#4 Florian Klenk
Shownotes
Florian Klenk hat einen naturwissenschaftlich geprägten Zugang zu Tod und Sterben: im Podcast spricht er über sein Interesse zum Thema Tod in der Gerichtsmedizin und über seine Arbeit mit Gerichtsmediziner Christian Reiter. Für Florian ist der Gedanke tröstlich, dass der Prozess des Sterbens eine Verstoffwechselung mit sich bringt, dass es dann also nicht aus und vorbei ist, sondern es im Grab durch Zersetzung des Körpers weiter geht, dass wir somit Teil eines großen Kreislaufs bzw. einer naturwissenschaftliche Ordnung sind. Die Beschäftigung mit der Gerichtsmedizin hat ihm geholfen, für sich einen guten Umgang mit der eigenen Endlichkeit zu finden.
Er spricht außerdem über sein viel beachtetes Interview mit Niki Glattauer, das er wenige Tage vor dessen assistierten Suizids geführt hat, und ich frage ihn, wie man sich in so einer Situation zum letzten Mal von jemand verabschiedet.
Florian Klenk ist Chefredakteur der Wochenzeitung Falter, Herausgeber des Falter Verlags, Buchautor und Podcaster. www.falter.at
Hinweis: Wir sprechen hier unter anderem über assistierten Suizid, das kann belastend sein. Falls du Suizidgedanken hast, hole dir Unterstützung und wende dich z.B. an die Telefonseelsorge unter 142, www.telefonseelsorge.at .
Transkript anzeigen
00:00:06: Herzlich willkommen zum Podcast Memento Moare, Gespräche über den
00:00:11: Tod
00:00:11: und das Leben davor.
00:00:13: Ich bin Caroline Kerschbaumer und ich spreche mit unterschiedlichen Menschen über den Tot, über das Sterben, über Vergänglichkeit – und damit natürlich auch übers
00:00:24: Leben!
00:00:29: In dem Buch von Christian Reiter Den schönen Satz meines Sohnes zitiert er im Alter von drei Jahren ungefähr bei der Betrachtung eines schwarz-weißen Fotoalbums Den sehr schönen Satz gesagt hat Papa, hast du da schon gelebt oder warst du dann auch tot?
00:00:46: Eigentlich muss ich sagen dass mich die am meisten fasziniert hat einen Podcast eben den ich mit Christian Reiter gemacht habe über die Frage was im Grab passiert.
00:00:55: Das hat mir eigentlich sehr berührt weil eben dieser Stoffwechsel-Gedanke für mich so wahnsinnig täustlich war.
00:01:05: Du sagst das geht weiter doch wir liegen da zwar drinnen in der Schachtel aber dort passiert etwas Da unten im Erdreich, da werden wir aufgearbeitet.
00:01:14: Da werden wir umgeackert.
00:01:16: Irgendwann bricht das Sage ein und irgendwann sind wir Teil der Erde aus der wie
00:01:19: gekommen sind.
00:01:24: Herzlich willkommen!
00:01:25: Danke lieber Florian Klenk dass du heute mit mir dieses Gespräch führst.
00:01:29: ich stelle dich ganz kurz vor Du bist Chefredakteur des Falter und Gesellschafta des Faltaverlags.
00:01:36: Du bist außerdem Buchautor unter anderem sehr zum Thema passende Bücher zwei zum Thema sehr passende bücher Und du bist auch Podcaster.
00:01:45: Danke, dass ich heute dieses Gespräch mit dir führen kann.
00:01:48: –
00:01:48: Danke für die Einladung!
00:01:51: Ich habe es jetzt eh schon kurz angesprochen.
00:01:53: Du beschäftigst dich ja selber schon seit längerem auch intensiv mit dem Thema Tod und Sterben.
00:01:59: Eben hast du zwei Bücher geschrieben, das eine vor zwei Jahren überleben und tot wurde, wo du mit dem Gerichtsmediziner Christian Reiter eben überleben- und tot sprichst?
00:02:10: In
00:02:10: der GerichtsMedizin heißt's dann
00:02:12: noch... Woher kommt dieses Interesse an dem Thema?
00:02:18: Na ja, eigentlich interessiert mich ja nicht der Tod an sich sondern mich interessiert unser Umgang mit dem Tod.
00:02:23: Vor allem wenn der Tod vor Gericht landet oder die letzten Minuten eines Menschen vor Gerich landen.
00:02:31: und der Christian Reiter der Gerichtsmediziner sitzt sozusagen an der Schnittstelle zwischen Rechtsprechung Wissenschaft aber auch Geschichte weil da nicht nur aktuelle Gerichtsfälle aufgearbeitet hat, sondern auch viele historische.
00:02:47: Und weil er als Professor der Gerichtsmedizin auch sehr viel Historisches Wissen einbringt über die Rolle der Medizin bei der Aufklärung von Straftaten – bei der Rekonstruktion von Wahrheit wenn man so will.
00:03:00: Die Rechtsmedizin ist eine kleine Ausbuchtung der Aufklerung also nicht zufällig ist sie Schon mit Leonardo da Winci, der erste war, der sitziert hat.
00:03:13: Der heimlich leichen ausgebuddelt hat.
00:03:14: Das war damals schwer verboten und sehnenfrei gelegt hat um auch seine Malerei zum Beispiel zu verbessern.
00:03:22: wenn er Menschen gemalt hat dann hat er einfach durch die Anomie studiert hat, auch durch Sitzieren gelernt wie der Mensch überhaupt ausschaut.
00:03:30: Also nicht zufällig ist die Gerichtsmedizin eine Ausbruchtung der Aufklärung und unter Maria Theresia dann wirklich institutionell geworden um auch Aberglauben zu bekämpfen.
00:03:39: Und die Auseinandersetzung mit dem Tod und mit dem Eintritt des Todes, und den Spuren des Todess hilft eben zu verstehen was im Leben war.
00:03:47: Das ist das Interessante am Christian Reiter.
00:03:50: Das zweite Buch des Aktuelle handelt von einer Frau der Elfriede Blauensteiner, die Männer getötet hat als Pflegerin um sie zu berauben und das Geld verspielen.
00:04:03: Da rekonstriere ich die Lebensgeschichte einer Frau im Österreich des zwanzigsten Jahrhunderts, von den dreißiger Jahren vom Roten Wien über den Austrophaschismus und die Nazi-Zeit in die kalten fünfzigund sechziger Jahre bis hinauf in die neunziger.
00:04:20: Und da gehe ich ein Biedel der Frage nach wie sie getötet hat nämlich auf eine sehr damals hätte man gesagt raffinierte Art Ich mag das Wort eigentlich nicht aber eine sehr auch naturwissenschaftlich interessante Art und was dieser Mordprozess dann letztlich über sich ausgesagt
00:04:37: hat.
00:04:39: Das heißt, da geht es
00:04:41: viel um Gerichtsmedizin?
00:04:42: Es geht um die Verhandlung des Todes vor Gericht.
00:04:44: Und dabei lernt man natürlich auch etwas über den Tod und man wird neugierig auf dem Tod – also nicht aufs Sterben!
00:04:53: Aber man wird neu gering was der Tod mit den Menschen macht.
00:04:56: Wie ist denn dieses Thema für dich allgemein wenn du weißt das geht jetzt um Tod, das geht um sterben, es geht um Endlichkeit?
00:05:04: Wie findest du dieses Thema?
00:05:05: oder welche Gedanken kommen da bei dir auf, welche Gefühle kommen auch?
00:05:09: Naja wie jeder Mensch hat man halt ... wir Juristen nennen das die sogenannte Erschütterung der Daseinsgewissheit.
00:05:15: Das ist ein schönes Wort finde ich.
00:05:17: Jeder legt dann mal irgendwann im Vorteur und denkt sich Hupf!
00:05:20: Irgendwann bin ich nicht mehr, irgendwann sterbe ich, irgendwann gibt es mich nicht mehr so wie ich da liege.
00:05:25: Und die Frage ist ob wir das realisieren dass es uns nicht mehr gibt.
00:05:31: gibt es sozusagen ein Bewusstsein außerhalb des Körpers.
00:05:33: Ist der Körper nur eine Hülle?
00:05:36: Der Christian Reiter hat einmal eine sehr schöne Formulierung gebracht, ich habe ihn gefragt was denkt er sich eigentlich wenn er da die Toten im Leichenhaus liegen sieht und Menschen die aus dem Leben gerissen werden wären, weil anders ist?
00:05:46: auf einer Pathologie liegen hier auf der Gerichtsmedizin meistens Menschen die am Vortag noch nicht wussten dass sie da liegen viele junge Menschen, Unfallopfer, Mordopfer Drogenkranke Leute die bei irgendwelchen Operationen sterben was sie nicht hätten sterben sollen vergiftete menschen Kinder also.
00:06:04: das ist sozusagen das bunte Leben liegt da tot und er hat dann irgendwann den schönen Satz gesagt dass die Hüllen der Menschen ihre Leichnahme innerinnern an die Puppen von Schmetterlingen oder von Fliegen.
00:06:20: Das heißt, sie sind ein Abdruck des Lebens einer Existenz die nicht mehr existiert und die entflogen ist.
00:06:29: Ein Schmetterling, der sich von der Puppe den Schmettering verwandelt, bringt es jetzt hoffentlich biologisch richtig hin aber er ist auch von seiner ganzen DNA ein völlig anderes Wesen als die Puppee.
00:06:39: Der verwandelt sich!
00:06:41: Und das finde ich eigentlich an ganz entröstlichen Gedanken zu sagen... Die Leiche, die da liegt, ist eine Puppei und es ist ja etwas entflohnt.
00:06:49: ein Schmetterling, den wir nicht wahrnehmen können.
00:06:52: Vielleicht auch nicht?
00:06:52: Vielleicht ist ja gar nichts und es ist einfach zu Ende.
00:06:55: Aber das sind meine tröstliche Gedanken.
00:06:56: Der zweite tröstige Gedanke, den ich gelernt habe von der Gerichtsmedizin, ist dass in dem Moment, in dem wir sterben – das Sterben ist ja kein Prozess, der von Null auf Eins geht, sondern das ist ja ein Prozess also sieh'n nicht auf einmal tot, sondern wir sterb'n ja so ganz langsam ab.
00:07:14: unsere zum Beispiel weiten sich noch lange nachdem wir schon gestorben sind.
00:07:17: Also manche Reflexe, manche... dass dieser Prozess des Sterbens eine Verstoffwechselung einläutet.
00:07:26: Das finde ich eigentlich auch einen entröstlichen Gedanken.
00:07:28: also wenn wir im Saag liegen dann wird das Mikrobiom in unseren Körper.
00:07:34: die Bakterien die wir aufnehmen schon durch die Muttermilch oder den Geburtskanal Die mit uns in einer Symbiose leben kriegen auf einmal den Befehl, uns jetzt zu Verstopfweckeln zur Erde zu machen.
00:07:46: Und da kommt es ein bisschen mit der physischer fast schon religiöse Aspekt hinzu und dass wir tatsächlich in dem Moment fangen sie nun zu leben an und die Bakterien setzen uns um in Erde und das geht wieder weiter.
00:07:58: Also eigentlich muss man sich vom Tod gar nichts fürchten.
00:08:02: Fürchtest du dich denn noch vorm Tod
00:08:05: oder vom Sterben?
00:08:06: Nein ich fürchte mich verqualvoll im Sterben oder vor, weiß nicht Schlaganfall zu bekommen behindert zu sein, im Leben nicht selbstständig sein zu können.
00:08:18: Aber das Sterben selber geht uns nichts an wie Epikur sagt und der Tod geht uns nix an weil so lange er nicht eingetreten ist, behöhle uns nicht und wenn er eingeteten ist dann wisst man nix mehr davon wahrscheinlich.
00:08:31: Also das ist mir eigentlich relativ wurscht.
00:08:33: So dass das unwürdige Sterben das Siechen ja jetzt doch einige Familienmitglieder miterlebt die so sehr lange siechen.
00:08:41: auf das hätte ich eigentlich keine Lust.
00:08:44: Aber gleichzeitig würde ich mir wahrscheinlich auch keinen assistierten Suizid zutragen, aber das hätte mich auch keine Lust, dass jetzt jemand bei mir an die Tür klopft und sagt zu euch erklären geht es so weit?
00:08:52: Legen Sie sich hin schlucken sie das Gift, also ich habe ja nie geklaut ein Interview der sozusagen seinen Todeszeitpunkt bekannt gegeben hat zum großen Aufschrei vieler, aber auch zur großen Empathiebekundung, dass er das macht.
00:09:08: Also das ist auch eigentlich eine eine für mich eigentlich unvorstellbare Entscheidung.
00:09:15: Also es kommt, wie's kommt?
00:09:18: Wie war das eigentlich?
00:09:19: weil du jetzt gerade angesprochen hast eben diese Begleitung beziehungsweise dieses letzte Interview mit dem Nicke Glatterauer und du hast dann auch in diesem Artikel dazu auch geschrieben und dann haben wir uns verabschiedet für immer oder das letzte Mal verabsiedelt.
00:09:33: ich weiß genauer Zitat nicht mehr... sich von jemandem das letzte Mal zu verabschieden, vor allem du sagst ja auch er war ein Freund glaube ich.
00:09:44: Also
00:09:44: Freund wäre über drin, er war guter Kollege.
00:09:47: Ich habe ihn einige Male in meinem Leben getroffen, beruflich meistens habe ich noch mal interviewt, hab ihn noch mal partitiert, habe ihn noch einmal bei Veranstaltung gesehen.
00:09:55: also er war kein Freund aber er war doch jemand der am Ende dann sich dazu entschlossen hat mich und auch den Kollegen Christian Nusser von heute im letzten Gespräch zu bitten und das war doch eine große Respektbekundung, wir hätten auch irgendwie einen anderen einladen können.
00:10:14: Das war schon sehr berührend und natürlich aufwöhlend weil Niki Glatter ja angerufen hat dem Früh, ich weiß nicht so spät Frühes Sommer, Frühjahr, es muss immer April gewesen sein Und gesagt er würde gerne einen Bartezettel schalten.
00:10:30: Also seine Kinder würden gerne ein Patezettel schalten, ob das möglich ist im Falter.
00:10:33: Das war schon
00:10:35: Monate
00:10:35: vorher eigentlich.
00:10:36: Und der hat gesagt ja natürlich im Falta kann man ein Padezettelschalten.
00:10:39: weisen gestorben oder ich werde sterben im Herbst.
00:10:43: und ich habe gesagt Gott es will nur los nehmen er möchte einen Patezetel machen in der Woche der stirbt.
00:10:49: er weiß dann schon sein Todesdatum weil er wieder den Assistierten Suizid in Anspruch nimmt Wobei das Wort Suizid eigentlich ja das falsche Wort ist, weil es eigentlich eine begleitete Sterbehilfe ist.
00:11:04: Oder eine Begleitung beim Sterben.
00:11:07: und da habe ich mir geschluckt und gesagt, na bitte, so was schon ein bisschen makaver.
00:11:13: also ich hab fast so ein bisschen nicht geblödelt.
00:11:15: aber ich sag nein er möchte das so, weil er möchte eine Diskussion über die Sterbehhilfe beginnen und er möchte gerne dass das öffentlich wird und seine Kinder sollen es schalten.
00:11:30: Und da möchte er eben auch das Datum bekannt geben, weil er weiß als Boulevardprofi – er war ja stellvertretender Schäferin von News und er war bei der Krone oder heute am Schluss – er weiß nur durch dieses Datum schafft er diese Irritation in einer Medienwelt, dass die Leute sagen okay, morgen stirbt er gleich da.
00:11:47: Jetzt diskutieren wir über das, weil das berührt uns alle!
00:11:51: Ich habe mir gesagt natürlich würden wir das Internet schalten und wenn du möchtest würde ich mit dir auch ein Gespräch dazu führen, wenn du das möchtest.
00:11:59: Und dann hat er mich im August im Urlaub angerufen und habe gesagt, der ist jetzt so weit, er hatte einen Termin für den September wieder sterben... ...und die Woche davor möchte ich gar nicht gerne vorbeikommen.
00:12:10: oder machen wir ein Interview.
00:12:12: Ja!
00:12:12: So war es.
00:12:14: Also das war sein erklärter Wille.
00:12:17: Das ist natürlich bizarr, weil da kommt eine Wohnung von einem Menschen, der mitten im Leben steht als eine wirklich sehr angenehm eingerichtete, gemeine Wohnung gehabt.
00:12:28: Das war alles so ein intellektueller Raum mit Büchern und Erinnerungen, Kinderfotos.
00:12:34: Ich habe mich liebevoll eingerichtet und eine Guckukseur gelautet.
00:12:40: Man hat mir noch nichts angemerkt, weil der
00:12:41: Krebs ...
00:12:43: Hat gut ausgeschaut wobei es ihm nicht mehr so gut gegangen ist.
00:12:46: Und dann sitzt er dort und fangt und lächelt und hat eigentlich eine Erleichterung.
00:12:50: Das ist jetzt seine Entscheidung.
00:12:52: Er hat angefangen sein Leben zu erzählen, er hat ein bisschen über die Schulpolitik erzählt und dann noch losgeräumtet gegen die Schulpolitik.
00:12:59: Und draußen haben die Vogelzwitscher den Park aufgewachsen und das ist seine Wohnung seiner Kindheit.
00:13:05: Die Wohnung wird aber nächste Woche komplett leer sein.
00:13:08: Es wird alles entfernt werden und die Wohnung wird zurückgegeben weil sein Sohn irgendwie auch zu jung dafür ist dass er die Gemeindewohnung kriegen kann und es gibt alles zurück und das wird alles in Kartons gepackt.
00:13:18: Das Leben ist zur Endepunkt Und das ist so ein sehr radikaler Moment und eine sehr radikkale Ansage.
00:13:24: Das war dann auch genau so, und er hat dann sogar über seinen Bruder Daniel Gattau, den berühmten Schriftsteller aus der Presseagentur kommunizieren lassen wie er gestorben ist, dass er im Kreise seiner Familie dieses Mittel eingenommen hatte oder eine Infusion die er selber aufgeteidert hat.
00:13:45: Die letzten Worte waren irgendwie oh wow es ist schön!
00:13:49: Also wenn ich das vergleichen mit Menschen, die sozusagen nicht sterben können obwohl sie wollen und auch keine Sterbehilfe mehr in Anspruch nehmen dürfen weil sie nicht mehr so bei Sinnen sind muss ich sagen weiß nicht was würdevoller ist.
00:14:05: also es war zumindest eine ganz interessante Erfahrung für mich das mitzuleben.
00:14:10: Und was heißt jetzt?
00:14:12: Also einerseits ganz interessante Erfahrung.
00:14:14: oder noch einmal die Frage von vorher Wie ist es denn, sich da zu verabschieden?
00:14:20: Weil das ist ja eine Situation die die meisten von uns nicht kennen.
00:14:22: Zumindest wissen wir's nicht, wenn wir uns zum letzten Mal von jemandem verabsieden normalerweise.
00:14:28: Wie is' es dann, wenn man's weiß?
00:14:29: Man sagt auf Wiedersehen.
00:14:31: Das hab ich zum gesagt.
00:14:34: Adieu!
00:14:35: Eigentlich zwei schöne Adieu zu Gott und Auf Wiedersehen.
00:14:39: Und er sagt Ja Servus Ist schon gut Jetzt ist so Und man dreht sich um und denkt man sieht den Menschen nie wieder.
00:14:49: Ich wusste, dass ich mir ihm noch Nachrichten schicke und habe ihn dann auch noch das Interview zur Autorisierung geschickt.
00:14:55: Und das Falter-Cover geschickt.
00:14:56: also wir haben da schon hin und her Jets geschickt.
00:14:59: es ging dann so nach hin undher wo er gesagt hat er will, dass das unbedingt erscheint und es ist ganz wichtig.
00:15:03: und irgendwann haben wir gesagt hast du das wirklich überlegt?
00:15:05: Er sagt ja ja hat noch ein Lachsmeile und das war's.
00:15:11: Also wir sind endlich und je älter man wird desto näher zurück dieser Moment der Endlichkeit.
00:15:22: Du hast jetzt auch gesagt, du hast keine Angst vor dem Tod oder vor dem Sterben und so quasi es ist wie es ist.
00:15:31: Und wenn's dann soweit ist, dann kriegen wir es eh nicht mehr mit.
00:15:34: aber diese Idee von das alles hier loslassen, du hattest ja hier ein ganz gutes Leben wahrscheinlich Familie einen guten Job wie auch immer machst spannende Dinge und diese Vorstellung dass das alles irgendwann mal nicht mehr ist?
00:15:49: Du, dieser Florian Klink.
00:15:51: Der du bist... Das
00:15:52: weiß man nicht ob das nicht mehr is'.
00:15:54: Es kann ja auch sein, dass der Moment den wir jetzt erleben immer existiert.
00:15:58: also wenn ich bin kein Physiker mein Vater ist Physiker aber zu sagen die Zeit ist relativ und es eine Dimension Die Wiederbaumstamm existiert auf der die Ameise auf- und runter klettert Wir wissen das nicht!
00:16:12: Also unser Bewusstsein gibt uns jetzt sozusagen mal die Message, die Zeit ist etwas was abläuft und wenn sie abgelaufen ist dann sind wir nicht mehr.
00:16:20: Wir wissen aber nicht ob der Moment, wenn ich jetzt mit den Fingern schnipse, ob es diesen Moment einfach immer gibt weil er so wie eine andere Dimension existiert.
00:16:32: also vielleicht ist das ja nur unsere Illusion dass da etwas ablauft und verschwindet.
00:16:38: man kann sich auch mit dem, wenn man auch das sozusagen nicht glaubt, kann man sicher auch mit ihm Gedanken beruhigen, dass man vor seiner Geburt auch schon doof war.
00:16:46: Ich habe in dem Buch von Christian Reiter den schönen Satz meines Sohnes zitiert, der im Alter von drei Jahren ungefähr bei der Betrachtung eines schwarz-weißen Fotoalbums den sehr schönen Satz gesagt hat Papa hast du da schon gelebt oder warst du dann noch tot?
00:17:01: Das hat mich irgendwie beruhigt und gesagt er war ich noch tot.
00:17:04: also wir haben ja den Tod schon erlebt.
00:17:07: Insofern können wir be ruhig sein weil das hat uns ja auch nicht Schmerzen zugefügt als wir schon mal tot waren.
00:17:13: Und Tod ist das Gegenteil von Leben, also ja.
00:17:17: Das kennen wir schon!
00:17:19: Also insofern kann man beruhigt sein.
00:17:20: und das führt mich jetzt sozusagen zu einem nächsten tröstlichen Gedanken nämlich wenn wir sagen Wir waren schon mal tot und Wenn wir sagen wir verstoffwechseln nachher und wird zerfallen zur Erde.
00:17:32: Darum mag ich es verbrennen eigentlich gar nicht so.
00:17:34: Es ist mir eigentlich zum Brutal dass man dann sozusagen wieder aufgeht in einem Erdreich der sich durch Mikroorganismen, Wurzeln, Mützeln, Rizomen miteinander vernetzt und man ist sozusagen wieder Teil der Natur.
00:17:51: Das ist ja eigentlich ein sehr religiöser Gedanke.
00:17:54: also ich glaube schon dass die Religionen und die Naturwissenschaften das uns auf einem gleichen Konzept aufbauen nämlich letztlich das Leben auf dieser Erdkugel ein miteinander vernetztes Interaktionsfeld.
00:18:12: Wir sterben, dann kommt der Aske, verfrisst er uns und der wird vom Vogel gefressen.
00:18:16: Und dem Vogelfriss, der größere Vogel, den schießen wir dann von Himmel und braten in uns und essen ihn wieder.
00:18:22: So ist der Kreislauf!
00:18:23: Das könnte man jetzt, wenn man keck ist, sagen das ist Gott.
00:18:27: Diese ewige Kreislaufe, das nennt man alles Gott aus.
00:18:30: Wenn man so über Gott nachdenkt, ist es ja eigentlich eine ganz adorstliche Idee.
00:18:36: Es hängt alles miteinander zusammen und interagiert miteinander.
00:18:39: Insofern sind gerade die Schriften der Aufklärer so spannend, immer meine sehr schöne Biografie über Leonardo da Vinci gelesen.
00:18:49: Wie intensiver sich sozusagen beschäftigt hat mit Gesetzmäßigkeiten der Natur?
00:18:55: Also das Wellen so aussehen wie Dünnen und das Wurzeln genauso auch schon wieder Baum oben und dass Ardern sich ähnlich verhalten wie Wurzeln.
00:19:02: und über die Symmetrie des menschlichen Körpers, der nach mathematischen Gesetzmäßigkeit erfolgt.
00:19:07: also dass sozusagen eine hinter dem Leben Eine Ordnung steckt, auch eine mathematischer fassbare Ordnung.
00:19:16: Die ich, weil ich mathematisch in den Hütte bin, nie verstehen werde aber die doch interessant ist... ...die vielleicht darauf hinweist dass es sozusagen eine höhere Ordnung gibt und das meine ich jetzt nicht im Sinn des Liebengottes der auf der Woll gesitzt oder das Evangelium bettet sondern eine naturwissenschaftliche Ordnung in die wir halt eingebetet sind.
00:19:34: Und jetzt haben wir mal die Phase.
00:19:36: Du hast vor einigen Wochen einen Posting in einem Posting mal geschrieben, dass wir öfters daran denken sollten, dass unsere Lebenszeit kurz und begrenzt ist.
00:19:49: Und wir sie irgendwie nicht verschwenden oder gut nutzen.
00:19:53: Was kommen denn dir dann für Gedanken?
00:19:55: Also wenn du dir das so bewusst machst diese Endlichkeit was macht es dann in dir?
00:20:02: Na ja die Frage ist das, was ich jetzt im Moment
00:20:04: tue
00:20:05: eine Verschwendung, die mir keine Nutzen bringt ziemlich entleert?
00:20:13: oder ist es eine, man kann ja auch seine Zeit genüsslich verschwenden.
00:20:17: Manchmal sitze ich am Abend und scroll im Social Media und sehe lustige Witze und Kochrezepte und schöne Menschen die irgendwie schönen Dinge tun.
00:20:27: oder denk mal das ist jetzt Entspannung, das ist ja keine Vergeutung derzeit.
00:20:31: Ich glaube man muss lernen dass auch das Leben nicht jeden Tag total spannend Freude macht oder immer nur Sinn stiftet.
00:20:44: Wir sind ja Säugetiere, die halt das Leben trotten und hauptsächlich ans Essen und als Vermehrendenken.
00:20:49: Und dann die Aufzucht der Weitergabe des Genpuls.
00:20:54: Wenn es einmal einen Tag gibt, der nicht so gelungen ist, muss man deswegen gar nicht in die Krise verfallen.
00:21:01: Ich glaube, die wichtigste Anforderung, die man sich selbst stellt, ist dass man sich nicht stresst und dass man das tut, was man tut, dass man halbwegs gerne tut Und dass man anderen Menschen keinen Schaden zufügt, das ist was man tut.
00:21:16: Und du denkst da kann dieser Gedanke an die Endlichkeit...
00:21:19: Da kann ich Gedanken helfen!
00:21:20: Wobei mir der gedankende Endlichkeit hilft mich nicht weiter weil ich kann ja meine Endlichkeiten sowieso nicht beeinflussen und wenn sozusagen mein Ende eintritt weiß ich nicht.
00:21:29: vielleicht ist es auch schon eingetreten und ich bin ja schon tot und sitze jetzt nur noch in diesem Matrix Da, und ich bin in Wirklichkeit schon längst gestorben.
00:21:37: Es ist durchaus denkbar dass wir beide schon tot sind.
00:21:40: aber der Moment den wir jetzt erleben halt sozusagen da ist Wissen wir nicht.
00:21:51: Vielleicht ist das auch jetzt, was wir gerade erleben, schon das Leben nach dem Tod könnte ja theoretisch sein, dass wir schon gestorben sind und in Wirklichkeit sitzen wir halt schon im Jenseits.
00:21:58: und so schaut es jenseits aus.
00:22:00: Das Podcast Kammerl vom Falter ist schon das leben nach dem tot weil man schon gestorsen sind und das eigentliche Leben hinter uns gebracht haben.
00:22:07: Ich schaue mir manchmal, ich habe so ein lustiges Foto von meinen Eltern gemacht wie ich drei Jahre alt war.
00:22:11: da sitze ich auf einem kleinen Topf im Garten Und über mir blühende Bäume, und hinten sieht man so eine Landschaft.
00:22:18: Und das sieht sich so an die Kamera.
00:22:20: Und denk mal alles was auf diesem Foto zu sehen ist gibt es eigentlich nicht mehr.
00:22:23: Der kleine Puppe existiert so nicht mehr.
00:22:26: seine Zellen haben sie auch schon regeneriert also ganz andere Zellen mittlerweile.
00:22:29: Die Haare gibts nicht mehr, die Zähne gibts niemehr, die Ohren sind anders geworden Das Gesicht schaut anders aus.
00:22:34: Des Haus dahinten existiert nicht mehr.
00:22:36: Auch der Baum existiert mich nur.
00:22:37: Alles was auf dem Foto abgebildet ist Ist nicht mehr da Und wenn ich jetzt noch die Familie, die damals in dem Garten war, hernehmen würde bis auf meine Eltern und meine Schwester würden.
00:22:47: Die auch nicht mehr da sein, weil die Großeltern sind auch schon alle verstorben, die dahinten auf den Foto aufgeregt waren.
00:22:52: Und dann sagen wir okay vielleicht ist das ja schon eine Form von Tod dass man sich immer wieder neu sozusagen aufbaut.
00:23:00: also ich glaube wir müssen uns einfach damit abfinden dass das was wir empfinden und sehen zu einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit nicht das ist, was wirklich ist.
00:23:14: Ja wir glauben wenn wir die Augen zumachen unser Bewusstsein ist hinter den Augen.
00:23:20: Wenn man es zumacht da glaubt man da oben da stimmt aber gar nicht.
00:23:24: so eine Illusion.
00:23:27: auch was ihr seht ich sehe nur eine Illusion.
00:23:29: Was ist denn
00:23:30: dann?
00:23:30: Weiß ich nicht.
00:23:31: Ich kannte mal einen Schlaganfallpatienten der einen neglect hatte.
00:23:35: Das heißt der eine hin und helfte ist schwer beschädigt worden durch Sauerstoffmangel und die Person hat sozusagen die rechte Seite nicht mehr wahrnehmen können.
00:23:49: Das heißt, er hat ein Buch aufgeschlagen und hat in dem Buch nur die halbe Seite beschriftet.
00:23:55: oder er hat einen Buch gelesen und hat gesagt es ist Wahnsinn dass die Druckereien eigentlich nur die Halbesite betrugten.
00:24:01: Es ist eine Wahrnehmungsstörung.
00:24:02: die Schlaganfallpatienten haben neglect kann man googlen ganz interessantes Phänomen wo einfach die Hälfte Das Blick fällt es nicht wahrgenommen werden.
00:24:11: Es ist nicht so, dass ich das auch zu mache und sage da ist noch was sondern ich nehme es nicht war.
00:24:17: Ich bin kein Hirnforscher aber da hat mich eine Ahnung beschlichen wie sehr das was wir sehen einfach eine Konstruktion in unserem Hirnwasser.
00:24:27: letztlich ist das ja nichts anderes als Wasser da oben mit chemischen und physikalischen Prozessen Neuronen die sich da drin bewegen und Atomen elektroelektrische Wellen aussenden und das Badeinbewusstsein auf.
00:24:44: Und wenn ein Teil davon nicht mehr existiert, sehen wir auf einmal etwas nicht mehr.
00:24:49: Das ist auch interessant.
00:24:51: Wenn man es kommen fallen, leben wir aber wir kriegen höchstwahrscheinlich gar nichts mehr mit.
00:24:58: Gab's in deinem Leben eine Situation oder einen Moment die deine Sicht auf den Tod- und auf Sterben verändert haben?
00:25:08: Oder besonders geprägt haben?
00:25:12: Nicht wirklich!
00:25:14: Ich habe Momente erlebt, wo Menschen gestorben sind.
00:25:17: Großmütter.
00:25:20: Eine habe ich sterben sehen und eine habe ich tot aufgefunden.
00:25:24: Die Älteren danken... also ich hab so sagen Menschen im Sterbebett gesehen meistens alte Menschen.
00:25:29: Ich habe einen einmal in meinem beruflichen Unfall miterlebt wie ein junger Bub gestorgen ist aufgrund eines Autounfalls.
00:25:38: das war eigentlich die schlimmste Erfahrung zu sehen dass jemand wirklich von einem Tag auf dem anderen einfach ein kleines Kind sterben kann und das auch eine Familie zurücklässt in einer Schocksituation.
00:25:50: Aber eigentlich muss ich sagen, dass mich die am meisten fasziniert hat einen Podcast eben den ich mit Christian Reider gemacht habe über die Frage was im Grab passiert?
00:26:01: Das hat mir eigentlich sehr berührt weil dieser Stoffwechsel-Gedanke für mich so wahnsinnig täustlich war.
00:26:11: Du sagst, es geht weiter da unten!
00:26:14: Wir liegen da zwar drinnen in der Schachtel, aber dort passiert was.
00:26:17: Also das, was die meisten Menschen als gruselig empfinden und grauslich nämlich Leichen entzerren oder irgendwie Makaba finden oder dann irgendwie so auf eine ganz merkwürdige Art einen Horrorrad vorhaben und auch diesen Horror inszenieren kann man auch ganz naturwissenschaftlich sehen.
00:26:40: Und dieser Gedanke ist für dich
00:26:42: ein... Tröstlich, ja.
00:26:44: Mir hat es früher, wenn ich in der Tote Stier im Wald gesehen habe das von Maden besiedelt war dann hat man grausen und da sind sie gestunken und man sagt voll greifst du nicht an, das ist giftig!
00:26:54: Und wenn man sich aber mit einem Gerichtsmediziner jahrelang beschäftigt der aufgrund dieses Totenauses erforscht was da eigentlich passiert Dann wird dies auf einmal unglaublich faszinierend.
00:27:07: Also nur eine Fliegenmade.
00:27:12: Christian Reiter forscht mit Fliegen, aber wenn man nur weiß was eine Fliegenmade tut.
00:27:17: Das ist wahnsinnig faszinierend!
00:27:21: Wenn sie einen Fleisch besiedelt, anfängt das vorne abzuschaben und dann einzuspeicheln fast schon mikro-kirurgischen Präzision und dann die Ausscheidung eine antibiotische Wirkung hat.
00:27:46: Und man weiß, dass Maden zum Beispiel der Medizin eingesetzt wird zur Mundheilung weil sie bei Leuten deren Entzündungen haben die Wunde putzen können und das Magen noch bis siebenundreißig Grad fressen und wenn Sie da drauf sitzen eine unglaublich komplexe biologische Faszination besteht wie sie da was wegputzen und das dann an der Made eine Fliege entsteht.
00:28:14: Und zwar seit hundertfünfer, zwanzig Millionen Jahren ein ewiger Kreislauf und die Flieger eigentlich aus uns entsteht... ...und der einzige Sinn der Fliegue darin besteht wieder Eier auf dieses Fleisch zu legen um wieder Maden zu züchten.
00:28:27: und ihren ewigen Fliegenkreislauf seit hhundertfünfundzwanzig Millionen Jahren.
00:28:30: und dass es überall auf der Welt fliegen gibt wahrscheinlich sogar in der Antlag des.
00:28:34: Das ist immer faszinierend und wir dienen sozusagen den Fliegenpopulation.
00:28:38: Prinz Orgen hat gesagt, Kriege dienen dazu die Insektenpopulation zu erhalten.
00:28:46: Weil da oben am Schlachtfeld Menschen liegen und das dient dazu die fliegenden Populationen zu erhalten ist auch ein schöner Gedanke.
00:28:52: Das heißt dann ganz der Austausch mit dem Christian Reiter und eben auch Beschäftigung mit der Naturwissenschaft hat er eigentlich.
00:29:06: Man schaut sich das auf einmal mit einem ganz anderen Fokus an.
00:29:09: Wir nähern uns ja dem Tod durch Grausen, durch Humor, durch Satire, durch Wienerleder, durch Verdrängung vor allem und wir schauen nicht hin.
00:29:20: Also wir bahnen auch die Toten nicht mehr auf weil sie auch nicht mehr sehen eigentlich.
00:29:24: Die Serges sind in unserer Kultur mittlerweile fast immer geschlossen.
00:29:28: also der Tod wird verblödelt, verdrängt gefürchtet in Krimis inszeniert aber oder mit halloween sozusagen als grusel gezeigt oder er wird ganz still als gedenken aller heiligen.
00:29:45: das ist stille und besinnung.
00:29:47: Aber die natur wie es mit neugier wird eigentlich nie bearbeitet.
00:29:51: und die neugie ist aber eigentlich und da kommen jetzt die aufklärer die gerichtsmedizin und vielleicht auch die journalisten auf einen gemeinsamen fahrt.
00:29:58: Die Neugier ist eigentlich die spannendste herangehensweise an den Tod zu sagen, was passiert denn da eigentlich?
00:30:03: Und jetzt hatte ich eine sehr makabe Geschichte.
00:30:06: Ich bin einmal mit der Wiener Rettung am Tag mitgefahren – mit den Samaritern und die wurden auch gerufen zu einer Leiche, dass jemand in einem Gemeindepaar verstorben und er lag dort schon eine Woche im Sommer.
00:30:19: Man kann sich jetzt ungefähr vorstellen wie sowas ausschaut.
00:30:23: Als wir dort angekommen sind hat der Polizist zu mir gesagt Herr Reporter Sie müssen da nicht einig gehen.
00:30:29: Und ich bin aber hineingegangen und habe dann dort einen Leichnam gesehen, der war so wie das Gerchristenreiter beschreibt wenn man eine Woche oben liegt und es hat auch nicht besonders gut gerochen, aber ich hab mich dabei adaptet wie ich mich sozusagen in die Hocke begeben habe um mir das ganz genau anzuschauen.
00:30:48: Mich hatte es auf einmal begonnen zu interessieren welche Fliegenmarten sind das?
00:30:53: sind das Schmessfliegen oder Flaschfliegen und in welchem Stadion sie sind.
00:30:57: Und wie schaut es eigentlich jetzt genau aus?
00:31:00: Wie schaut den Totenfleck aus, wie schaut die Ober- und Unterseite aus und wo besiedeln die zuerst?
00:31:06: Kann man anhand der Liegespuren schon irgendwas erkennen und gibt's gleich schleier?
00:31:10: Und auf einmal ist das so wie ein Unfallgerurk sich wahrscheinlich an gebrochenen Knochen anschaut.
00:31:14: Das ist ein interessanter Beruf, das muss man so nageln und da können wir die Methode anwenden.
00:31:19: Dem grauscht auch nicht mehr davor wenn der Unfall obfassiert oder erschreckt oder es traumatisiert sondern er beginnt mit einem ganz anderen Fokus zu bedachten.
00:31:27: Und das ist durch die Beschäftigung mit den Gerichtsmedizin bei mir begonnen und das ist eigentlich ganz was Samen, wo es tröstlich ist.
00:31:34: Das passt ja auch wieder, da wirst du ja oft beschrieben als Investigativjournalist und das fällt mir dann auch ein dieses Wort in Investigativ wenn du das so beschreibst wie du so neugierig ...
00:31:45: Ja man wird neugiert und die Neugierde ist natürlich auch ein Coping-Mechanism.
00:31:51: also man kann ja sagen also Journalisten sind ja bissel wir müssten sich eigentlich ein bisschen verstehen wie Forscher.
00:31:58: Vielleicht können wir uns ein bisschen mit den Medizinern vergleichen.
00:32:02: Wir kriegen da jemand auf dem Tisch gelegt und müssen noch mal befunden, was da passiert – und das ist möglichst neutral!
00:32:07: Sondern wir müssen sagen, was sehen wir da?
00:32:10: Und dann bewerten wir es.
00:32:13: aber diese Befundung kann ja sehr neugieriger Prozess sein.
00:32:18: Glaubst du... Also ich habe dich auch vorhin schon kurz gefragt, wie das für dich ist mit dem Loslassen von dem, was hier in diesem Leben jetzt.
00:32:29: was in diesem Leben jetzt präsent ist.
00:32:31: Glaubst du, dass man sich leichter tut mit dem Loslassen?
00:32:35: Wenn man so das Gefühl für sich hat... Man hat irgendwie sinnvoll gelebt oder man lebt sinnvoll?
00:32:42: Oder glaubst du hat es damit nichts zu tun?
00:32:44: Oh ja, das hat sicher damit zu tun!
00:32:46: Ich glaube, das Loslassen ist natürlich leichter wenn man alleine ist.
00:32:52: Also ich glaube das Schwierigste wäre jetzt, wenn wir jetzt erfahren würden, ich müsste sterben Hätte ich wahrscheinlich einmal großes Mitleid mit meinen Kindern, weil man denken würde, das belastet die Familie.
00:33:02: Natürlich ist man selber wahrscheinlich ... Ich weiß nicht wie sie dann selber geht?
00:33:04: Ich würde es wahrscheinlich irgendwie wegblödeln oder das halt verdrängen.
00:33:08: Wahrscheinlich wäre ich eher Typ-Verdrängung und würde sagen, schauen wir mal entweder lebe ich oder sterbe ich.
00:33:14: Ich habe Kurt Kuch gekannt den Journalisten, dem Berühmten.
00:33:18: Der hat irgendwann also wirklich schon eine ganze furchtbare Diagnose gehabt.
00:33:21: Er hat gesagt, für ihn ist es immer noch Fünfte, Fünfe.
00:33:23: Entweder lebe ich morgen oder ich bin tot so wie du entweder lebst morgen oder du bist tot.
00:33:26: Also der hat das eigentlich auf eine sehr... zumindest in der Außenwelt.
00:33:30: Ich weiß nicht wie sie dann privat gegangen sind aber er hat das auch eigentlich sehr ruhig genommen und es ist überhaupt auffällig dass viele Leute die ein Todesdiagnose haben eigentlich erstaunlich entspannt wirken.
00:33:43: Zumindest dann im Gespräch mit Medien oder die es eher Resignativ, aber ich habe eigentlich selten Menschen erlebt die panisch wurden.
00:33:55: Wenn sie gehört haben das ist sterblich.
00:33:57: Zumindest zeigen Sie das nicht oder mir nicht.
00:34:02: Also wahrscheinlich hat man dann auch einen inneren Prozess dass man das verdrängt.
00:34:08: also ich hätte am meisten Angst dass sozusagen meine Kinder darunter leiden würden oder die Hinterbliebenen oder dass da so sagen dramatische Erlebnisse entstehen.
00:34:16: Aber wenn ich mich jetzt denke ich stirbe irgendwann ja.
00:34:21: Und wenn du jetzt hast es schon angesprochen, dass du so eine Diagnose bekommen würdest.
00:34:25: Du hast nur noch eine bestimmte Zeit.
00:34:28: Würdest du dann etwas anders machen?
00:34:31: Also würdest du irgendwie dein Leben noch verändern oder... Keine Ahnung,
00:34:35: ich weiß es nicht!
00:34:37: Ich weiss es nicht.
00:34:38: Ich weiß nicht ob ich dann sagen würde, soll jetzt mache ich noch einmal eine Reise und dann drehte ich an und wirst du die letzte Reise oder ob man einfach so ... ich weiss das nicht.
00:34:44: Da kommt wahrscheinlich auch sehr drauf an was man medizinisch noch machen kann.
00:34:49: Ich würde wahrscheinlich schon alle medizinischen Wege bestreiten.
00:34:54: Ich weiß es nicht!
00:34:58: Ich glaube, dass man das auch in Wahrheit langsam realisiert.
00:35:00: Ich kenne ja einige Menschen die totbringende Krankheiten haben und denen man gesagt hat sie leben vielleicht noch ein Jahr und die dann aber doch seit fünf Jahren leben oder seit zehn Jahren leben.
00:35:10: also man hofft ihr dann wahrscheinlich auf medizinischen Fortschritts oder dass es ihnen besser geht.
00:35:14: ich weiß es jetzt ganz nichts sagen.
00:35:17: Ich glaube man sollte sich nicht zu viel vornehmen sondern wahrscheinlich sein Leben weiterleben so wie sie ist.
00:35:25: Angenommen, du hättest deinen Wunsch.
00:35:27: Und du könntest jetzt eine Sache in deinem Leben verändern damit du sagen würdest und jetzt ist mein Leben vollkommener, vollkommen wie
00:35:37: auch immer.
00:35:37: was wäre das?
00:35:38: So ein irrealer Wunscht oder ein realer...
00:35:40: Es darf
00:35:41: ein irgerer Wunscht!
00:35:42: Ich hätte gerne eine Zeitmaschine also ich hätte gerne die Zeitmaschinen.
00:35:45: Das wär so einen großen Wunsche so eine Kapsel wie mich einsetzt und sagst so jetzt bitte ins Jahr fünfhundert.
00:35:51: Jetzt sind sie auch zwölfhundert Aber nur zurück, ich will nicht in die Zukunft fahren.
00:35:55: Das würde mich nicht so interessieren.
00:35:57: Aber über das Geld, das hätte ich gerne.
00:35:59: Ich würde gleich einmal sagen ins Mittelalter reisen und sagen, wir hat der Stefans Platz im Jahr ... Sechsund?
00:36:05: Im Mittelalter wird er im Jahr zweihundertfünf ausgeschaut oder wie hat er im Jahre achtzehnhundertausgut?
00:36:13: Und jetzt bin ich natürlich neugierig was wäre der reale Wunsch?
00:36:16: Der reale wunsch wär tatsächlich dass ich irgendwann im ganz hohen Alter wenn ich bis dahin ganz gesund und kräftig gelebt habe, aber warum Kipp?
00:36:27: So wie das Rehenwald, dass ein Schutz vom Jäger bekommt.
00:36:30: Das Reh nicht mehr hört, weil die Kugel möglicherweise schneller ist als der Schall.
00:36:35: Und das wäre so meine Vorstellung.
00:36:39: Somit, so'n neunzig Jahre alt werden oder hundert und da war es so ganz mit gegärbter Haut und wachem Verstand Weil guter Laune kein weißer alter, star-sinniger Mann werden und einfach so.
00:36:58: irgendwann fliegt Momo.
00:37:00: Das wäre die optimale Variante.
00:37:06: Das ist wahrscheinlich jetzt auch schon die Beantwortung meiner nächsten Frage.
00:37:09: Die wäre gewesen, welchen Wunsch hättest du oder hast du an den Tod?
00:37:13: Wenn du einen Wunsch an dem Tod hattest...
00:37:15: Weil das er mich einfach in der Sekunde ummäht.
00:37:18: Einfach hinter mir sich anschleicht, die Sense nimmt und sagt Bup!
00:37:22: Und nicht dass er mich so niederknüppelt und ich dann da irgendwie wochenlang liegt.
00:37:26: Das wär also mein Wunsche.
00:37:28: Ich finde, das hätten sicher alle Menschen verdient.
00:37:32: Also das so wie im Gefahr der Tod und dass man in den Märchen, wo wir dann auf einmal zusammen sagten.
00:37:38: Ich habe als Kind diese Sage gesagengelesen und meinen Kindern auch vorgelesend die berühmte Sage, wo der Arzt den Pakt mit dem Tod schließt und immer wenn er tot am Fußende sitzt, dann stirbt der Patient.
00:37:53: und wenn der Tod am Kopf sitzt... Überlebt der Patient.
00:37:57: und dieser Arzt hat dann irgendwann damit begonnen, die Patienten umzutrehen.
00:38:00: Dann den Tod rein zu legen.
00:38:03: Und das passt dem Tod überhaupt nicht.
00:38:04: Beim ersten Mal hat er ihm das noch durchgehen lassen im Arzt.
00:38:07: Aber beim zweiten mal hat er ihn dann geführt in eine Kirche, wo die Kerzen der Menschen so sehen sind.
00:38:15: So wie das Kind immer das Leben folgst, dass wir alle so Kerzen sind, die so abbrennen.
00:38:21: Auf einmal ist diese ganze kleine Kerze da gesagt, du bist ein junger Arzt das Licht aus und zusammengesagt.
00:38:28: Das ist eigentlich eine ganz angenehme Idee.
00:38:31: Und wenn du mal nicht mehr bist, ist es dir oder hast du da auch einen Wunsch oder eine Vorstellung von woran man sich an dich erinnern sollte?
00:38:42: Oder wie man sich ein dich erinnern sollte?
00:38:44: Das ist mir eigentlich wurscht.
00:38:46: also ich hoffe dass vielleicht manche Leute meine Bücher noch einmal in die Hand nehmen und drin herum blättern und sagen so wie hat ja die Welt gesehen aber Man muss sich klar sein, dass man nach zwei Wochen sich das Umfeld beginnt vergessen zu werden.
00:39:05: Also was passiert?
00:39:05: Man stirbt!
00:39:07: Dann sind die Leute eine Woche sehr traurig und vielleicht noch zwei Wochen trauriger.
00:39:11: Dann gibt es im Begräbnis.
00:39:12: nachher saufen sich alle an oder essen miteinander Kuchen oder lachen wieder... Und dann beginnt einfach die Familie die Wohnung auszuräumen, das Gewand zu entsorgen, die Bücher zum der Handler zu bringen und man verschwindelt.
00:39:28: Vielleicht ein paar Gegenstände werden auch aufgehalten, vielleicht wird den Foto ins Grab geklebt, dass die Leute wissen so hat er mal ausgeschaut aber dann ist es aus.
00:39:36: Dann ist man weg und nach einem Monat fehlt mir den Leuten nicht mehr im Alltag hin und wieder aber da ist es vorbei.
00:39:45: Da darf man seine Narzissmusfülle ablegen und klar sein das ist dann aus.
00:39:55: Das Leben geht weiter und die Leute haben ihn vergessen.
00:39:58: Witwe sucht sich einen neuen Mann und die Kinder werden irgendwann den Papa vergessen.
00:40:02: Irgendwann wird das Grab aufgelassen, der Graubstein fliegt um in so hundert Jahren ungefähr, ist jetzt der Fall sicher?
00:40:12: Und dann kommt er nach herein und liegt dort.
00:40:15: Wenn man Glück hat, hat man irgendeine Gedanken gemacht, die man gemacht hat, die Welt befuchtet oder irgendein Buch wird noch gelesen Irgendeine Idee lebt weiter.
00:40:24: Aber es ist sehr unwahrscheinlich, weil die allermeisten Menschen haben wir vergessen und das ist ja das Interessante wenn man über Friedhöfe geht, wenn dann immer so Familiengeber sind.
00:40:37: Man sieht hier rote Familie, keine Ahnung, Boreaden, sagen mal irgendein Namen.
00:40:44: Und da denkt man sich, das waren irgendwann ganz junge Leute mit kleinen Kindern.
00:40:47: Das war mein junges Ehepaar ... Die haben miteinander geschnaxelt und frühstückt.
00:40:54: Sie sind in einem Spadeteich gekupft, haben ihre Kinder gehen gelernt und sprechen und haben sie gefüttert.
00:41:00: Und jetzt links da unten alle vier miteinander.
00:41:03: Man sieht an den Gräbern glaube ich immer die waren schon alt und das waren immer schon Zombis und Käste.
00:41:08: Das stimmt ja gar nicht.
00:41:09: Es waren junge Menschen.
00:41:12: So geht es ihnen selber auch.
00:41:14: Das ist so.
00:41:16: Kann man nicht verhindern?
00:41:17: Nein!
00:41:18: Das
00:41:18: kann man nicht.
00:41:21: Vielen Dank.
00:41:22: Gibt es noch von dir noch einen Gedanken oder noch etwas, was dir zu dem Thema einfällt?
00:41:29: Oder auch wichtig ist und ein Anliegen ist, noch zu sagen.
00:41:35: Ich glaube, was mich eigentlich am meisten stört beim Tod ist das, was mir eigentlich am Meisten ärgert sind die Begräbnisse der meisten katholischen Priester, die ich erlebe, mittlerweile wirklich fast schon ärgerlich auf dem finde, weil sie sich auf diese Begräbnisse nicht in der Weise vorbereiten wie sie das tun sollten sondern irgendeinen Formelkram runterbeten und eigentlich nicht mehr schaffen mal Rede zu konzipieren.
00:42:12: Und das merkt man ist es wahrscheinlich eine Zeitfrage und ich empfinde die meisten religiösen Begrüßen mittlerweile nicht mehr als mit der physische Festakte.
00:42:23: Das wird irgendwie so aurgschlottelt und die Kirche sollte sich da mal was einfallen lassen.
00:42:29: Also ich glaube, die Kirchen sollten endlich die Frauen zum Priest haben zulassen weil viele Frauen im Gemeinden eigentlich die Pfarrgemeinden stützen für bessere Begräbnisse organisieren würden als der, das sage jetzt bewusst so ein bisschen hat, der importierte polnische Pfarrer aus irgendeiner reaktionären Kirchengemeinde mit der eigentlich des Dorf nichts mehr zu tun hat.
00:42:51: und dass sterben unsere Kirchen die ich als Kind immer gern betreten habe, bin immer gerne reingegangen.
00:42:58: Das hat damit zu tun dass man einfach die Jobdescription so hart auswählt das eigentlich niemand mehr Priester werden will.
00:43:07: Also noch mal ganz wenige und da gibt es eine paar sehr engagierte, die das noch wirklich erst Leidenschaft tun.
00:43:12: aber wenn ich den Job dessen der die Menschen begreift so ausschreibt sie sagt er darf nicht heiraten, er darf keine Kinder kriegen er muss jederzeit damit rechnen, dass er versetzt wird dann bekomme ich eben nur mehr Personal, das eigentlich nicht mehr die wichtige Rolle spielt beim Abschied.
00:43:29: Das ist eigentlich was man mit mir meistens fuchst.
00:43:33: Wie hättest du denn gerne dein Begräbnis?
00:43:35: Es ist mal wurscht!
00:43:37: Lustig... aber es müssen meine Hinterblieben entscheiden.
00:43:42: Also wie's für Sie passt.
00:43:47: Wenn ich meinen Begräbnis sagen würde, würde ich viele Leute einladen und nachher wird es ins Wirtshaus gehen.
00:43:52: Und die würden wirklich gute Schnitzel kriegen.
00:43:54: und was zum Essen oder was zum Trinken.
00:43:56: Dann haben wir irgendwie... Würden sich wieder begegnen und den Abschied feiern.
00:44:02: Aber wenn meine Hinterblieben sind, dann waren das nur im ganz kleinen Kreise.
00:44:05: Das ist mir eigentlich ganz wurscht!
00:44:07: Da bin ich ja schon tot.
00:44:12: Ich glaube, dass es schon wichtig ist, ich war einmal in einem Begegnis wo Eigentlich so eine... Ich glaube, dass gewisse Riten und die müssen nicht religiös sein.
00:44:21: Aber ich glaube das ist eine gewisse Dramaturgie Und auch eine Inszenierung des Begabens wichtiges.
00:44:28: Es war auf einmal ein Begegnis in einem Wald wo es dann zu seinen keinen formellen Trauerzug gab wo klar war, die ganz nahen Verwandten gehen zuerst und dann die anderen oder auch keine Ballettsgrundgebung am Grab.
00:44:46: Also ich glaube schon dass es so Rituale gibt, die wichtig sind beim Begraben also nichts zu machen.
00:44:54: aber das muss wirklich jeder machen wie er will.
00:44:56: Welches Begräbnis würdest du am liebsten gehen?
00:45:00: Wie wär's dort?
00:45:02: Naja ich würde gerne morgen aufs Begriff von Vladimir Putin gehen.
00:45:07: Das ist der Einzige, den ich wirklich gerade... Man denkt das wäre gut wenn er morgen begraben wird.
00:45:15: Also da würde ich wahrscheinlich hingehen und dann würden wir das anschauen aber nicht das Antennen haben sondern um das anzuschauen.
00:45:23: Sonst wünsche ich allen Menschen ein langes Leben!
00:45:26: Nicht allen.
00:45:27: es gibt wahrscheinlich nur ein paar Kriegsverbrecher wo ich mir denke wenn die von der Erde verschwinden würden, würden andere leben können.
00:45:32: Meine Frage war ja nicht in die Richtung wer soll sterben sondern eher so wie soll das Begräbnis sein dass du Schön und toll, gut findest?
00:45:42: Ich glaube es gibt gute Musik.
00:45:43: Also ich glaub die Inquidenzien, die alle Religionen so anziehend macht nämlich Musik, Kunst, wohlige Rüche Gemeinschaft nachher diesen Schnitt.
00:45:58: also ich finde ja die Wiener Tradition der schönen Leiche eine der ganz wichtigen Erfindungen nämlich zu sagen jetzt gibt's einen Schnitt eine Paradoxi-Intervention, jetzt gehen alle ins Wirtschaftshaus und quatschen miteinander.
00:46:10: Und wir gehen nicht nach Hause in Sintraueck sondern alle bleiben zusammen und essen miteinander.
00:46:15: Jetzt haben wir den gerade begraben und das Leben geht weiter!
00:46:19: Das ist eigentlich die Tastavina sozusagen in seiner Bestattungskultur sehr fortschädlich.
00:46:27: also ich stelle mir vor ein schönes Begriff endet mit einem Wandeligen Wirtshaus-Besuch in einem sehr schönen Wirtzaus mit weiß gedeckten Tischen und Blumen drauf.
00:46:36: Und guten Essen, guten Trinken!
00:46:39: Das kann ruhig lang dauern... Man muss jetzt nicht tanzen, das werden die übertrieben aber es muss so eine Freude sein.
00:46:47: Ich finde ja auch wie man sagt die meisten Partezettel eigentlich könnten um einen ReBrush vertragen.
00:46:54: Es muss nicht immer so diese komischen Fotos, diese Studiofotos sondern Warum kann man da?
00:47:02: ein guter Freund von mir, hat jetzt einen Begräbnis.
00:47:05: Der hat auf der Partei Zettel die Fotos seiner Mutter arrangiert vom Kindheit bis ins Alter.
00:47:12: also das kann ja alles ein bisschen netter ausschauen.
00:47:16: Vielen Dank!
00:47:17: Bitte!
00:47:18: Danke lieber Florian Kleng für das Gespräch.
00:47:20: Auf ein langes Leben!
00:47:21: Auf ein longes Leben.
00:47:22: Lebe wohl!
00:47:24: Lange!
00:47:25: Genau, der Christian Reiter hat einen sehr schönen, das gebe ich vielleicht noch am Schluss mit.
00:47:30: Mit dem beginn' ich mein Buch über Leben und Tod in der Gerichtsmedizin.
00:47:34: Ich hatte ein Interview mit dem Reiter, also wir haben einen höher Bilder gemacht für Ö-I und da durfte ich dabei sein beim Sitzieren.
00:47:43: Und ich habe den Gästchenreiter gefragt am Vortag Professor was werden wir sitzieren?
00:47:48: Wird das ein Mord oder ein Solizid oder wird es ein Unfall... Was wird das?
00:47:53: Weil ich möchte mir bitte darauf einspringen.
00:47:55: Und er gesagt Herr Redakteur wer morgen bei mir im Tisch liegt, der lebt heute noch.
00:48:01: Ich weiß es nicht.
00:48:02: Weil die Person, die wir morgen aufschneiden, die lebt noch und so war's auch.
00:48:06: Es war ein Wirt aus dem Burgenland der in der Nacht umgefallen ist und es gab den Verdacht das er vergiftet wurde.
00:48:12: War aber nur ein Herzinfarkt!
00:48:14: Und tatsächlich wie ich Professor Reitang ruf mir, war der Wirt gerade am Weg in die Arbeit an der Gesangtheit Sprechswitzersau im nächsten Tag Lager am Tisch also KPDM.
00:48:25: Morgen können wir schon am Tisch von der Gerichtsmedizin
00:48:27: liegen.
00:48:27: Hoffen wir, dass wir morgen noch nichts dort legen.
00:48:30: Ja und wenn wir dort liegen das ist das berühmte Wissen was ziemlich sicher nicht.
00:48:35: Das ist so zuerst.
00:48:38: Danke schön!
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