#2 Klaus Schwertner
Shownotes
Klaus Schwertner teilt seine Erfahrungen rund um das Thema Tod und Endlichkeit als Direktor der Caritas Wien und erzählt, welchen Umgang er damit gefunden hat. Er kennt aus seiner Arbeit viele individuelle Schicksale von Menschen, berichtet von seinen Erfahrungen in Kriegs- bzw. in Krisengebieten - insbesondere auch über das Zurückkommen aus solchen Gebieten, und teilt persönliche Erfahrungen, die er im Rahmen seiner Ausbildung als Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleiter gemacht hat.
Er erzählt außerdem, was ihn privat rund um die Vergänglichkeit beschäftigt: das Erreichen der eigenen Lebensmitte, der Tod seines Vaters, seine Schwierigkeiten beim Abschied nehmen, und auch die wichtige Rolle, die die eigene Familie spielt.
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00:00:06: Ich
00:00:27: mag gerne am Ende meines Lebens sagen können, ich habe ganz viel Liebe in die Welt gebracht.
00:00:37: durchatmen, auf Gemeinsamkeiten besinnen.
00:00:39: Auch dass es eben diese Endlichkeit gibt.
00:00:46: Ich glaube das könnte schon ein Beitrag sein und dadurch auch mehr Verständnis füreinander zu haben.
00:00:52: Und die Gewissheit, dass es uns letztlich selbst nur gut gehen kann wenn's auch unseren nächsten Gut geht oder unseres Gesellschaft insgesamt
00:00:59: gut geht.
00:01:04: Ich freue mich sehr.
00:01:05: herzlich willkommen lieber Klaus Schwertner, dass du heute mit mir dieses Gespräch führst.
00:01:12: Du bist Karitasdirektor der Ärzte der EUC Servien.
00:01:15: Schön, dass du hier bist!
00:01:17: Ja danke für die Einladung.
00:01:18: Hallo
00:01:20: Die erste Frage ist gleich wie geht es dir?
00:01:22: Wie ist das für dich wenn du weißt wir sprechen jetzt über den Tod übers Sterben über das Thema Endlichkeit.
00:01:31: Ich werde heuer auf fünfzig und vielleicht beschäftige ich mich deshalb auch selbst mit diesem Thema verstärkt.
00:01:39: Und zwar gar nicht so sehr mit dem Tod, sondern eher mit der Endlichkeit des Lebens.
00:01:46: und auch wann ist die Mitte des Lebens erreicht?
00:01:49: Wir wissen das ja alle natürlich nicht aber vor allem mit der Frage Was habe ich bisher schon erlebt, erreicht?
00:01:57: und mit der Frage was soll dann noch kommen?
00:02:00: Was will ich gerne noch machen.
00:02:02: Und das merke ich, dass mich das in den letzten eineinhalb-zwei Jahren stärker beschäftigt.
00:02:08: Und Tod hat für mich nicht so etwas Negatives, weil ich auch in meiner Arbeit und in persönlichen Erfahrungen einfach erlebt habe ganz viel Leben geht, bis zuletzt.
00:02:26: Und gerade in der Hospizarbeit ist das ja so etwas ... Aber natürlich hat es auch etwas, dass alleine wie wir darüber reden und wie er tot uns begegnet schon noch immer das dunkles schreckliches Alleinwilfes.
00:02:41: in Filmen oder Büchern der Tod oft dargestellt ist kann der auch sehr schmerzhaft sein?
00:02:47: natürlich genau.
00:02:50: Also du sagst du beschäftigst dich jetzt schon länger damit?
00:02:55: Und wie ist diese Beschäftigung?
00:02:56: Also, ist das für dich oder auch welche Gefühle sind da jetzt bei dir konkret damit verbunden wenn du daran denkst.
00:03:03: Wenn du dich eben mit dieser Endlichkeit beschäftigst oder auch wenn wir jetzt darüber reden?
00:03:10: also ich habe schon direkt nach der Schule begonnen, im Rettungsdienst als Sanitäter zu arbeiten beim Roten Kreuz.
00:03:19: Zuerst als Freiwilliger, dann zivil in seiner Erzeitung auch hauptberuflich wieder freiwillig und hab dort sehr... also ich bin Notarztwagen gefahren, war notfallsanitäter und habe dort viele Menschen auf unterschiedliche Art und Weise sterben gesehen.
00:03:37: Und da gibt es also auch ganz unterschiedliche Formen, wie Menschen sterben.
00:03:42: Nämlich ganz ruhig still einschlafen oder sehr traumatisierend von Suizid bis zu einem Autounfall oder mit starken Schmerzen verbunden.
00:03:54: Abschiede die damit auch verbunden sind, die entweder gut sind weil es eine gute Begleitung bis zuletzt gegeben hat oder auch tragisch und traurig wobei vielen Menschen übrig bleibt Man konnte irgendwelche Dinge noch nicht mehr regeln oder es ist irgendwas nicht gut ausgesprochen worden.
00:04:13: Und dann sind diese Abschäde durchaus noch schwieriger.
00:04:16: und an das all das muss ich denken, wenn wir über das Thema Tod, über das Dämmersterben reden.
00:04:23: und welche Gefühle kommen bei mir selbst auf?
00:04:28: Auch durch die Erfahrung von Abschieden von Menschen, die mir wichtig sind vor... circa drei Jahre ist mein Vater gestorben, habe ich gemerkt dass Abschiede schon auch sehr schmerzhaft sein können und euch auch einen am falschen Fuß erwischen können.
00:04:46: Irgendwie obwohl absehbar war das er sozusagen er war sehr krank.
00:04:50: wir konnten uns gut von ihm verabschieden aber danach war plötzlich irgendetwas und ich weiß nicht ob es sozusagen der eigene Elternteil ist ob das so stark bei mir gewirkt hat oder auch die, das hört man ja viel und ich habe dann auch viel darüber gelesen und Podcast gehört dazu mit Menschen gesprochen.
00:05:11: Ist es auch weil es das noch einmal einem die eigene Endlichkeit vor Augen führt wenn die eigenen Eltern sterben?
00:05:16: Ich glaube das hat schon auch mit reingespielt und da musste ich jetzt auch denken.
00:05:22: Was ist denn der Tod eigentlich für dich?
00:05:29: Ja...der Tod das Ende und in einem, wenn ich sozusagen einen religiösen oder gläubigen Sinn formuliere.
00:05:39: Das Ende vom irdischen Leben.
00:05:42: Und das ist für mich schon auch... Ich bin sozusagen stark christlich geprägt aufgewachsen.
00:05:47: Ich kann mir nicht genau vorstellen was das bedeutet, wenn wir sagen oder wenn wir davon sprechen leben nach dem Tod aber auch durch diese Erfahrung des Todes meines Pappers irgendwie schon voller Überzeugung hier sitzen und sagen, der Tod muss nicht die Ende von der Beziehung zwischen zwei Menschen sein.
00:06:13: Und wenn wir formulieren, die Liebe bleibt ganz oft im Zusammenhang auch mit dem Tod dann glaube ich, dass es da auch Verbindungen geben kann.
00:06:25: Aber etwas wie Liebe zum Beispiel ist stärker als dieser Tod.
00:06:29: Also die sozusagen nicht alles zu Ende sein muss nur deshalb weil dieses irische Leben zu Ende
00:06:35: geht.".
00:06:36: Das heißt du kannst da quasi einen Teil diese Liebe auch weiterhin... haben oder leben.
00:06:43: Ja, und ich glaube das die auch auf unterschiedlichste Art und Weise weiter wirkt und ich glaub dass ist ja etwas was meine größte Sorge ist oder was ich auch in ganz vielen Gesprächen mit Menschen die sterben krank sind oder die wissen das nicht mehr sehr viel Zeit bleibt, dass die manchmal sozusagen damit hadern habe die Prioritäten richtig gesetzt in meinem Leben.
00:07:06: Was ist wichtig, was ist dringend?
00:07:07: Die Alltagsfragen vor denen wir täglich stehen und wie schnell kann es auch so zeigen plötzlich eine schwere Diagnose bedeuten dass man nur noch viel weniger Lebenszeit hat als man vielleicht durchschnittlich annimmt wenn man sozusagen sich die Lebenserwartung von der Gesamtbevölkerung anschaut.
00:07:25: Und das
00:07:26: darf ich kurz nach fragen was sind das für Prioritäten dann die du da gehört hast, wenn du sagst die haben dann gesagt oder sich gefragt habe ich die Prioritäten richtig oder falsch gesetzt?
00:07:36: Naja das ist wirklich spannend weil viele Menschen mit denen ich gesprochen hab und dazu gehört auch mein Papa dass ich die immer wieder mir dann gesagt hat naja ich soll nicht so viel arbeiten ich soll mehr Zeit für die Familie aufwenden.
00:07:52: Und das waren durchaus gar nicht so einfache Gespräche weil ich mir gedacht habe hey Ich kann ja nicht Dinge, die du in deinem Leben in einer Art und Weise entschieden hast.
00:08:02: Wettmachen für dich indem ich es anders mache.
00:08:05: aber das ist schon deutlich geworden bei vielen Gesprächen dass Menschen sich fragen also sagen habe ich sozusagen ausreichend Zeit mir für unter Anfangszeichen meinen Lieben genommen oder für Karriere für Job für Wohlstand und viele andere Dinge, die man am Ende des Tages nicht mitnehmen kann.
00:08:33: Ich glaube das ist die Botschaft dahinter – und das hat mich beschäftigt!
00:08:38: Und tust du es aktuell?
00:08:39: oder wie würdest du es bei dir selber einschätzen?
00:08:44: Also wie setzt du deine Prioritäten zur Zeit richtig?
00:08:49: Ich hoffe, dass man ständig dazu lernt und sich auch weiter Entwicklung nicht stehen bleibt.
00:08:56: Und dass das auch mir gelingt!
00:09:00: Das Schwierige ist ja oft nicht, dass Man Entscheidungen für etwas trifft... Sondern dass das immer auch bedeutet, dass man Entscheidungen gleichzeitig – wenn man sich für etwas trifft – gegen ganz viele andere Dinge sich entscheidet und dagegen trifft.
00:09:17: Und das ist manchmal sehr schwierig!
00:09:19: Ich träume ja immer noch davon von der Superkraft, dass ich zum Beispiel beimen kann, dass mir zumindest Wegstrecken nicht zurücklegen muss um fast gleichzeitig an zwei Orten zu sein….
00:09:30: Soweit sind wir noch nicht und vielleicht werden wir auch niemals dort hinkommen.
00:09:33: Wahrscheinlich wären wir niemals dorthin kommen, aber das sind schon so Dinge wo ich mir denke ja das wäre irgendwie cool.
00:09:39: Setze ich immer richtigere Prioritäten?
00:09:41: Nein natürlich nicht!
00:09:43: Ich finde es hilft sich zum Beispiel jeden Tag am Abend vor dem Schlaf umgehen zu überlegen.
00:09:52: habe ich sie heute richtig getroffen und wie will ich sie vielleicht morgen anders treffen, weil es heute nicht so gut war.
00:09:59: Und auch auf das zurück zu blicken – nicht nur am Ende eines Lebens!
00:10:02: Was ist mir wichtig?
00:10:04: Was macht Leben eigentlich für mich aus?
00:10:08: Wie will ich gerne wirken?
00:10:09: Das jeden Tag aufs Neue ein bisschen zu reflektieren.
00:10:13: Gelinget man das jeden Tag?
00:10:14: Nein natürlich nicht.
00:10:15: Aber sich das in Erinnerung zu rufen, dass es dabei hilft um dann besser Prioritäten setzen zu können und ich glaube, das ist schon ein guter Ansatz.
00:10:25: Hast du Angst vor dem Tod oder vor dem Sterben?
00:10:30: Ja und nein.
00:10:32: Weil ich habe schon Angst davor, dass das schmerzhaft sein kann.
00:10:37: Dass ich eben dann auch... Also wenn ich mir jetzt vorstellen würde heute oder morgen eine tödliche Diagnose bekommen ... Also da können wir jetzt sachlich darüber reden, aber wie sich das dann richtig anfühlt.
00:10:50: Ich glaube es ist schwer sich auch hinein zu versetzen.
00:10:52: ich weiß nicht wie ich reagieren würde außer dass es mal wahnsinnigen Stress bedeuten würde nämlich vor allem wie viel Zeit bleibt dann noch für meine Familie?
00:11:04: Wie soll ich die letzte Zeit nutzen?
00:11:06: all das also wenn man wenn man weiß dass man sozusagen eine kurze Zeit zu leben hat Habe ich Angst davor, dass ich heute da rausgehe und vom Auto überfahren zu werde oder solche Dinge?
00:11:18: Nein.
00:11:21: Das ist wirklich Kategorie Schicksal.
00:11:25: Und da ist mir auch bewusst, dass solche Dinge einfach passieren können und ständig in der Angst zu leben kann man kein glückliches Leben führen.
00:11:39: Ich bin nicht gut im Abschied nehmen.
00:11:44: Das ist das, was mir Angst macht.
00:11:45: Kann ich, wenn ich sterben werde oder wenn der Tod anklopft quasi?
00:11:54: Wie gut werde ich selbst sein, Abschied zu nehmen und wie gut wird es mir auch gelingen Menschen denen das vielleicht oder hoffentlich schwerfällt dass ich gehen werde auch sagen kann genau das was ich vorher bei meinem Papa gesagt habe nämlich dass man über den Tod hinaus in Beziehung bleiben
00:12:09: kann.
00:12:10: Aber was heißt, dass du bist nicht gut im Abschied nehmen?
00:12:13: Wo ist da die Schwierigkeit?
00:12:15: Was ist es, was dir da schwerfällt.
00:12:21: Also mir fällt es jetzt gerade auf.
00:12:23: Ich habe vorher davon gesprochen, ich werde heuer fünfzig und ich überlege mir Dinge die ich noch gerne machen möchte.
00:12:31: Ich mag das nicht in einem totalen, einer Totuliste haben und in einem Stress.
00:12:37: Das wäre völlig absurd aber gleichzeitig wo möglich drauf zu kommen.
00:12:42: Ich hätte noch wahnsinnig gern irgendwas gemacht.
00:12:45: Das ist das was ich glaube als unangenehmes Gefühl empfinde Und das, was dann Abschied letzten Endes auch schwer macht.
00:12:53: Genau!
00:12:56: Wie?
00:12:56: Das habe ich jetzt nicht genau verstanden weil das eine ist ja quasi so diese To-do-Liste abzuarbeiten und das andere ist jetzt das Abschied nehmen da hab' ich den Connects nicht ganz...
00:13:07: Ja, wenn Menschen sterben die mir wichtig sind, die in meinem Leben eine große Rolle spielen dann merke ich das für mich schwer ist Abschied zu nehmen.
00:13:17: Und ich stelle mir das halt umgekehrt auch so vor.
00:13:19: sollte ich das sofern ich das klar und wach mitbekomme und selber merke dass noch wenig Zeit bleibt stelle ich mir das auch schmerzhaft vor, zu wissen... Ich muss jetzt bald gehen.
00:13:33: Vielleicht ist es ja dann auch irgendwann eine Erleichterung?
00:13:35: Erstens weil man hochbetagt ist oder weil man eben starke Schmerzen hat, schwer krank ist, kann dieser Abschied natürlich auch eine Erlösung und Erlechterung sein.
00:13:46: Und vielleicht stelle mich das auch geradezu verklärt vor dass diese Abschied nur schlimm ist, vielleicht ist er auch eine Lösung.
00:13:54: Glaubst du dass er dir leichter fallen würde, wenn du dieses... Du hast das jetzt eben diese To-do-Liste genannt.
00:14:00: Also einfach so Sachen die du noch im Kopf hast, die du vielleicht noch gerne machen möchtest.
00:14:05: Glaubst du, dass dir dieses Loslassen oder dieser Abschied leichterfallen würde?
00:14:11: Wenn du diese Dinge gemacht hast?
00:14:17: Ich glaube, was ich spannend finde, ich erinnere mich gerade an ein Gespräch, ... Herrn geführt habe, den ich mit einer Kollegin aus dem Hospiz besucht habe.
00:14:31: Der hat einen Hirntumor und... Ich hab mir die mein längeres Gespräch geführt, wenige Tage vor seinem Tod war das dann letztlich.
00:14:41: Er ist in seinem Bett gelegen und ich bin dort hinein, habe seine Hand gehalten, habe mit ihm... begonnen zu plaudern, er war sehr müde aber er hat dann begonnen mir sein Leben anhand eines Bücheregals das gegenüber von seinem Bett gestanden ist zu erzählen.
00:14:57: Es war extrem spannend welche Dinge er da benannt hat, was ihm wichtig war.
00:15:03: Da sind Reiseführer gestanden und er hat von einigen Reisen erzählt.
00:15:07: es waren ich glaube Schallplatten oder das war auf jeden Fall Musik, klassische Musik und der hat von dieser Musik und den Konzerten gesprochen.
00:15:15: Es waren Fotos von seiner Familie Und er hat über Ausflüge in Wienerwald mit seiner Familie erzählt.
00:15:25: Schön zu sehen, wie oft Vermeintliche Kleinigkeiten das Leben so richtig lebenswert machen.
00:15:33: Deshalb habe ich doch keinen Stress.
00:15:35: Ich könnte mir jetzt schon denken, ich habe ein erfülltes schönes Leben gehabt und wenn es Zeit wäre zu gehen dann war das gut was bis jetzt da war.
00:15:45: aber gleichzeitig ist halt auch der Stress... ...ich würde noch gern viel tun!
00:15:52: Ich würde da gerne auch noch wirken.
00:15:56: Ich mag meine Kinder groß werden sehen.
00:15:59: Das ist, glaube ich vor allem mitzuerleben dass die Kinder größer werden wie sie sich entwickeln mit ihnen in Verbindung sein zu können.
00:16:09: das ist was wo ich Angst davor hätte wenn nicht mehr da bin und diesen Abschied nehmen zu müssen.
00:16:17: Du hast jetzt gerade auch erzählt dieses Beispiel wo du an einem Gehirntumor erkrankten Mann, damit ihm dieses Gespräch geführt hast.
00:16:27: Und du hast ja auch ... Weiß nicht ob das im Rahmen dieser Ausbildung war?
00:16:30: Du hast eine Ausbildung als Sterbebegleiter gemacht vor noch nicht so langer Zeit und eben auch ein Gespräch und offenbar mehrere Gespräche dieser Art geführt.
00:16:39: Warum?
00:16:40: Also was ist es denn, was dich da hinzieht?
00:16:44: Warum hast du diese Ausbildung gemacht?
00:16:46: Warum führst du solche Gespräche?
00:16:50: Die Ausbildung zum Leben sterben trauer Begleiter Das ist ein Kurs, der im Kardinal Könighaus angeboten wird.
00:16:57: Eine Ausbildung, wenn man ehrenamtlich in diesem Bereich tätig sein will.
00:17:02: Den habe ich vor allem deshalb gemacht weil mich auch in meiner Arbeit das Thema Tod, Sterben leben, Lebensende in unterschiedlichster Art und Weise beschäftigt mir begegnet und ich da auch mehr selbst reflektieren wollte Was machen diese Themen mit mir?
00:17:23: Und wie kann ich auch gut Menschen begleiten, mit ihnen im Gespräch sein die vielleicht nur noch eine gewisse und sehr überschaubare Zeit zu leben haben.
00:17:32: Da macht man auch einige Übungen.
00:17:33: Diese spannend sind ja ein bisschen helfen sollen zur Veranschauung.
00:17:37: Wie geht es denn diesen Menschen?
00:17:38: Wie kann man empathifig sein?
00:17:40: Ich habe vorher schon davon erzählt dass sich beim Rettungsfahren viele Menschen oder etliche Menschen auch Sterben gesehen habe und mir damals schon aufgefallen ist, dass ich glaube das eine Stärke von mir ist.
00:17:58: solche Gespräche mit Menschen die sterben aber auch mit Angehörigen.
00:18:03: Dass es eine Stärk ist, damit sich ganz gut diese Gespräche führen kann dass ich da auch nicht irgendwelche der Bus habe oder so Ängste habe, die mich hemmen mit diesem Menschen im Gespräch zu sein.
00:18:17: Aber ich wollte gerne ein bisschen mehr darüber erfahren und auch wissen ist das nur Intuition?
00:18:22: Und liegt mir das?
00:18:23: Oder auf was muss ich da aufpassen?
00:18:26: Was kann ich noch dazulernen?
00:18:28: Das sollte ich jetzt auch gerade noch fragen weil du hast gesagt eben du wolltest rausfinden was machen diese Themen mit dir Was machen Sie denn mit dir?
00:18:38: Auf was bist du dann da drauf gekommen?
00:18:40: oder was waren denn so für dich Learnings in dieser Ausbildung, im Rahmen von diesem Tun.
00:18:47: Also spannend war, ich habe damals diesen Kurs relativ knapp nachdem mein Papa gestorben ist gemacht und ich hab sehr viel geweint in diesem Kurs.
00:18:58: Und mir ist eine größere Gruppe und ich war nicht der einzige, der dort auch geweint hat.
00:19:08: Weil man sozusagen auch eigene Trauer- und Abschiedserfahrungen ja aufarbeitet.
00:19:16: Und gleichzeitig haben wir Übungen gegeben, wir haben theoretisches Wissen bekommen.
00:19:22: Wir haben ein bisschen Infos bekommen über pflegerische Handlungen und was sozusagen sich biologisch und physiologisch zwischen Leben und Tod wenn man das so sagen kann da abspielt.
00:19:38: aber wir haben auch darüber gesprochen wie Wie können Menschen gut begleitet werden in dieser letzten Lebensphase?
00:19:47: Was ist da wichtiger, was muss man achten.
00:19:50: Wie kann man letzte Wünsche erfüllen und welche Angebote gibt es an Unterstützungen und einfach da einen Rundumwissen um Menschen gut begleiten zu können.
00:20:03: Da geht's um Empathie, da gehts um Professionalität, da die klare Abgrenzung, wo braucht's Mediziner, Pflegefachpersonal, aber welche Tätigkeiten kann jeder Mensch eigentlich auch in einer freiwilligen Tätigkeit leisten um Menschen gut begleiten und ihm möglichst Ängste zu nehmen.
00:20:23: Und für sie da zu sein bis zuletzt.
00:20:27: Was ist dir da am stärksten geblieben?
00:20:30: In diesem eben was ist denn wichtig?
00:20:32: also wie kann man da gut begalten also quasi da wo du sagst das kann eigentlich jeder und jede machen was sind dafür dich so die Zentralsten Punkte gewesen.
00:20:42: Was kannst du denn dann tun?
00:20:46: Also ich glaube das Schlimmste was man für Menschen, also dass man Menschen antun kann die eine tödliche Diagnose haben, dass man sie begrabt bevor sie eigentlich tot sind.
00:20:57: Viele Menschen ziehen sich da zurück aus Sorge weil sie Sorge haben.
00:21:00: wie soll ich damit umgehen?
00:21:02: weil es auch angsteinflößend ist.
00:21:06: Da ist mein Tipp, sofern man das hinbekommt.
00:21:09: Das nicht zu tun.
00:21:10: und diese Menschen können sehr klar sagen auch wenn sie etwas zu viel ist, wenn sie was nicht wollen Fragen stellen da sein.
00:21:21: Und da sein kann in ganz unterschiedlicher Form sein.
00:21:25: und ich glaube dass es das allerwichtigste was mir damals sehr deutlich geworden ist
00:21:32: Wahrscheinlich, oder davon gehe ich jetzt aus.
00:21:37: Habt ihr euch dort wahrscheinlich auch so mit deiner eigenen Endlichkeit auseinandergesetzt?
00:21:44: Und was war da so, gab es da irgendwelche zentralen Punkte wo du sagst boah das hat mir etwas gezeigt?
00:21:54: Also zwei Übungen habe ich in Erinnerung.
00:21:57: die eine die habe ich ganz stark in Erinnung dass sollten wir uns vorstellen, dass wir zum Arzt gehen eine gesunde Untersuchung machen.
00:22:07: Wie man halt normale Vorsorgeuntersuchungen macht.
00:22:10: und dann gibt es die Befundbesprechung und man kommt hin und bei der Befund Besprechung sagt der Arzt oder die Ärztin zu einem ja ich muss ihnen leider mitteilen sie haben nur noch wenige Wochen zu leben Und in dieser Situation soll man einen Brief schreiben an einem Menschen, der einem nahe steht um darüber zu schreiben wie seinem geht.
00:22:40: Jetzt haben wir dann jeweils zu zweit reflektiert.
00:22:43: diesen Brief wurde gar nicht in der großen Gruppe besprochen aber deshalb kann ich jetzt doch hier in diesem Podcast relativ genau sagen das hat mich wahnsinnig gestresst zuallererst damals auch an wen soll ich diese also so absurde Dinge auch an?
00:22:58: wenn soll ich diesen Brief jetzt schreiben?
00:23:00: Und die große Sorge, wie geht es meiner Frau und meinen Kindern wenn ich nicht mehr da bin.
00:23:07: Also da waren plötzlich Ängste so massiv da wie ich es nicht erwartet hätte dass sie da sind und das ist durch diese Übung irgendwie gelungen sich da besser hinein versetzen zu können obwohl das ja nur eine Übung war.
00:23:23: Es war trotzdem so stark emotional präsent.
00:23:26: das hätte ich nicht erwartet
00:23:28: Und diese Ängste aber eigentlich mehr quasi um deine Familie und weniger um dich selber?
00:23:34: Oder hattest du auch Angst um dich?
00:23:37: oder was ist dann mit dir?
00:23:38: In der
00:23:38: Situation eigentlich spannenderweise wenig.
00:23:41: Was ist mit mir, was wird danach sein?
00:23:43: das hat mich zu dem Zeitpunkt gar nicht interessiert, sondern eher jetzt bleibt nur noch so wenig Zeit und wie kann ich noch diese Zeit gut nutzen?
00:23:55: vor allem, was ist dann auch wenn ich nicht mehr da bin.
00:23:59: Und sind dir da dann auch irgendwelche Klarheiten noch gekommen dazu?
00:24:04: Oder das war mal quasi der erste Schock und sind Antworten gekommen
00:24:11: noch?
00:24:16: Es kann ja auch sehr leicht sein dass man dann nicht mehr für Dinge verantwortlich ist anders gehen, wenn man das vielleicht gerne hätte oder planen kann.
00:24:27: Nein ich habe das aber sonst nicht so gehabt dass ich da noch viele Gedanken drin verschwendet oder mir gemacht hab.
00:24:37: Und die zweite Übung weil du hast gesagt es gab zwei?
00:24:39: Ja die zweite
00:24:40: übung war ... Die kann ich nicht mehr ganz genau wiedergeben... Aber wir mussten auf Post-its schreiben.
00:24:49: Eins war ein Gegenstand, den wir unter keinen Umständen hergeben wollen.
00:24:53: Der uns zu lieb geworden ist, dass wir nicht hergeben wollten.
00:24:56: Das zweite war einen Konflikt oder ein Thema das wir vor unserem Tod noch lösen wollen.
00:25:04: Das dritte war eine Menschen die wir auf keinen Fall her geben wollen und so waren es einige Dinge die uns ganz wichtig sind.
00:25:12: Wir mussten dann in jeder Runde eins von diesen Dingen losgeben, bis wir nur noch zwei Dinge hatten.
00:25:19: Und dann ist die Kursbegleiterin durchgegangen und hat uns gegen unseren Willen eines der beiden Posts jetzt weggenommen und es war natürlich für alle von uns genauer das Post, dass wir gar nicht hergeben wollen um diese Schmerz und diese Trauer und dieses Abschiednehmen zu spüren.
00:25:38: Das war unglaublich arg auch wie das eingefahren ist.
00:25:41: also... Kann ich heute auch hier leichter sagen, dass mir das schon auch Angst macht.
00:25:50: Dass mir das Abschied nehmen schwer fällt weil auch da alleine bei dieser Übung so eingefahren ist... Da sind wir gedacht wow!
00:26:01: Ist nur eine Übung.
00:26:02: und trotzdem fühlt sich das so unglaublich stark von den Emotionen und von den Gefühlen an.
00:26:08: Und glaubst du hilft doch so einer Übung?
00:26:12: Weil du gesagt hast du tust es schwer im Abschied nehmen wird man sagen dann auch schwer im Loslassen oder ist ja sehr ähnlich.
00:26:19: Glaubst du, hilft das denn wenn du so eine Übung machst dass du dann vielleicht ein Stück weit leichter das machen kannst?
00:26:26: Oder warum macht man diese Übung?
00:26:28: Ich glaube weil sie verdeutet sind.
00:26:30: wie geht es Menschen in dieser stressigen Situation und wie kann man das selber erleben um dann empathischer zu sein um rücksichtsvoll sein zu können?
00:26:45: Ich glaube, da ist diese Übung hilfreich.
00:26:47: Dass ich das immer noch in der realen Situation völlig anders anfühlen kann, ist eh vollkommen klar.
00:26:54: Aber das ist glaube ich das Sinn der Übung.
00:26:59: Du hast ja vorhin auch schon angesprochen quasi dein Berufsalltag.
00:27:06: Auch da hast du viel mit tot zu tun.
00:27:08: Du reißt auch bewusst in Krisengebiete Kriegsgebiete wie... Wie gehst du damit um?
00:27:20: Oder wie ist das für dich?
00:27:21: oder vielleicht auch warum tust du es?
00:27:24: und wie gehst Du da mit der Angst, die es wahrscheinlich gibt.
00:27:31: Ich war in den letzten Jahren gerade seit Kriegsausbruch, im Angriffskrieg auf die Ukraine jedes Jahr ein bis mehrmals vor Ort in unterschiedlichen Phasen dieses Krieges.
00:27:52: Warum?
00:27:52: Weil das Teil der Arbeiter Karitas auch ist, vor Ort zu helfen.
00:27:55: gerade in Krisenregionen und in der Ukraine ist es halt so dass wir als Karitas Wien und Karitas Österreich.
00:28:02: seit über dreißig Jahren ist die Ukraine als unser Schwerpunktländer, das heißt wir haben dort sehr viele Projekte.
00:28:08: Wir haben dort viele Partnerorganisationen und auch Kolleginnen und Kollegen vor Ort und versuchen mit denen Hilfe zu leisten schon vor dem Krieg aber jetzt in dieser Situation.
00:28:20: Und diese Hilfe wird natürlich aufgrund der Kriegsituation ganz dringend gebraucht.
00:28:28: Auch da geht es darum, immer wieder aufzuzeigen dass es bei einem Krieg nicht nur um militärische Fragen geht.
00:28:35: Nicht nur um politische Fragen, sondern ganz viel um humanitäre Fragen und menschliche Fragen geht.
00:28:42: Das ist einer der Gründe warum wir dort regelmäßig hinfahren um auch über unsere Projekte natürlich zu berichten und letztlich auch öffentlicher Mittel aber auch Spendengelder aufzustellen damit diese Hilfe weitergehen kann die dringend gebraucht wird.
00:28:59: und wo eigentlich, das ist mir bei den letzten beiden Reisen sehr deutlich geworden.
00:29:07: Der Tod der Tagesordnung steht nochmal in einer anderen Form nämlich weil kurz nachdem die Luftalarm-Apps aufheulen auf dem Mobiltelefon ein Es dronen, hunderte dronen auf die ukraine regnetraketen angreppe gibt im allen landesteil.
00:29:30: das heißt man ist in keinem ort auch sicher nicht nur in fronten angebieten.
00:29:34: Das ist ja auch etwas was sich einer der kriegsführung stark verändert hat durch diese massiven durch diesen massiven einsatz von dronen und dass es dort auch ein kollektives trauma natürlich mittlerweile gibt weil eigentlich niemand, den man trifft nicht in irgendeiner Form mit den Auswirkungen dieses Kriegsbetroffenes.
00:29:56: Weil Familienmitglieder an der Front sind weil sie schon gefallen sind getötet wurden unabhängig davon ob das Soldatinnen und Soldaten sind oder Menschen aus der Zivilbevölkerung teilweise kleine Kinder.
00:30:10: Und was das insgesamt mit einer Bevölkerung macht ist schon Angst einflößend muss ich sagen und auch das Wissen, also niemand weiß wann dieser Krieg enden wird.
00:30:23: Die meisten Menschen haben wir damals zu Beginn gehofft dass er nach einigen Wochen schon wieder aussehen wird.
00:30:29: jetzt dauert mittlerweile über vier Jahre quasi so lange wie der erste Weltkrieg oder sogar länger und kein Ende in Sicht.
00:30:42: diese Perspektivenlosigkeit ist, glaube ich auch etwas was die Menschen sehr zusetzt.
00:30:46: Und was macht es mit dir?
00:30:47: Also wie geht's dann dir auch dort oder im Umgang damit?
00:30:53: Also erstens ist das für mich jedes mal schwierig nach diesen Vorortbesuchen oder Einsätzen zurückzukommen nach Österreich hier die vermeintlichen Alltagsprobleme Befindlichkeiten auch ausreichend ernst zu nehmen, weil es so viel relativiert.
00:31:15: Aber wir natürlich auch hier unser Leben leben müssen und ich dann wieder dafür Verständnis aufbringen muss.
00:31:22: aber diese Rückkehr ist für mich das allerschwierigste muss ich ehrlicherweise sagen.
00:31:28: Hat das auch was Gutes dieses Relativierende?
00:31:31: Also oder ist das nur anstrengend?
00:31:34: Ja natürlich hat auch etwas Gutes, weil es einem immer wieder vor Augen führt dass wir natürlich auch große Herausforderungen hier bei uns in Österreich haben wenn ich an die Teuerung denke und andere Herausforderungen gibt aber gleichzeitig einiges relativiert.
00:31:50: Und starke Motivation ist sich für Themen wie Menschenrechte Demokratie Frieden auch einzusetzen und dass das nicht Dinge sind die selbstverständlich sind auch wenn wir das vielleicht so gewohnt sind Aber dass das auch sehr gefährlich ist, wenn man aufhört sich dafür einzusetzen.
00:32:10: Weil es ganz schnell gehen kann, dass Dinge sich verändern und kippen.
00:32:14: Das soll niemandem Angst machen aber das soll eher uns bewusst machen wir müssen etwas dafür tun und Frieden ist nicht selbstverständlich.
00:32:22: also das hilft es sehr wohl bei der Relativierung.
00:32:25: Also das heißt, dass zurückkommen ist eigentlich für dich persönlich jetzt fast schwieriger als dann Dort sein oder vorbereiten?
00:32:36: Ich kann mich sehr gut erinnern, wie der erste Luftalarm war.
00:32:39: Wie ich in der Ukraine war – das hat schon was Angst einflößendes!
00:32:42: Wie in jeder Situation gewöhnt man sich an manche Dinge auch so furchtbar ist und es gibt entsprechende Sicherheitsstandards.
00:32:50: Ich versuche persönlich das sehr rational zu sehen, Risken irgendwie einzuordnen Und das hilft mir persönlich ein bisschen, da reagieren Menschen ganz unterschiedlich darauf.
00:33:05: Und ich verspreche meiner Familie auch immer, wenn der Luftalarm losgeht.
00:33:09: Dass sich da erste Binde im Luftschutzraum ist und dann nicht unnötig die Zeit verstreichen lasse.
00:33:14: Aber natürlich ist das in einer Familie gar nicht einfach.
00:33:16: Wenn ich als Familienvater, als Ehemann, als Sohn in ein Kriegsgebiet fahre, dann macht es mit den Menschen etwas, was mir nahestehen.
00:33:27: Das ist öfter herausfordernd.
00:33:29: Auch ihnen bewusst zu machen, dass ich das nicht leichtfertigen mache.
00:33:34: auch ist und das gut im Bahnhaus zu halten, ist gar nicht so einfach.
00:33:41: Und die ist auch das Thema Privilegien.
00:33:43: dann für dich ein Thema im Sinne von ich kann wieder gehen?
00:33:50: Also... Ich erinnere mich, wir haben im letzten Jahr die Grenze zu Fuß oder ich habe schon mehrmals die Grenzen auch zurückgelegt.
00:34:01: Ich bin über die Grenz von der Ukraine in die Europäische Union konkret beim Grenzümerkrank Schemisch-Limbolen.
00:34:08: Das ist einige hundert Meter und man geht dazwischen Zäunen hindurch an die Grenzkontrollen.
00:34:14: Und damals, das war irgendwann am Abend, damals ist mir so eingefahren was für ein Privileg es ist einen österreichischen Pass zu haben in der EU geboren zu sein und diesen Grenzübergang gerade auch als Mann passieren zu können.
00:34:32: Wenn ich den falschen Pass hätte wenn ich an einem falschen Ort geboren wäre, wenn ich ukrainischer Staatsbürger wäre dann hätte ich diese Grenze nicht passieren können.
00:34:41: Das ist mir damals ganz stark eingefahren.
00:34:43: und auch, wie Menschenleben plötzlich dann unterschiedlich viel wert sind oder bewertet werden hat mich auch stark beschäftigt.
00:34:56: einfach auch im Krieg, in der Kriegssituation halt Voraussetzungen gibt.
00:35:03: Wie Kriege geführt wird oder plötzlich sozusagen Regelungen gibt die einer Kriegs-Situation ausgerufen werden, die dann unterscheiden wer muss an die Front?
00:35:12: Wer muss nicht an die front?
00:35:13: Wer darf noch ein und Ausreisen in einem Land?
00:35:16: Und das kann sich von einem Tag auf den anderen ändern.
00:35:18: Das ist mir damals sehr bewusst geworden wie ich dazu fuß diese einige hundert Meter zurückgelegt habe wieder zurück in die Europäische Union.
00:35:28: Wir haben jetzt schon ein bisschen über deine Arbeit gesprochen und du hast auch den Tod deines Vaters erwähnt.
00:35:35: Gab es sonst noch, diese Ausbildung als Sterbebegleiter?
00:35:40: Gab's darüber hinaus noch spezifische Situationen die dir jetzt einfallen wo du sagst sie haben deine Sicht auf dem Tod oder auf das Sterben oder die Endlichkeit geprägt?
00:35:53: vielleicht da was verändert in deinem Zugang dazu oder in dein dem Denken dazu?
00:36:00: Ich erinnere mich im Kontext der Arbeit auch noch an eine Begegnung mit einem Mann, den wir der Obdachlos war, den Wir regelmäßig im Rahmen des Streetworks besucht haben.
00:36:12: Der psychisch krank war und der auf einer Parkbank gelebt hat, der quasi dort sein Wohnzimmer, sein Schlafzimmer zu Hause hatte wo wir immer wieder hingegangen sind, Hilfe angeboten haben und der das vermutlich aufgrund seiner Krankung, weil er sich geschämt hat warum auch immer lange Zeit nicht annehmen konnte.
00:36:32: Irgendwann hat es dann so einen Punkt gegeben, wo das Eis gebrochen ist und wo er dann doch erste Hilfe angenommen hat.
00:36:41: Wir haben Dinge vorbeigebracht, haben auch dort in diesem kleinen Park am Gürtel weiteres Mal im Rahmen des Drittwerksbesuch, da ist er mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht worden auf die Psychiatrie auch medikamentös eingestellt worden und hat es dann wirklich nach einigen Jahren geschafft in die eigene Wohnung wieder einzuziehen.
00:37:07: Und dort sehr intensiv betreut aber doch sozusagen zu leben.
00:37:12: Der ist kurze Zeit nachdem man diese eigenen vier Wände eingezogen ist, ist er gestorben.
00:37:19: Das war für mich schon sehr bezeichnend im Grundauftrag unserer Arbeit als Caritas.
00:37:27: Weil ich immer wieder gefragt werde, gerade im Zusammenhang in der optochlosen Arbeit wie erfolgreich ist diese Arbeit?
00:37:33: Wie wirksam ist dieser Arbeit?
00:37:35: Und wie hoch ist die Erfolgsquote.
00:37:37: Damit meint man im kapitalistischen Sinn natürlich, in wie vielen Fällen gelingt es uns Menschen zu stabilisieren oder gelingt das ihnen sich so zu stabilizieren, dass sie wieder in den eigenen vier Wänden wohnen und einen Job nachgehen können selber für sich sorgen können?
00:37:56: Und ich habe mir damals gedacht, na ja manchmal ist die Erfolgsquote auch wenn Menschen nicht schutzlos auf der Straße sterben müssen sondern es uns als Gesellschaft gelingt sie zumindest in die eigenen vier Räume oder ein Zuhause zu bringen dass sie dort sterben können im Bett und nicht auf der Strasse.
00:38:16: Das hat mich schon sehr geprägt in dem Zugang.
00:38:21: wie können wir als Gesellschaft auch noch besser werden?
00:38:24: auch mit Menschen, die an den Rand getränkt werden umzugehen und sie wieder zurück in die Mitte der Gesellschaft zu holen.
00:38:30: Zumindest noch zur Lebzeit.
00:38:36: Und eine andere Begegnung war im Südsudan wo ich eine Mutter bei einem Besuch kennengelernt habe, die ihr sterbenskrankes Kleinkind im Arm gehalten hat ganz sicher kurze Zeit, nachdem wir vor Ort waren an Unterernährung gestorben ist.
00:38:58: Und das ist etwas was mir noch immer einfaut muss ich ehrlicherweise sagen weil da so viele Gerechtigkeitsfragen in mehr aufgeworfen hat dass wir noch immer in einer Welt leben wo auch Hunger selbst bei Kindern eine dodes Ursache sein kann.
00:39:14: Das macht mich fast wütend muss ich.
00:39:15: ganz ehrlich gesagt und ich zitiere auch immer Schaud Siegler der sagt wenn ein Kind im Jahr zwanzig an Hunger stirbt dann ist es Mord.
00:39:24: Und ich finde, das darf uns niemals ruhig lassen.
00:39:28: und ich finde da versagen wir als Gesellschaft global gesehen wenn wir es nicht schaffen dass dieses Unrecht irgendwann der Vergangenheit angehört.
00:39:39: In Wirklichkeit haben wir momentan gerade Entwicklungen, kriegerische Entwicklungen Konflikte die dazu führen dass das eher wieder zunehmen wird als zurückgedrängt werden kann aber wir hätten es als Menschheit in der Hand der Hunger auf der Welt besiegt werden kann.
00:39:56: Und das macht mich wütend im Zusammenhang mit dem Tod, dass hier Menschen sterben die nicht sterben müssen.
00:40:06: Aber wie gehst du dann damit um wenn du so unmittelbar damit konfrontiert bist und da daneben stehst?
00:40:15: Wie tust du denn ganz persönlich damit?
00:40:22: Nach schwierigen Einsätzen nehme ich auch Supervision, weil auch ein professioneller Umgang damit wichtig ist.
00:40:29: Wir führen Gespräche und reflektieren als Team diese Dinge und ich versuche auch davon zu erzählen weil ich als eine Aufgabe sehe diese Dinge auch aufzuzeigen, dieses Unrecht zu benennen und dadurch hoffentlich auch Veränderungen voranzutreiben.
00:40:49: Also ich seh das wie ich es vorher gesagt habe beim Beispiel Ukraine auch einen starken Auftrag auch als Motivation das nicht einfach hinzunehmen.
00:40:59: Das würde für Grund falsch halten diesen Erlebnissen berühren lassen.
00:41:08: Im Sinne von, dass ich eine professionelle, professionelle Abgrenzung auch brauche natürlich in meiner Arbeit aber ich mag mich menschlich davon wenn nicht gleichgültig werden sollte jemals bei solchen Begegnungen dann habe ich mir vorgenommen noch meinen Job zu wachsen und ihn nicht mehr zu machen weil dann glaube ich dann mache er nicht mehr richtig und gut.
00:41:32: Würdest du oder hast Du den Eindruck das Du deine eigene Endlichkeit im Alltag bewusst lebst, also ist dir das in deinem Alltag bewusst?
00:41:48: Gute Frage.
00:41:55: Wir alle befinden uns auch in hamsterredern und in Zwingen oder vermeintlichen Zwängen.
00:42:03: Und wenn ich jetzt sagen würde Ich habe jeden Tag meine eigene Endlichkeit gut im Blick und entscheide nur danach Dann ist es sicher falsch wäre das auch nicht gut.
00:42:15: Also jeden Tag sich nur über die mitteigenen Endlichkeit zu beschäftigen, auch das glaube ich würde für mich Stress bedeuten.
00:42:25: Aber sich vor Augen zu führen und das ist ja der spannende dass uns als Menschen verbindet, dass wir eine Endlichkeit haben, dass wird es so wahnsinnig gerne verdrängen Dass es zumindest in unserer westlichen Kultur so ist, dass wir zwar die Geburt und das entstehen neuen Lebens als total positiv ein freiles Moment damit assoziieren.
00:42:51: Aber der Tod nach wie vor nicht mehr so ein Tabu-Thema ist wie vielleicht vor einigen Jahrzehnten aber doch noch am liebsten möglichst lange weggehalten wird, verdrängt wird.
00:43:04: Das ist schon etwas was mich immer wieder beschäftigt.
00:43:07: und jetzt sind wir in der glücklichen Lage dass wir eine sehr gute Gesundheitsversorgung auch haben hier in Österreich das die Jahre die Lebenserwartungen gestiegen ist in den letzten Jahrzehnten auch global gesehen dass die Jahre, die wir an Lebensqualität, ein guter Lebensqualitet haben steigen.
00:43:31: Aber wir uns auch wenig damit beschäftigen.
00:43:34: wie soll auch würdevolles Alter ausschauen und was bedeutet das?
00:43:39: Wie kann gerade auch die Hospiz- und Palliativarbeit gestärkt werden?
00:43:45: hier hat es in Österreich Gott sei Dank große Weiterentwicklungen gegebenen letzten Jahren.
00:43:49: Das halte ich schon für sehr wichtig Und das würde ich mir auch wünschen, dass das entsprechende Aufmerksamkeit bekommt.
00:44:01: Ich habe das Gefühl als beschäftige mich schon mit der eigenen Endlichkeit aber das kann ich an unterschiedlichsten Orten und in unterschiedlichen Situationen auch bekomme ich das eigentlich ganz gut hin.
00:44:12: Es kann bei einem Waldspaziergang sein oder bei einer Wanderung in den Bergen genauso wie wenn ich mich an einem stressigen Tag mal für zehn Minuten in der Kirche setze und dort die Stille genieße.
00:44:28: Glaubst du, dass wir so als Menschen ganz allgemein oder als Menschheit das es uns gut tun würde?
00:44:36: Oder glaubst du würdest uns zu besseren Menschen machen, wenn wir uns unserer Endlichkeit bewusster wären?
00:44:44: Ja, ich glaube schon dass es also wenn ich mich jetzt gerade anschaue wie welche gesellschaftlichen Entwicklungen wir aktuell durchleben.
00:44:59: Welche geopolitischen Aufregungen es gibt, welche große Gereizheit aber auch in der Gesellschaft denke ich mir manchmal ein bisschen mehr durchatmen, auf Gemeinsamkeiten besinnen auch auf das es eben diese Endlichkeit gibt.
00:45:20: Ich glaube, das könnte schon ein Beitrag sein und dadurch auch mehr Verständnis füreinander zu haben.
00:45:25: Und die Gewissheit dass es uns letztlich selbst noch gut gehen kann wenn's auch unseren nächsten Gut geht oder unser Gesellschaft insgesamt gut geht.
00:45:36: Das könnte Es schon mit sich bringen, wenn wir uns mehr mit dieser Gemeinsamkeit eigenen Endlichkeit oder mit der Endlichkeit des Lebens beschäftigen würden.
00:45:45: Und jetzt nicht in den Sinne einer Bedrohlichkeit oder etwas Angst besetzten sondern eher versuchen wir uns gemeinsam eine gute Zeit zu machen.
00:45:55: Versuchen wir Liebe in die Welt zu bringen.
00:45:59: Wenn ich so salopp sagen möchte meine Volksschulärin hat mir mal ein Stammbuch in der Volksschule geschrieben Liebe ist das einzige, das wächst in dem wir es verschwenden.
00:46:10: Und ich habe das irgendwie ... Das ist ein Satz der hat sich bis heute bei mir sehr eingebrannt weil ich mir denke wow!
00:46:17: Ich mag gerne am Ende meines Lebens sagen können... Ich hab ganz viel Liebe in die Welt gebracht und ich würde mir das wünschen dass das eigentlich etwas ist was uns als Gesellschaft oder Menschen verbindet.
00:46:29: Ich glaube auch dass das eine große Erleichterung ist wenn wir am Ende des Lebens zurückblicken und uns denken, wow da bleibt ganz viel Liebe.
00:46:39: Das möchte ich mal sagen können.
00:46:42: Kannst du es jetzt schon sagen?
00:46:43: Hast du würdest du jetzt schon gesagt können Ich habe ganz viel liebe ins Leben gebracht!
00:46:50: Ich glaube zumindest das ist mein bestes bei allen Fehlern die wir alle haben aber dass ich mir ein bestes versuche zu geben um diesem Grundsatz drei zu bleiben.
00:47:02: Aber natürlich beschäftige ich mich auch, was dann noch kommt und was ich noch gerne machen möchte.
00:47:06: Und da ist noch einiges.
00:47:09: Jetzt genau frage ich nochmal nach – Was könntest du denn noch tun um noch mehr Liebe reinzubringen?
00:47:17: Um dann diesem Ziel näherzukommen?
00:47:19: Was fehlt denn noch?
00:47:20: oder was wäre es?
00:47:22: Das ist ja nicht ein Computerspiel, wie man schaut um in den nächsten Level irgendwie zu kommen oder eine Gutpunkteliste oder sonst irgendwas.
00:47:34: Also das wäre mir zu banal und auch zu simple.
00:47:38: Ich weiß es nicht!
00:47:41: Ich kann das schlechten Wort deformieren weil... Oft sind es Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen und ich denke mir so oft wenn man unterwegs ist.
00:47:54: Oft ist es einfach die kleine Alltagsbegegnung des Anlächen eines Menschen das die eskalieren in einer Konfliktsituation, das Handreichen, dass da sein.
00:48:10: Das Respektieren auch, dass alleine gelassen wollen.
00:48:14: Es können so viele unterschiedliche Gesten sein und das Schöne in unserem Leben ist – uns ist das gar nicht bewusst!
00:48:21: Wir treffen jeden Tag hunderte- und wahrscheinlich tausende Entscheidungen für und gegen etwas.
00:48:28: Und dieser Verantwortung sich auch bewusst zu werden, was kann ich als Individuum auch verändern und zum Positiven verändern indem mich Entscheidungen auch verändere.
00:48:39: Indem ich Blickwinkel auch verendere.
00:48:43: Ich glaube wenn uns das gelingt dann ist schon ganz viele Lungen.
00:48:47: Ich höre ganz oft diesen Satz wir können ja die Welt nicht retten und ich sage dann aber wir können jeden Tag aufs Neue damit beginnen um es zu versuchen.
00:48:57: Das möchte ich nach bestem Wissen und Gewissen auch weiterhin tun.
00:49:01: Gelingt mir das jeden Tag?
00:49:02: Nein, gar nicht!
00:49:04: Kann da immer noch was besser werden?
00:49:06: Ja, deshalb wünsche ich mir auch, dass es noch ein bisschen Zeit bleibt, wo ich das tun kann und dazulehren
00:49:10: kann.".
00:49:14: Du hast jetzt schon ein bisschen in diese Richtung etwas angesprochen.
00:49:19: Jetzt noch die Frage nochmal ganz konkret... Du hast auch schon gesagt, es ist schwer sich das vorzustellen wenn man diese Diagnose bekommt und dann heißt du hast nur noch so viel Zeit.
00:49:31: Aber gibt's ein paar Klarheiten in deinem Kopf vielleicht wo du sagst?
00:49:36: Und wenn ich jetzt wirklich eine beschränkte Zeit hätte, ein paar Monate... Was wärs denn?
00:49:45: Darüber muss ich ehrlicherweise sagen damit habe ich mich noch wenig beschäftigt.
00:49:48: also was ist das?
00:49:49: und vor allem ist ja oft die Schwierigkeit wie viel Zeit bleibt dann wirklich?
00:49:54: Ich habe es in der Begleitung von Menschen erlebt, dass die sehr jung gestorben sind.
00:50:02: Gerade auch wenn Kinder im Spiel waren, dass denen wirklich Zeit unter den Fingern weggerunden ist und alle so unternommen haben mit einer unglaublichen Stärke um sich ans Leben noch zu klären, um da zu sein, um Dinge zu regeln.
00:50:22: Das hat mich damals beschäftigt.
00:50:24: Und das ist doch das, wo ich mir denke.
00:50:25: wow!
00:50:27: Das würde mich wahrscheinlich als erstes einfahren.
00:50:28: was will ich alles noch regeln und was muss ich für Vorkehrungen noch treffen?
00:50:35: Welche Gespräche möchte ich noch führen?
00:50:42: Das fällt mir zu allererst ein.
00:50:43: Regeln quasi für deine Kinder oder für deine Familie.
00:50:47: etwas regeln
00:50:49: Ja, das ist ja eine gute Frage.
00:50:50: Was regeln?
00:50:51: Was ihnen noch sagen und was ihnen noch mitgeben?
00:50:54: Was Ihnen sagen, was mir wichtig ist... Was ist es denn?
00:51:05: Ich glaube, das werde ich erst wissen, wenn ich mal in die Situation kommen sollte.
00:51:13: Und vielleicht ist das auch bei manchen Dingen gut, dass man sich nicht jeden Tag Gedanken darüber macht.
00:51:23: Was würde ich denn machen, wenn ich jetzt noch eine befristete Zeit hätte?
00:51:29: Weil es auch eine gewisse Leichtigkeit sonst glaube ich dem Leben nehmen würde, wenn man sich da und damit beschäftigt.
00:51:37: Aber die Gedankenübung finde ich spannend und ich nehme mich gerne mit aus diesem Gespräch auch um mir mal darüber
00:51:42: Gedanken zu machen.
00:51:44: Drei kleine Fragen hätt' ich noch oder einen kleinen, weiß ich nicht, schauen wir einmal... Wenn es jetzt eine einzige Sache gäbe, die du in deinem Leben verändern könntest, damit du sagen kannst und jetzt ist es vollkommen oder jetzt ist das vollkommen näher.
00:52:00: Fällt dir da was ein?
00:52:01: Was wäre das so?
00:52:03: Was könnte das sein?
00:52:06: In meinem Leben ... Das klingt so groß und ich's zu groß aber dadurch dass ich Gerade in den letzten Jahren miterlebt habe, was es für Menschen bedeutet oder ansatzweise mitbekomme, was sie für Menschen bedeutete im Krieg zu leben.
00:52:25: Ich würde mir wirklich wünschen dass sich das Konzept Frieden wieder durchsetzt und nicht das Konzept-Krieg.
00:52:36: Und die Macht ist stärker auf Kosten von so vielen Menschen, von so viel Tod, Leid, Schmerzen.
00:52:46: keine kleine Frage jetzt gewesen, sondern ich habe eine sehr große Antwort darauf.
00:52:50: Ich würde mir wünschen dass es Frieden auf dieser Welt gibt und ich hab mich jetzt gerade bei der Raumfahrtmission gedacht wie man die Aufnahmen in der Erde gesehen hat, wie friedlich diese Erde doch von dort oben vom Mond ausschaut und wie schön das wäre wenn sie nicht nur von oben vom Mund aus so ausschauen würde, sondern wir auch alles dazu tun würden dass es hier Friedenaufherden gibt wenn ich es so plakativ sagen
00:53:16: darf.
00:53:20: Wenn du einen, geht noch mal um einen Wunsch?
00:53:23: Einen Wunsch hättest an den Tod!
00:53:26: Was wäre dieser Wunsh?
00:53:29: Ich wär gerne nicht alleine in der Situation des Todes oder des Sterbens und... ...ich hätte gerne möglichst wenig Schmerzen.
00:53:42: Das wären zwei kleine Wünsche gleich, die ich hätte
00:53:46: Und woran...?
00:53:48: Sollen sich die Menschen an dich erinnern, wenn du mal nicht mehr bist?
00:53:52: Was hast du deinen Wunsch dazu?
00:53:56: Das sollen ganz unterschiedliche Dinge sein aus unterschiedlichen Begegnungen und Gesprächen, Erfahrungen.
00:54:07: Und sie sollen bitte auch nicht ... alles verklären und nachher so tun, als hätte ich keine Ecken oder Kanten gehabt.
00:54:16: Und nur positive Eigenschaften, weil das macht uns als Menschen eben nicht aus, dass wir nur gut sind und nur positiv.
00:54:24: Das würde ich mir auch wünschen.
00:54:27: Dankeschön!
00:54:28: Gibt es noch von dir noch etwas was dir da jetzt noch zu diesem Thema, was dir noch aufkommt?
00:54:34: Oder noch irgendein Gefühl ein Gedanke den du noch teilen möchtest
00:54:42: dass wir das Leben feiern sollen, jeden einzelnen Tag.
00:54:45: Und
00:54:47: dass ich allen wünsche und auch mir, dass uns das besser gelingt nämlich in der Früh aufzustehen und sich zu denken Das ist ein gutes Leben möchte auch meinen Beitrag zu leisten, dass es nicht nur für mich gut ist sondern auch für andere und am Abend schlafen zu gehen und sich zu denken.
00:55:09: Heute war ein guter Tag weil ich habe das Leben für mich aber auch für etliche andere Menschen vielleicht noch einen einzelnen anderen Menschen heute
00:55:17: besser gemacht.
00:55:20: Vielen Dank lieber Klaus Schwertner
00:55:21: für das Gespräch!
00:55:23: Danke schön.
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