und meine Kinder dann ist es etwas Angstbesetztes weil ich halt sie nicht mehr beschützen kann.

00:07:11: in meiner Vorstellung aber für mich persönlich ist das durchaus auch ein natürlicher Prozess der einfach ein nächster Schritt ist Und ich glaube, es geht immer auch darum... Also mir ist bewusst.

00:07:26: Ich weiß es nicht!

00:07:27: Ich weiß nicht was Tod genau ist und es gibt unterschiedliche Erzählungen, Theorien oder Geschichten dazu, was Tod sein könnte und ich finde die einen passenden nachvollziehbar als andere aus.

00:07:40: Es gibt offensichtlich auch im religiösen und spirituellen Kontext viele Themen darum, was ist denn jetzt Nacht in dem Leben?

00:07:49: Und ich hab mal mit Theologen gesprochen, weil ich bin nicht religiös und habe gefragt... Also es gibt ja viele Vorstellungen was denn nach dem Leben sein soll.

00:07:59: Und dann hab ich gesagt, der war's deine Vorstellung was vor deinem Leben war?

00:08:02: Und das war interessant dass sie relativ wenig dazu gesagt haben!

00:08:05: Für mich ist das aber ein relativ ähnlicher ähnliche Vorstellung, weil Ich weiß nicht was vor dem Leben war.

00:08:11: Du

00:08:12: meinst jetzt vor deinm Leben also vor dem individuellen Leben?

00:08:15: Genau von meinem individuell im Leben.

00:08:20: dass ich oder was auch immer mich manifestiert hat, war.

00:08:24: Ich weiß nicht von wo das ich meinen Körper und mein Bewusstsein kommt und ich weiß auch nicht wohin es geht.

00:08:31: Und ich finde's interessant, dass die meisten aber drauf schauen, was passiert denn nachher?

00:08:35: Und nicht, was war denn vorher?

00:08:37: Das ist ja eigentlich ein bisschen eigenartig weil für mich sehr ähnlich ist.

00:08:42: Für mich ist es durchaus akzeptabel zu wissen, ich weiß nicht was vorher war Aber die Frage ist, wie gehe ich mit dieser Ungewissheit um?

00:08:51: Weil das hat eine ganz konkrete Konsequenz auf das Leben, was ich jetzt gerade habe.

00:08:56: Und jede Art von Religionsspiritualität hat da auch eine bestimmte Art von Konsequentz, was es dann für mich als Individuum oder für die Gesellschaft bedeutet.

00:09:07: Vielleicht nur ein Punkt den ich spannend finde aus bestimmten Traditionen heraus ist auch diese Vorstellung von The Void Das Lehre, das Unendliche oder klopotistisch sagt man die Leerheit.

00:09:20: Also ein Zustand oder ein Etwas dass sozusagen nichts ist aber nicht nichts im Sinne von Nihilismus also etwas tragisches etwas fehlendes sondern einen Raum voller Potenzialität.

00:09:36: was ich damit meine es ist ein Zustands oder ein Raum ein zeitloser Raum wo alles sein kann und gleichzeitig nichts ist.

00:09:47: Und diese Vorstellung finde ich irgendwie ganz passend, ich kann mehr... Du meinst

00:09:50: das könnte der Tod sein quasi?

00:09:53: Genau.

00:09:53: also es gibt verschiedene Traditionen auch aus dem Scheminismus die so etwas sich vorstellt.

00:10:01: und damit kann ich recht viel anfangen weil ich kann mir sagen auf zumindest abstrakter Art und Weise vorstellen dass es so eine ein raunvoller Potenzialität gibt wo vielleicht ich oder etwas von mir war und ich kann mir auch vorstellen dort wieder hinzugehen.

00:10:19: Und dann bin nicht ich als Ego, als Mensch, als Individuum oder als Gesellschafts dort sondern da ist nichts und dadurch die Möglichkeit von

00:10:29: allem.".

00:10:30: Und das reicht also weil du erzählst das ja was sehr Positives eigentlich?

00:10:35: Und dir reicht quasi... die Vorstellung von dieser Möglichkeit, obwohl du das auch sollte es tatsächlich so sein.

00:10:45: Nicht als Lukas der du jetzt bist erleben würdest also sogar im besten Fall nicht.

00:10:51: aber trotzdem kann dich das positiv stimmen quasi oder verstehe ich das richtig?

00:10:57: durchaus!

00:10:57: Also da kommt wieder diese innerente Neugierde von mir glaube ich und Das ist für mich überhaupt nicht schockierend.

00:11:05: Ich fühle mich sogar wundern, wofür könnte ich den Angst haben?

00:11:08: Also was führte mich vor etwas, das ich nicht weiß... ...das finde ich eher merkwürdig!

00:11:16: Ich wüsste gar nicht, wovor ich den angst haben könnte wenn ich es ja nicht weiß, was es ist.

00:11:21: Vor dem Sterben kann ich mir vorstellen und auch dieser Prozess von jetzt in dem Fall zum Beispiel Familie zurücklassen oder wirklich diese Möglichkeit im Leben nicht mehr zu haben, etwas zu gestalten.

00:11:32: Da kann ich mich gefühlvoll hineinlassen, wo Trauer, Angst besorgnis und so weiter ist.

00:11:42: Wenn ich mich in den Tod hineinfühle, ist das für mich ein sehr befreiender Raum im Sinne von auch alle anderen Lebewesen oder Menschen die ich mir dort hinein vorstellen kann.

00:11:54: also zu dieses... Ich stelle mit ihnen als sehr befreienden Raum vor weil der weil er eben auch nicht so ein alles gleichzeitig ist.

00:12:02: Aber das heißt, dass loslassen und diese Vergänglichkeit, das verbindest du eher mit dem Begriff sterben als mit dem begriff tot?

00:12:12: Genau ja in meiner Vorstellung eher ja.

00:12:14: Und Tod ist ja auch durchaus auf eine bestimmte Art und Weise lustig, weil wir ja dann oft seine Vorstellungen haben von dem Tod zum Beispiel also irgendwie so ein schwarzer art Mensch oder Teufel, oder Gottes in so Personifizierungen.

00:12:32: Und ich glaube das der Versuch sich etwas vorzustellen von etwas was wir uns nicht vorstellen können und das ja durchaus Paradox.

00:12:39: Deswegen frage mich immer wie gehst du mit der Forschung vom Tod um?

00:12:44: Was hat das für eine Konsequenz für dein jetziges Leben?

00:12:49: Beim Sterben jetzt dieser Loslassprozess diese Endlichkeit mit deiner Familie deine Kinder usw.. das ist quasi schon was, was für dich auch Angst besetzt ist.

00:13:02: Ja also ich glaube die stärkste Anhaftung wenn es buddhistisch sehen will sind meine Kinder.

00:13:10: weil einfach da ich eine ganz starke Schutzfunktion und ich bin einfach viel für sie da um das nicht mehr sein zu können dass es so eine Sorge ob's ihnen auch gut geht und wie Sie dann sagen das Leben dann auch wenn ich nicht da bin, weiterleben können.

00:13:25: Also das ist glaube ich ein ganz starker Punkt.

00:13:29: und ein zweiter Punkt wäre vielleicht auch so die Frage für mich selber habe ich das Leben so für mich und mein Umwelt gestaltet wie ich es auch als sinnvoll achte?

00:13:40: Da kommt relativ schnell dann die Frage von Sinn ins Spiel was heißt sinnvoll?

00:13:46: Inwieweit hab' ich sinnvoll und bei mir oft verknüpft mit authentisch gelebt oder doch nicht?

00:13:54: Und da ist aber dann sofort auch wieder bei mir diese Umschwung, wenn ich an das Sterbe oder den Tod denke.

00:14:02: Dann stellt sich für mich auch die Frage, lebe ich gerade sinnvoll?

00:14:06: Das finde ich so wichtig!

00:14:08: Liebst

00:14:08: du gerade sinnvol?

00:14:10: Ich versuch es immer wieder.

00:14:12: Also sagen wir so... Es ist glaube ich im Sinne von memento mori dieser sich erinnern an Sterblichkeit etwas unglaublich liebensbejahendes.

00:14:23: Und ich glaube, man kann sich ziemlich im Leben verrennen wenn man den Tod ausklammert und halt mal vor sich hinlebt in der Vorstellung naja Ich kann da ja Dinge auch später machen.

00:14:35: Da gibt es ein wunderes Buch von Simone de Beauvoir also der Lebenspartnerin von Jean-Paul Sartre die das Buch geschrieben hat.

00:14:44: ich glaube es heißt jeder Mensch ist sterblich und er beschreibt sie einen Mann plötzlich nicht mehr stirbt.

00:14:54: Am Anfang ist das eine unglaubliche Macht, weil er dann auch Kriege führt und Macht hat und Dinge sich selbst ermöglichen kann und über die Jahrzehnte oder Jahrhunderte einfach unglaublich viel aufbauen kann und sich gestalten kann usw.

00:15:11: Und dann aber irgendwann die Phase eintritts dass er sein unendliches Leben als sehr sinnlos und entfremdet erachtet Alles was er erlebt als seine Partner und Partnerinnen, seine Kinder die sterben.

00:15:27: Und das ist im Sterbensprozess und eher nicht.

00:15:29: Dadurch ist er eigentlich weit weg vom Leben weil er ständig lebt.

00:15:36: Ich glaube diese Paradoxie zu erleben dass gerade weil wir sterblich sind wir nicht alles auf morgen in zehn Jahren oder hundert Jahre aufschieben können ist es etwas, was ich als extrem sinnvoll achte.

00:15:52: Den Sterbensprozess die Vergänglichkeit bewusst zu erleben damit ich

00:16:00: auch

00:16:00: manchmal so einen Tritt in den Hintern bekomme um das zu machen was für mich und meiner Lebenswelt auch tatsächlich als sinnvoll achtet wird.

00:16:09: Und tust du das?

00:16:10: Also bist du dir deiner Endlichkeit im Alltag bewusst?

00:16:16: Meistens ja.

00:16:18: Also es ist für mich tatsächlich nichts außergewöhnliches, absurdes oder bedrohliches.

00:16:25: Sondern es ist mir sehr bewusst dass Vergänglichkeit ein Teil vom Leben ist in jeder Form.

00:16:32: Das heißt du denkst da wirklich auch im alltäglichen Tätigkeit dran und ist dieses Bewusstsein für dich präsent?

00:16:40: Es ist glaube ich die andere Seite der Medaille im Sinne von was möchte ich denn heute?

00:16:46: Was möchte ich in der nächsten Woche, was möchte ich diesem Jahr denn machen?

00:16:50: Weil ich weiß es könnte... Es könnte jederzeit auch wieder zu Ende sein.

00:16:56: Und manchmal merke ich ist es tatsächlich auch eher eine humorvolle Gedanke wenn ich mir denke was sich mir alles vorstellt was ich im nächsten Jahr noch erreichen möchte und was ich so viele Vorstellungen habe.

00:17:07: und dann gibt's den Klick und ich spiele tot.

00:17:11: Gibt ja viele Möglichkeiten das zu machen und diese Paradoxie, dass ich mir so viel vorstelle was in der Zukunft alles passieren wird.

00:17:19: Und dann gibt es diesen Lebensmoment, der einfach das wieder beendet hat etwas Paratoxes absurdes auf eine bestimmte Art und Weise aber auch was Befreiendes, das einfach auch sein kann, dass es halt nicht so ist und es in jedem Moment nicht mehr so sein kann.

00:17:35: Glaubst

00:17:35: du?

00:17:36: Weil offenbar gelingt es dir also... Ich würde auch verstehen, dass jetzt für dich etwas Positives eben, dass du diese Endlichkeit in deinem Bewusstsein hast.

00:17:44: Also das gelingt dir auch offenbar ganz gut und du erlebst das anscheinend mal durchaus hilfreich und auch befreiend wie du sagst.

00:17:52: Glaubst Du, dass die Menschen glücklicher werden wenn man sich dieser eigene Ähnlichkeit vor Augen führt?

00:18:01: Weil mein Eindruck ist viele tun das ja nicht.

00:18:04: also viele sind sich da es nicht bewusst und wollen das auch gar nicht so.

00:18:09: glaubst Du Das würde uns besser machen als Menschen oder glücklicher, zufriedener oder vielleicht auch friedlicher.

00:18:17: Ich glaube erstens ist es ein schwieriges Thema für den meisten Menschen also Todsterben Veränderung loslassen das sind alles Themen die aus verständlichen Gründen sehr schwierig sind.

00:18:32: auch für mich Also Dinge die da sind und die ich vielleicht auch gerne habe Und die jetzt nicht mehr da sind, ist ja dieses Gefühl von Verlust in eine Trauer hineinführen kann.

00:18:44: Im Sinne von Schade dass es jetzt nicht so ist wie es war.

00:18:47: Es in einer Richtung von Angst gehen kann.

00:18:50: was passiert denn jetzt?

00:18:52: Was wird als nächstes sein?

00:18:53: Wird's wieder so gut wie vorher oder wird das fürchterlich werden?

00:18:56: Ich kann absolut verstehen und ich erlebe auch selber das Loslassen ein Teil von Gefühlen erzeugt, die herausfordernd sind Und gleichzeitig weiß ich aus meiner Lebenserfahrung, dass herausfordernde Gefühle auch sinnvoll sind.

00:19:15: Also wenn du fragst geht's die Menschen besser?

00:19:18: Wenn sie an Endlichkeit denken kurzfristig nein!

00:19:22: Ich glaube es ist eher es kommen Gefühlen hoch, die wir aus guten Gründen nicht fühlen wollen.

00:19:28: Das Ego, wenn man das so bezeichnen möchte hilft uns ja uns selbst zu schützen und Es schützt uns auch vor Gefühl oder Vorstellungen und nicht darüber nachzudenken, ist ja auch eine Schutzfunktion.

00:19:41: So wie wir auch keine Schmerzen haben wollen.

00:19:44: Und gleichzeitig... Also ich kenne das aus schamanischen Traditionen geht es darum go through your pain also geht durch den Schmerz hindurch weil wenn du den... Ich versuche es auf Deutsch überzusetzen Wenn du ihn vermeidest Schmerze dann laufst du ja ständig von etwas davon.

00:20:03: und diese wirkliche Begegnung Themen die herausfordernd sind, sind definitiv nicht einfach und es braucht viel Kraft und Mut da hinein zu gehen.

00:20:15: Und das kann auch sehr lange dauern wo man nicht gleich dann die Erlösung fühlt sondern in ganz dunkle Räume geht's, die man aus gutem Grund nicht erleben möchte.

00:20:28: Ich habe halt auch dir vorgemacht wenn ich da durchgehe Durch die Angst, durch den Schmerz, durch die Vergänglichkeit durch existenzielle Krisen, dass mich das auf eine ganz andere Ebene beruhigt, positiv stimmt und dann eine Lebensqualität mehr möglich, die ich sonst einfach nicht gehabt hätte.

00:20:51: Weil dann akzeptiere ich etwas was da ist!

00:20:54: Und Angst und Furcht genauso wie Glückseligkeit und Freude sind alles Teil menschlicher Erfahrung Und wenn ich die als solche in aller ihrer Füll erlebe, ist es auf der einen Seite wahnsinnig herausfordernd.

00:21:07: Wenn man das wirklich mal sich öffnet dafür und gleichzeitig unglaublich erfüllend – weil erst dann kann man so sagen den Reichtum, der da ist, zumindest ansatzweise erleben.

00:21:19: Solche Zustände im Sanpotismus nennt man das Satori, wenn du davon gehört hast.

00:21:26: Das ist extrem schwierig zu erklären, was es ist.

00:21:28: Aber Leute die das gefühlt haben... ...ist etwas, dass du für eine kurze Zeit eine vollkommene Verbundenheit mit allem hast.

00:21:37: Da bist du nicht mehr da!

00:21:38: Da gibt's kein Lukas mehr und kein Mensch und keine Natur oder die Technik.

00:21:44: Sondern es ist alles eins.

00:21:47: Und das ist ein Gefühl von unendlicher Verbundenkeit und im Aufgehen im Jetzt.

00:21:53: Kennst du dieses Gefühl?

00:21:55: Ich habe es mehrfach erlebt, ist oft plötzlich gekommen und man sagt dass man diese Gefühle erleben kann oder auch durch lange Praxis also im Sinne von Meditationen und Training.

00:22:09: Oder auch durch Lebenskrisen und das zeigt durchaus ja auch, dass in dieser Endlichkeit und dieser Begegnung vom dem Unfühlbaren sozusagen gleichzeitig auch dieser Lösung stattfinden kann.

00:22:26: Und wenn man dort hineingeht und sich das auch zutraut, und ich verstehe absolut, dass die meisten Menschen das nicht tun – aber dass da drinnen auch etwas liegt, was man sonst auch nicht erleben könnte und würde?

00:22:38: Weil du sagst, dass den meisten Menschen es nicht tun weil Leben ist auch unangenehm oder findest du, dass es auch ein Luxus ist oder ein Privileg is'.

00:22:49: sich mit diesen Dingen überhaupt auseinanderzusetzen und sich diese Fragen zu stellen oder auch solche Erfahrungen zu machen?

00:22:56: Das Interessante ist, dass jeder von uns sterben wird.

00:23:00: Und jeder ist sich mehr oder weniger bewusst das wir sterben werden.

00:23:05: Also ich bin jetzt forty-fünf Jahre alt.

00:23:07: Statistisch gesehen werde ich noch wahrscheinlich so um die vierzig Jahre leben Aber es kann sehr anders werden.

00:23:15: In fünfzig Jahren oder in hundert Jahren sind wir beide tot.

00:23:17: Das ist vollkommen klar, das ist uns bewusst.

00:23:20: Die Frage ist was wir jetzt damit machen?

00:23:22: Es ist kein Privileg es ist für mich etwas vollkommen normales alltägliches.

00:23:28: Es ist eher eigenartig für mich dass man nicht daran denkt da muss mir schon viel machen.

00:23:36: und es auch relativ anstrengend wenn man vor dem Angst hat um das Versuch zu verdrängen weil jeder Sterbensprozess jede kranke jeder schmerz der vollkommen alltäglich Jeder Art von Krieg, jeder Art von Vergänglichkeit.

00:23:51: Wenn ich dir alle versuche zu vermeiden muss sich unglaublich viel machen ist eigentlich ein sehr anstrengendes Leben.

00:23:58: Ich glaube es ist mehr Leichtigkeit wenn ich sage ja das ist da und es ist ein Teil davon Und ich kann das akzeptieren.

00:24:07: Wir haben zwar jetzt eh schon über das Thema gesprochen aber quasi noch einmal nochmal anders gefragt über eine von deinen Kurzgeschichten in deinem Buch einen Ein normales Buch.

00:24:18: Im Kopf habe ich immer ein ganz normales, aber es heißt ein normales buch oder?

00:24:22: Ja da ist eine Kurzgeschichte drin Da geht's um die Vergänglichkeit und da beschreibst du zwei Personen Und die eine Person Die hat große Angst vor der Vergänglichkeit und kann sich deswegen an sagen wir, Höhepunkten im Leben nicht erfreuen.

00:24:43: Weil sie weiß oder er weiß dass es danach dann auch gleich wieder nach einem Höhelpunkt kann sich ja nicht mehr weiter bergauf gehen sondern dann geht's bergab.

00:24:51: und aus dieser Angst heraus kann diese Person gar nicht er freuen.

00:24:55: und dann eben vergleiche eine andere Person die sich sehr an Höhepunkte im Leben erfreut und wenn die vorbei sind dann gibt es vielleicht noch Fotos die daran erinnern.

00:25:09: Gefällt es dieser Person, sich mit diesen positiven Erinnerungen da auch positive Gefühle zurückzuholen.

00:25:18: Was glaubst du?

00:25:19: Worin liegt der Unterschied, dass das manche die gleichen Situationen so erleben und andere Menschen das so erlebten?

00:25:28: Ich glaube, es sind unterschiedliche Perspektiven, die nicht nur auf Personen passieren sondern auf deiner eigenen Vorstellung, die du auch ändern kannst.

00:25:39: Jetzt in dem Fall Höhepunkte als etwas Trauriges erleben kannst, was schon melancholisch ist.

00:25:45: Weil in dieser Geschichte geht es darum dass ein Mann eine Rose hegt und pflegt Und dann ist sie so wunderschön und prachtvoll und er denkt aber daran Dass das jetzt eben in die Vergänglichkeit geht und das jetzt sagen Dann wieder vergehen wird und macht ihn traurig und versucht es irgendwie aufzuhalten.

00:26:01: also akzeptiert nicht Was der nächste natürliche Schritt ist Und die andere Person in der Geschichte, die Nachbarin erfreut sich an den Höhepunkten.

00:26:11: Das nennt sich in der Glücksforschung Savoring.

00:26:14: Also dass du etwas Schönes erlebst und das immer wieder neu erlebst also in diesem positiven Gefühl bleibst.

00:26:20: Ich glaube, es ist eine menschliche Gabe, dass du beides kannst!

00:26:25: Du kannst was jetzt da ist erleben und dich daran erfreuen... dass was Schönes auch sehen, das es halt wieder vorbei geht.

00:26:37: Das ist beides vollkommen legitim und kann man noch rechtfertigen!

00:26:39: Und die Frage ist... Was ist für dich passender und authentischer?

00:26:45: Das Spannende ist nämlich du kannst das Gleiche auch von einem nicht nur vom Höhepunkt machen sondern auch vom Tiefpunkt.

00:26:50: Wenn du den Tief Punkt siehst, kannst du sagen Es ist fürchterlich und schrecklich und du gehst dann in diese ganz negative Spirale hinein weil du im Tief-Punkt deines Lebens bist zum Beispiel.

00:27:01: Und gleichzeitig kannst du dann schauen, dass es aber jetzt eigentlich nur noch in die Hügel kann.

00:27:05: Ja, theoretisch kann man sich das aussuchen.

00:27:08: Gleichzeitig wenn ich mir diese Person vorstelle, die jetzt in dieser Negativ-Sichtweise ist, wenn man die Fragen würde, wird sie wahrscheinlich nicht den Eindruck haben subjektiv, diese Wahlfreiheit zu haben?

00:27:24: Ich glaube auch, dass wir aufgrund unserer Sozialisierung und seiner Lebenswelt eher eine oder andere Richtung sozusagen geprägt sind.

00:27:34: Und auch das kann man akzeptieren, also im Sinne von Ja ich fühle jetzt zum Beispiel Angst oder ja ich fühl jetzt gerade Trauerkeit und es ist okay!

00:27:47: Ich weiß dass es schwierig ist aber es ist die Möglichkeit da, dass man sagt dieses Gefühl ist da und ich verdränge dieses Gefühl nicht.

00:27:58: Es gibt eine sehr schöne buddhistische Geschichte.

00:28:00: Ich finde viele buddhistische Geschichten schön, weil sie oft Dinge auf den Punkt bringen und da geht es darum kurz zusammengefasst um einen König der oft in diese Traurigkeit kommt und sich denkt das ist fürchterlich und teilweise aber auch in einer Glücksählichkeit kommt und dann völlig übertrieben reagiert und fragt dann so diesen Geschichten typischerweise die einen Weisen was soll ich tun?

00:28:25: Und er schenkt ihm ein Ring Und auf dem Ring steht, übersetzt – alles ist vergänglich.

00:28:32: Das hilft im König.

00:28:33: warum?

00:28:34: Weil in den Momenten von Traurigkeit oder Herausforderungssituationen kann man auf den Ring schauen und es steht, dass das alles vergängliche.

00:28:41: Es geht wieder vorbei dieses Gefühl von Trauerkeit, von Angst oder Ähnlichem.

00:28:47: Gleichzeitig wenn er unglaublich glückselig ist und fast schon enthusiastisch übertrieben schaut dann auf den Ring und es steht, alles ist vergänglich.

00:28:56: Also auch das geht vorbei und bringt ihn in eine Art von Demut dass auch das wieder vorbeigeht.

00:29:02: Und ich glaube das sind solche tiefen Weisheiten die jeder Mensch egal in welcher Perspektive man da schaut sagen kann Es ist eine Phase

00:29:11: Auch das geht vorbei.

00:29:13: Genau und ich habe Kinder und du hast ja auch ein Kind und das sind manchmal sehr schwierige Momente Vor allem wenn der Erziehungen, wenn sie kleiner sind und unglaublich herausfordernd Und der Eltern sagt oft, naja das ist eine Phase.

00:29:26: Das ist auch sehr hilfreich mit so einer Phase.

00:29:29: und jetzt sage ich wieder mal die Nacht nicht geschlafen oder ich weiß es wieder nicht weiter oder es mir völlig überfordert.

00:29:35: und wir wissen es ist eine phase und es geht vorbei und ich glaube dass manchmal ein Überlebenskampf für Eltern in schwierigen Phasen es geht vorbei.

00:29:43: aber auch wenn es gerade wunderschön ist sagen sie es ist ne Phase und Leben ist insofern auch eine Phase die vorbei gehen wird.

00:29:51: Gibt's?

00:29:53: in deinem Leben ein Moment oder eine Situation, die dir einfällt, die deine Sicht auf das Sterben oder den Tod besonders stark beeinflusst hat?

00:30:07: Oder vielleicht verändert hat.

00:30:10: Wir fallen verschiedene Momente ein aber eine prägende Situation, der mir jetzt gerade spontan einfällt ist, wo mein Großvater gestorben ist Und wir sind zu der Beerdigung gegangen und ich habe vielleicht auch einen soziologischen Blick gehabt, weil ich dieses ganze Ritual so absurd gefunden hab.

00:30:33: Da war mein Großvater den ich sehr geliebt habe und in dem Moment nicht mehr gesehen, sondern nur das Grab, diesen Holzding sozusagen und dann einem Fahrer, der über ihn gesprochen hat, obwohl er ihn gar nicht gekannt hat.

00:30:52: Und dann habe ich mir geschaut, was das für ein Ritual ist und fand es eigentlich schade wie technisch dieses Rituel war.

00:30:59: Und davor ist gestanden man soll pietätvoll sein.

00:31:04: Was heißt das?

00:31:05: Also was heißt pietät voll?

00:31:07: Das war so ein mechanisches Rituaal wo dann Inklus gesagt worden ist den der Sack zum Grab hingeführt und dann wurde er runtergelassen, und an jedes eine Schaufel von Erde bekommen.

00:31:24: Und das Absurdeste fand ich dann, dass mir denn gesagt worden ist... Ich soll jetzt doch Geld den Bestattern geben!

00:31:32: Und ich habe gesagt, was soll ich tun?

00:31:34: Er sagt ja, das macht man so.

00:31:37: Das ist vollkommen absurd.

00:31:38: Also ich finde es, ich fand's so schade, dass dieser Abschiedsprozess von einem von mir geliebten Menschen auf so technisch ritualisierte Art und Weise durchgeführt wurde.

00:31:51: Und habe mir gedacht, das ist ein Ritual, das mir nicht gefällt.

00:31:54: Also wenn ich mal sterben würde, möchte ich das sehr anders erleben.

00:32:00: Wie sensst es, dass es nicht um mich geht?

00:32:01: Weil ich bin dann nicht nur da, sondern es geht natürlich um die Trauernden.

00:32:05: Aber wenn ich mir sagen, mein Beklebnis vorstellen würde oder mir wünschen würde wäre das eher ein Gefühl wie Silvester also nachdenken, was war denn das Schöne in diesem Jahr?

00:32:22: Oder was war das Schöhne... ...in dem Leben.

00:32:26: Wir haben Menschen mich erlebt!

00:32:30: Was für schöne Dinge haben sie mit mir

00:32:32: erlebt?!

00:32:32: Was für Einsichten haben Sie mit mir

00:32:33: gewonnen?!

00:32:34: Was fürchtelige Sachen haben sie bei mir erlebt, wo ich einfach auf meine Art schräg war für sie!

00:32:41: Und diese Momente eher an die erinnern, den vielleicht auch nachtrauern und eine eine Freudenträne, aber auch eine Trauerträhne vergießen.

00:32:51: Aber eher eine Art von Verbundenheit, von dem Leben was sie mit mir lebt haben und was sie auch loslassen müssen auf eine bestimmte Art und Weise.

00:32:59: Und eher das Leben zelebrieren im Sinne von Dankbarkeit, im Sinne was durfte ich leben?

00:33:05: Wie haben Sie das mit mir erlebt?

00:33:08: also Ich würde gerne sowohl diese tiefe Traurigkeit und Trauer eröffnen lassen wollen und gleichzeitig diese Freude am Leben, also beides ermöglichen.

00:33:21: Und bei meiner Beerdigung möchte ich auf keinen Fall irgendwelche religiösen Tradition haben, weil ich die für mich als Völkern unpassender lebe, sondern Menschen einfach dort sind, die Musik spielen, die vielleicht Videos anschauen von früher, Fotos anschauen drüber weinen und lachen.

00:33:38: Also das wäre vielleicht... für mich eher ein Moment, wie ich mir wünschen würde.

00:33:42: Wie sagen die Trauergemeinschaft dann in meinem Leben das erleben würde?

00:33:48: Und woran sollen sich... Was wäre dir da wichtig?

00:33:51: Woran sollen dich die Menschen an dich erinnern wenn du mal nicht mehr bist?

00:33:56: Das möchte ich ihnen gar nicht vorschreiben.

00:33:58: Das wäre finde ich...

00:34:01: Aber was wär so dein Wunsch?

00:34:03: Hast du da Wünsche dazu oder ist dir das nicht so wichtig?

00:34:08: Das ist mir weniger wichtig, weil ich das nicht vorgeben möchte.

00:34:11: Ich glaube jeder Mensch hat bestimmte Erfahrungen mit mir gemacht wenn der Mensch mich erlebt hat und was es sehr persönlich individuell ist.

00:34:22: Und ich würde mir wünschen dass die Person einfach all die Momente akzeptiert sowohl die schwierigen als auch die schönen.

00:34:31: Welche sind das?

00:34:31: Würde ich eher neugierig stimmen welche da die verschiedenen Personen entdecken würden.

00:34:38: Ich habe jetzt noch eine Frage, auch noch zu einer von deinen Kurzgeschichten.

00:34:43: Die ja auch memento mori heißt und ich glaube dann ist noch danach ein Titel den ich jetzt nicht weiß.

00:34:50: Und das geht auch in diese Richtung wo wir vorher schon gesprochen haben dieses sinnvolle Leben oder eben für dich sinnvoller leben.

00:34:59: und da das Zitat von diesem Erzähler Geht so in diese richtung dass er sich fragt wann hat man denn schon genug gelebt?

00:35:08: Und solange die Angst vor dem Tod das Leben antreibt, bleibt man in diesem Gefangen.

00:35:18: So ähnlich war das Zitat.

00:35:21: Wie erlebst du das?

00:35:24: Was fällt dir dazu noch ein zu diesem Zitat?

00:35:29: Wann hat man denn genug gelebt?

00:35:31: oder glaubst du irgendwann ... genug gelebt.

00:35:35: Ich meine, du bist jetzt noch keine Achtzig und Neunzig

00:35:38: usw.,

00:35:39: das heißt diese Erfahrung hast Du nicht.

00:35:41: aber glaubst Du dass man irgendwann an diesen Punkt kommt wo man sagt Und Jetzt ist gut?

00:35:49: ich würde mir wünschen Dass die Aussage Jetzt Ist Gut Jetzt hat Unabhängig vom Alter dass wenn man in eine Lebensdusche kommt, wo ich sage jetzt gerade passt es so und Ich bin sehr froh zu leben und gleichzeitig bereit auch zu gehen.

00:36:10: Dann kann das jetzt schon haben.

00:36:12: Und hast du's?

00:36:14: Jetzt?

00:36:15: Immer wieder!

00:36:17: Ich habe immer wieder So ein Zustand Wo ich eine Art von Dankbarkeit spüre Dass ich jetzt gerade da bin und gleichzeitig gefühlt durchs bereit bin in einem Todeszustand, was auch immer das ist, überzutreten.

00:36:35: Natürlich kommt jetzt da ich lebe, die Angst, meine Kinder zu sehen, dass das ist das, was mich am steigsten anhaftet aus persönlichen Gründen.

00:36:48: Aber ich würde nicht darauf warten, bis ich dann irgendwann in der Vorstellung Achtzig bin.

00:36:53: Das ist eine ganz tiefe Vorstellung, was ein Leben als sinnvoll ist und was dann sein sollte.

00:37:00: Und ich glaube es sind Trugschlusses.

00:37:02: Ich glaub das ist eine Vorstellung.

00:37:04: Dann mit Achtzig neunzighundert werde ich im Sterbe bezahlen und dann diesen Moment erleben.

00:37:09: Es ist gut!

00:37:11: Ich finde es hoch riskant darauf zu warten.

00:37:17: Schaffst du das, glaubst du dieses Gefühl immer wieder zu spüren?

00:37:22: Ist es weil du dir einfach deine Wünsche erfüllst oder eben so lebst dass du sagst das ist sinnvoll und es gibt keine unerfüllten Sehnsüchte.

00:37:34: Oder sind die einfach nicht so groß?

00:37:38: Was ist es denn damit man dieses Gefühl haben kann?

00:37:42: ich glaube es ist ein eine Akzeptanz, dass ich jetzt gerade lebe und dass ich irgendwann sterben werde.

00:37:51: Eine ganz tiefe Klarheit das es so ist und nicht auch nicht verändern kann!

00:37:56: Und diese Nichtveränderbarkeit ist eine unglaubliche Freiheit.

00:38:00: doch also ich könnte mein Leben so künstlich verkürzen Ich kann es auch teilweise künstlicher etwas verlängern aber ich werde sterben.

00:38:09: Also vollkommene Klarheit und das finde ich auch befreiend, dass sich mich dazu nicht entscheiden kann, ich kann nicht entscheiden will ich unendlich leben oder nicht.

00:38:17: Ich werde sterben.

00:38:18: wir alle werden sterben vollkommen das ist vorgegeben und da das so ist macht es auch keinen Sinn dagegen

00:38:27: anzukämpfen.".

00:38:28: Das heißt es geht eigentlich dann mehr um die Akzeptanz als um das jetzt so sehr erfüllte Leben?

00:38:36: Was ist denn erfülltes Leben für dich?

00:38:44: Wenn ich die Vorstellung habe, ich muss ein erfülltes Leben haben.

00:38:46: Weil was heißt das schon?

00:38:47: Und ist es jetzt schon genug?

00:38:48: und das auch in dieser Geschichte dieses ... Dieser Drang... Ich muss jetzt schnell noch ein erfülltes Leben haben!

00:38:53: In diese Geschichte gibt's einen Menschen, der sich plötzlich dem Tod bewusst wird und dann herumreißt und versucht alles zu machen und möglichst fast schon zwanghaft das wirklich erfüllte Leben zu haben, dass ein Konzept ist.

00:39:08: Dass eine Vorstellung ist.

00:39:10: Was ist es denn ein erfülltes Leben?

00:39:11: Muss sich den Klimazschau bereist haben?

00:39:14: Muss ich die Partys gemacht haben?

00:39:16: Müs' dich diese Erfahrungen gemacht haben, muss sich etwas bestimmtes gesehen erlebt oder ich weiß nicht was haben... Das is im Grunde eine Angst vor dem Tod und der Angst kein erfülltes Leben zu hammen.

00:39:27: Aber beides is einen Grundgefühl von Angst.

00:39:32: Bitte!

00:39:32: Das heißt man kann vielleicht sagen dass die Akzeptanz zum erfüllten Leben führt.

00:39:39: Dass ich sogar ein unerfülltes Leben akzeptieren würde, weil ich nicht mal weiß was ist denn jetzt ein erfülltes Leben?

00:39:46: oder wann ist es denn?

00:39:47: Ich könnte jetzt sagen, ich habe einen wirklich erfüllte Leben gehabt und in einer Woche denke ich mir Oh mein Gott!

00:39:52: Jetzt bin ich draufgekommen.

00:39:54: Es war überhaupt nicht erfüllt Weil jetzt merke ich erst, was ich versäumt hab Und ein Monat später hingegangen, jetzt ist ein erfültes Leben Und ein Jahr später hingegen, ah das ist überhaupt nicht der Fühlt die sich auch ändern.

00:40:07: Und ich glaube, es geht nicht darum, zwanghaft zu versuchen ein erfülltes Leben zu haben, sondern zu akzeptieren dass es oft viele Überraschungen gibt und manchmal ist das etwas Wunderschönes und manchmal etwas Füchterliches und beides ist Teil der gleichen Medaille.

00:40:25: Und diese Akzeptanz kennst du dir schon immer oder ist die durch etwas bestimmtes entstanden?

00:40:33: Ich habe mich viel mit eben Transpensionen beschäftigt und ich glaube über die Zeit ist das entstanden.

00:40:38: Und es heißt nicht, dass ich jetzt sagen in der folgenden Akzeptanz des Lebens bin.

00:40:43: Es sind auch vier Momente wo ich manchmal tiefer in akzeptanz bin und manchmal voll keinen Widerstand, wo ich überhaupt nichts will.

00:40:49: oder ich denke das geht gar nicht oder ich jage wieder ein Ziel hinterher auch Ängste vor der Vergänglichkeit haben oder es loslassen, oder das Sehnsucht auch früher was doch besser und in der Suche von für das Beste.

00:41:02: Also all das ist ja auch... ich bin auch nur ein Mensch!

00:41:05: Und gleichzeitig gibt es Phasen wo ich dann die auch teilweise auch erarbeitet habe weil ich mich diesen Gefühlen gestellt hab und angestellt hab was du es mit mir macht.

00:41:14: Und da finde ich einige so schamanische Rituale und Traditionen sehr hilfreich weil man da einen bewussten Tod geht.

00:41:25: Also es gibt so schamanische Rituale, wo man dann hineingeht in die Vorstellung oder Simulation das man sterben wird.

00:41:34: Und dann erlebt man tatsächlich, also spirituell symbolisch ritualisiert den Tod.

00:41:41: und da kenne ich einfach dieses Gefühl, habt ihr Erfahrung gehabt wirklich zu sterben?

00:41:45: und dann soll das Leben vollumfänglich abzuschließen und dann in ein Zustand zu gehen wo ich wirklich nach dem Leben bin als Vorstellung.

00:41:57: Und in dieser Phase zurückzuschauen ins Leben und zu schauen, was stimmt nicht dankbar?

00:42:04: Was ich erleben durfte und was beräuchte zutiefst weil ich es nicht gemacht habe.

00:42:11: In diesem Zustand wirklich ernsthaft hineinzufühlen und zu denken, was bereue ich in meinem Leben Und was habe ich nicht gemacht?

00:42:22: Was finde ich unglaublich schade und kann es auch nicht mehr verändern, diesen Zustand mal auszuhalten ist durchaus herausfordernd.

00:42:30: Dann gibt es in manchen Ritualen, dass man sagt, jetzt hast du das Glück!

00:42:35: Dass du wieder zurückgeworfen wirst in dein Leben, in dein Jetzt-Zustand mit dem Wissen und dem Gefühl, dass du schon gestorben bist.

00:42:47: Die Frage ist, was machst du

00:42:48: jetzt?!

00:42:50: Und das ist, wenn man es ernst nimmt und wirklich hineingeht ein unglaublich lebensbejahendes Gefühl weil du dann auf einer ganz tiefen Ebene weißt und fühlst dass du gestorben bist.

00:43:05: Dass du abgeschlossen hast und jetzt die Möglichkeit hast es neu zu gestalten Weil Du wieder in diesen Zustand kommen wirst In einem Tag, in einem Jahr, in fünfzig Jahren.

00:43:17: Du kommst wieder hin.

00:43:18: Und dann wirst du dir vielleicht die gleiche Frage stellen, zu dieser Vorstellung.

00:43:23: Wofür bist du dankbar und was bereust du?

00:43:27: Dinge,

00:43:28: die ich jetzt bereue sind Momente wo ich mir gedacht habe, ich sollte so leben.

00:43:37: Das ist so meine Rolle.

00:43:38: Ich müsste das tun oder ich sollte das tun Oder es geht halt nicht anders.

00:43:43: Und dass sich da nicht in einer inneren Verbundenheit war und authentisch das gemacht habe, wofür ich eigentlich da bin.

00:43:52: Und da gibt es immer wieder so Lebensphasen wo ich einmal wirklich tief drinnen war eine Tiefverbundenheit hat und auch dieses Kutzbär hat.

00:43:58: Da sagt man diese Mut oder fast schon Frechheit trotz frech könnte man wiederes sagen sein Ding zu machen ohne zu verstehen warum eigentlich?

00:44:09: Und manchmal die Phasen wo Ich mich das nicht getraut hab oder das, was ich versuche jetzt auch nach diesen Erfahrungen zu machen ist immer wieder nachzufühlen.

00:44:20: Mache ich etwas ohne noch zu verstehen warum ich das tue?

00:44:23: Aber irgendwas zieht mich dorthin und ich mache es und wundere mich selber darüber.

00:44:28: Ich bin mutig genug dem nachzugehen und ich versuch' achtsam zu sein wenn ich in eine Phase komme wo ich mir denke das sollte ich tun oder das erwarten andere oder... Kannst

00:44:38: du mir vielleicht ein Beispiel sagen, ein konkretes...?

00:44:42: Ich habe zum Beispiel viel Infosationstheater gespielt und ich hab nie verstanden, warum ich das tue.

00:44:46: Es hat mich irgendwas dorthin gezogen und ich fand es einen unglaublich schönen Moment auf der Bühne zu stehen und Dinge entstehen zu lassen in dem Moment.

00:44:53: Und ich hab nicht verstanden warum aber es hat mich unglaublich geprägt.

00:44:58: Oder im letzten Jahr hatte ich plötzlich das Gefühl oder dass sich eine Kurzgeschichte schreiben möchte und ich bin jetzt literarisch eigentlich nicht besonders gut bewandert.

00:45:10: Ich persönlich kann auch nicht gut Geschichten schreiben, glaube ich.

00:45:15: Aber ich habe gemerkt dass ich in einer Phase bin wo das kann man improvisieren nennen oder Channeling nennt es manche also wo ich in einem Gefühl mit einem Bild hab, dass er umbewusst ist und ich habe mich einfach zum Computer gesetzt und habe begonnen eine Geschichte zu schreiben die mir vollkommen unbewusst war.

00:45:32: Ich wusste nicht was als nächstes kommt!

00:45:33: Ich fand selber spannend wie bei einem Improvisationstheater Stück was dann dieser Geschichte passieren wird.

00:45:39: Und plötzlich, nach ein bis zwei Stunden war die Geschichte da und ich hab selber nicht genau verstanden was das eigentlich ist.

00:45:44: Aber es ist aus mir heraus entstanden oder nicht mal ich sondern... Es ist entstanden!

00:45:49: Das hat sich schreiben lassen.

00:45:51: Im letzten Jahr habe ich mir absichtlich dafür Zeit genommen damit ich diese Geschichten entstehen lasse wenn sie geschrieben werden wollten.

00:45:59: Also wirklich diese Passivformen.

00:46:00: Ich bin jetzt nur ein Teil der diese Geschichte schreiben lässt.

00:46:04: Und plötzlich waren nach einem Jahr vierundvierzig Geschichten da Und ich habe mich selber gewundert, was es ist und manche ... hab' ich verstanden?

00:46:14: Manche noch immer nicht.

00:46:16: Und hab daraus dann einfach so ein Buch geformt!

00:46:19: Das war nicht bewusst und das war jetzt nicht geplant.

00:46:21: Es war jetzt keine Lebenserfüllung im Sinne von «das muss jetzt sein», sondern es hat sich schreiben lassen – und dass im Nachhinein finde ich das sehr lebenserfüllen.

00:46:30: D.

00:46:31: h., da sind wir eigentlich auch schon bei der Antwort der Frage »Wofür bist du dankbar?«.

00:46:36: Es gibt viele Formen der Dankbarkeit.

00:46:38: Ich glaube, sie kann man ganz klein nutzen.

00:46:41: also wenn ich jetzt gerade aus dem Fenster hinaus schaffe finde ich es gerade eine Dankbarkeit gegenüber diesen schönen Schneeflocken aus mir unerfälligen Gründen diese kleinen Dankbarkeiten und das ist auch eine dankbarkeit im Sinne von Buch dass sich so mutig war mein kritisches Ratio meine Ego meine Vorstellung wäre ich bin aufgrund meiner Historie und so weiter, ein bisschen auf die Seite zu geben wie bei Improvisationstheater.

00:47:11: Und offen zu sein was jetzt gerade entstehen möchte.

00:47:17: Es gibt einen Stolz in mir, dass ich diesen Mut gehabt habe und das Schreiben hab lassen und auch mutig das Leuten zu schicken weil... Ich hab das manchen geschrieben oder geschickt und die können damit überhaupt nichts anfängen, dass wir vollkommen nachvollziehbaren gründen.

00:47:36: Es war einfach so und wie das dann sagen im Außen rezipiert wird, ist eine andere Sache.

00:47:44: Es hat es eher für mich geschrieben und vielleicht auch sowas wie du das in Podcast macht.

00:47:48: Irgendwas zieht dich dorthin und du gibst dem was dich zieht nach und lasst es entstehen Und das ist, glaube ich sehr sinnerfüllend im Sinne von Purpose.

00:47:57: Es nicht ein Ziel dem ich nachher gehe es ist nicht dieses.

00:48:01: Ich möchte ein erfülltes Leben haben!

00:48:03: Ich möchte das erreichen!

00:48:04: Das ist ein Ziel was sich hin pushet.

00:48:05: das kann man auch machen.

00:48:07: Aber Purpose und Sinn ist das Gegenteil davon dass wenn ich nichts tue dann zieht mich etwas wie magisch an Wie zum Beispiel dass du jetzt ein Podcast machst oder dass ich Geschichten schreibe und das muss ich gar nicht verstehen.

00:48:21: sondern wenn ich in mich hineinfühle, dann zieht mich etwas an und ich folge eigentlich dem was manche nennen es Intuition oder das gibt andere Wörter dafür.

00:48:31: Und das finde ich ein sehr lebensbejahen Prozess.

00:48:36: Ich habe jetzt noch aber wahrscheinlich ist die eine Frage ein bisschen selbst beantwortet vielleicht.

00:48:46: Angenommen du hast einfach nur noch eine sehr begrenzte Lebenszeit sagen wir sechs Monate.

00:48:52: Gibt es dann etwas, was du anders machen würdest überhaupt?

00:48:56: Oder bist du eigentlich in einem Tun oder Leben, wo es da gar keine Veränderungen gäbe.

00:49:05: Oder gibts welche?

00:49:09: Ich glaube ich muss unterscheiden zwischen der Vorstellung dessen uns den tatsächlichen erleben.

00:49:16: Es ist etwas anderes wenn ich mir jetzt vorstelle, was würde ich noch sechs Monate tun?

00:49:21: weil meine erste Antwort wäre auf die einen Seite ein Buch zu schreiben.

00:49:25: Das habe ich schon gemacht, weil ich mir genau diese Vorstellung gestellt habe und gesagt hab, was ist wenn ich nur noch kurze Zeit hätte?

00:49:31: Dann ist immer wieder aufgepuppt.

00:49:33: Du solltest da ein Buch schreiben und das war immer klar.

00:49:35: es heißt dass normaler Buch zwischen Gründen auch immer Und gleichzeitig nochmal Zeit mit meinen Kindern zu verbringen.

00:49:41: Also so das was das wichtigste und Sinn erfüllendste für mich ist oder Familie im Allgemeinen.

00:49:51: Ich glaube, es ist schon noch was anderes.

00:49:53: Wenn ich jetzt tatsächlich von einem zum Beispiel Arzt erfahren würde, ist das wirklich sechs Monate?

00:49:59: Es macht noch einen Unterschied zwischen Vorstellung und dem tatsächlichen Erleben.

00:50:03: Und das kann sich nicht ganz vorstellen, glaube ich.

00:50:06: Ich glaube dass ich vieles weiter so machen würde wie ich sie jetzt gerade mache weil ich mir diese Frage jetzt schon öfter gestellt habe.

00:50:13: Und ich glaube, ich würde es mir aber noch ernsthafter vorstellen, weil ich halt dann mehr in der Kurzfristigkeit bin.

00:50:19: Weil ich jetzt nicht denke Und das macht ja auch Sinn, fünf Jahre, zehn Jahre, zwanzig Jahre vorausdenken.

00:50:25: Wenn es wirklich abgeschlossen ist dann gibt's bestimmte Dinge die ich danach in Zufall nicht mehr machen würde.

00:50:32: Wenn du eine einzige Sache in deinem Leben verändern könntest damit dein Leben für dich vollkommen wird oder vollkommen wie auch immer was wäre diese Sache?

00:50:46: Oder gibt sie diese Sache?

00:50:50: Ich glaube das Erste Was bei mir so als Gedanke kommt, wäre diese vollkommene Akzeptanz des Seins.

00:51:00: Das hört sich jetzt sehr abstrakt an aber ich glaube dieses akzeptieren von von mir als mensch Von der welt wie sie ist jetzt gerade.

00:51:13: Ich glaube das ist etwas Unglaublich.

00:51:16: schwierig ist das zu haben, weil wir so viele Vorstellungen haben und so viele Ideen.

00:51:20: Und was wir alles tun sollten und müssten und erreichen müssten damit wir dann am Schluss sagen könnten dass es ein erfülltes Leben wäre.

00:51:28: Bladi bladi bladibla!

00:51:30: Und wie ich sein müsste und was die Vorstellung von mir wäre.

00:51:33: und was sagen denn die Leute wenn ich tot bin?

00:51:35: Was für ein Mensch ich war.

00:51:36: und gefällt mir das was sie dann von mir sagen würden?

00:51:41: Es geht so viel los ja was wir an Gedanken über uns selbst haben und was richtig oder falsch wäre.

00:51:47: Und ich glaube, diese Akzeptanz von so bin ich mit all den großen philosophischen Ideen bis zu den versteckten Schatten unserer Selbst- und der ganzen Vollkommen Kinkiness und Absurdität und Neuheit.

00:52:06: Wenn ich da einfach dieses genügsame Akzeptieren vom Sein und von mir habe das würde ich mir wünschen dass sich noch mehr in dieses ganz tief authentische Leben hineinkommen und akzeptiere, wie ich bin in meiner humorvollen neugierigen Art.

00:52:24: Und vielleicht halt auch zwanghaften absurden Arzt und das einfach als solches annehmen.

00:52:30: Also

00:52:31: die Akzeptanz?

00:52:35: Dann meine letzte Frage ist, wenn du einen Wunsch an den Tod hättest, welcher wäre das denn?

00:52:42: Wer ist der Tod?

00:52:45: Gebe ich zurück.

00:52:47: Wunsch habe ich keinen, es ist eher ... Weil ein Wunsch ist auch wieder etwas das sich ... Das ist ja wieder... Ich möchte was verändern und ich möchte sie nicht erinnern.

00:53:00: Ich möchte da eher dort aufgehen.

00:53:02: also dieses Wort diese Leerheit Es ist eher ein Zuzwinkern und ein Akzeptieren des Zustands der für mich durchaus real ist, auch jetzt schon aber später noch mehr ins Aufgehen lässt.

00:53:19: Also ich wünsche mir eigentlich mehr, dass ich diesen Zustand gut jetzt schon integrieren kann in mein Leben und dann dort aufgehren in dieser Potenzialität von allem.

00:53:36: Vielen Dank!

00:53:37: Gibt es noch etwas, was dir noch wichtig ist zu dem Thema?

00:53:41: Was du noch teilen möchtest oder noch dazusagen möchtesst?

00:53:47: Vielen Dank für die schönen Fragen und dieses hineingehen in das Erforschen von dem, was ist oder da nicht mehr ist.

00:53:54: Und ich glaube, das sind wichtige Fragen, die sich im besten Fall jeder stellen könnte weil ich glaube dass auch dieses Bewusstsein von Angst unter Vermeidung es wichtig ist erst zu leben.

00:54:09: und wenn man den bewusst ist dann glaube ich, dass Menschen durch es noch freier leben können das Leben genießen können, gerade weil ihnen der Tod bewusst wird.

00:54:23: Dankeschön Lukas!

00:54:24: Danke dir.

Kommentare (1)

Elke Egi

Sehr schön & inspirierend 🙏

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